Ich finde keinen Anfang. Ich kann mich einfach nicht aufraffen.
Schade!
Pause.
Versuche es doch mal mit dem Zwang sich selbst gegenüber durch Einführung eines festen Rhythmuses.
Vielleicht. Ja, mal schauen. Vielleicht.
Gut.
Und dann ging er später, die gemeinsame Tasse Kaffee war getrunken, nach nebenan in sein Atelier und übermalte eine Fläche, die er irgendwo her aus den Tiefen seines Raumes gefischt hatte.
Juergen hat ein Wort abgegeben. An Ieke Trinks. Für deren Aktion „abwesende Objekte“. Beim Turmstipendium am Wasserturm im Geldern.
Und weil er einen Rapport schreibt, in dem er festhält, was das mit ihm macht, denkt er über Sprache, Worte und Funktion von Sprache nach und beobachtet sehr genau.
Ihm ist dabei aufgefallen, dass einige seiner Kunstkollegen da so eine Technik im sprachlichen Umgang mit dem Gegenüber entwickelt haben, die ihm zunehmend bitter aufstößt. Sie stellen sich unwissend, fragend, unverbindlich. Wissen nichts oder nur Teile. Oder stellen Fragen, die verhindern dass sie klare Aussagen treffen müssen. Und schaffen damit eine Gesprächssituation, die alles in der Schwebe läßt, die ihr Gegenüber in Erklärungsnotstand bringt, zum Reagierenden macht, während sie selbst, wissend, das Gespräch sozusagen von hinten steuern. Sie lassen das Gegenüber an der langen Leine laufen. Es geht scheinbar um Macht.
Juergen regt das richtig auf. Weil das genau das Gegenteil von Dialog ist. Das Gegenteil von Gleichwertigkeit. Von Augenhöhe.