corona notes2: Leporello

Da gibt es eine Restepapierrolle – von wo auch immer, geschenkt wahrscheinlich.

Da gibt es einen langen Tisch.

Da gibt es den Versuch, das Papier auf diesem langen Tisch auszurollen und mit farbigen Kreisen zu versehen.

Und da gibt es am Schluss dann einen langen Papierstreifen, der alle wichtigen Linolschnitte zu „corona notes2“ enthält und der gefaltet zum Leporello werden wird – in den nächsten Tagen.

Buchalov

„corona notes2“: Wandtafeln

Also, die Anzahl der kleinformatigen Linolschnitte habe ich nicht gezählt. Jürgen wohl auch nicht. Vielleicht hat er auch den Überblick verloren. Bestimmt! Denn wer zählt, hat einen roten Faden. Und Halt. Und den hat Juergen bei diesem Thema momentan nicht. Stattdessen experimentiert er, denkt viel nach, liest einiges, hört manches und spielt mit dem Material herum.

Auf zwei Wandtafeln verteilt – er nennt das so, weil es ihn an die Wandtafeln in der Schule erinnert, die mit dem Rundholz oben, an einer Kordel aufgehängt – auf zwei Wandtafeln also hat er die wichtigsten Motive aufgedruckt. Das Papier war mal wieder Restepapier aus seinem großen Papierhaufen, der rechts hinterm Eingang im Atelier liegt.

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Projekt ABC: A wie Atelier!

Wöchentlich ein Photo, beginnend am 10-01-2021 mit dem Buchstaben A. Ich habe von dieser Sache Jürgen erzählt, und er meinte, da finde sich sicherlich etwas. Oben sein Bild, ein Blick in den Druckraum und das Lager seines Ateliers.

Hier der Link zum Projektaufruf: >>> […Wortman …] <<<

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für Myriades Impulswerkstatt: die Null

Myriades Impulswerkstatt, s. hier >>>, enthält als möglichen kreativen Impuls immer ein paar Photos. Da Jürgen ein bequemer Geist ist, entsteht beim ihm als Impuls eigentlich nichts Neues, wenn er die Bilder sieht, sondern er überlegt immer ganz kurz, ob es motivisch etwas aus seinem Bestand gibt, dass mit diesen Bildmotiven korrespondiert, und dann zeigt er es. Myriades Impuls reicht also bei ihm nicht allzu weit.

Diesmal seien es die Halbkreise, die ihn erinnert hätten, und ihn folgendes zeigen lassen:

Dieser Holzschnitt ist zum Thema „die Null“ entstanden, einer Collaboration mit Susanne Haun in 2016. Hier kann man auf meinem Blog noch mehr sehen: >>> [die Null ] <<<

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corona notes: noch ein paar Sätze

Dass Jürgen sich wieder einmal mit Corona beschäftigt beruht darauf, dass der Virus ihm sehr nahe gekommen ist und auf der Tatsache, dass es einen zweiten Lockdown gibt. Die Beschäftigung mit dem Stichwort Corona soll wieder helfen zu klären, zu begreifen, zu verstehen.

Aber diesmal ist es für ihn, wie er sagt, anders als beim ersten male im Frühjahr. Damals hiess es “Corona notes1” ( hier klicken >>> ) und „als Lato sich isolierte“ ( hier klicken >>>). Damals war alles diffus, ohne Struktur, wild und scheinbar mit wenig Perspektive versehen. Seine damaligen Skizzen und Bilder im Druckskizzenbuch sahen auch entsprechend aus: wild, ungestüm, geschmiert, gekritzelt, ohne festen Halt, strukturlos, suchend, getrieben,

Das hat sich jetzt geändert. Das,was momentan zu Corinna entsteht sind Linolschnitte und sie haben mehr Festigkeit, sind klarer, kontrollierter. Es gibt Überschriften: Krone/Corona und Lebensrad und Transformation und Skelett/Tod und Behälter und Triange und diversem Füllmaterial. Und das, obwohl die Situation was die Anzahl der Toten Infizieren anbelangt, um ein vielfaches schrecklicher ist als im Frühjahr.

Lange hat er an der Form der Darstellung „gebastelt“. Aber die ist nun in den letzten Tagen klarer geworden. Es entstehen zwei Druckskizzenbücher, Einzeldrucke auf dem Restepapier eines Ausstellungskataloges von Klaus Harth, zwei Tafeln mit Coronamotiven und ein Fries, der vielleicht noch zum Leporello werden kann – klingt alles ganz gut.

Ist so etwas überhaupt ein Thema für die künstlerische Beschäftigung? Fehlt da nicht der zeitliche Abstand? Der Blick aus der Megaperspektive? Ist das nicht noch viel zu nahe an einem dran? Eure Meinung würde mich interessieren. Für Jürgen hat die Beschäftigung mit dem Thema Corinna eine psychohygienische Funktion. Die jetzt entstehenden Arbeiten sollen helfen zu verstehen und ihm die kreative Lockerheit zurückgeben. Er möchte sich seine Gelassenheit bewahren.

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Hoeven: „beelden op de kaart“: die Postkarten

Klar, das Projekt „beelden op de kaart „ schien für Juergen beendet. Ich habe hier berichtet: >>> [ …] <<<.

Doch er hatte wohl übersehen, dass auch noch eine Postkarte erstellt werden sollte. Das sei Teil der Aufgabe, schrieb Anja Middelkoop, die Organisatorin des Ganzen. Jürgen hat das als Pflichtaufgabe verstanden.

Wenn Pflicht Pflicht ist, dann ist Nichtstun ein Ding der Unmöglichkeit. Also hat er nun nachgeholt, was nachgeholt werden musste und hat zwei Variationen der Postkarte nach Millingen geschickt.

Und auf der Seite von Millingen stellt sich das Projekt jetzt so dar: >>> hier klicken <<<

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Corona – notes 2

Es geht um die Krone – die Krone als Symbol für alles das, was da momentan über uns zusammenschlägt: Shutdown, Beschneidung von Freiheiten, Grundrechtseinschränkungen, Ängste, Vereinsamung, Entwicklung und Rückstände in vielen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen, und noch einmal die Ängste, Virusmutationen und so weiter.

Und es geht um Behälter, die Urnen sein könnten. Oder umgedrehte Kronen. Oder Gefässe, die zum Sammeln und wegschütten dienen. So etwas halt.

Und es geht auch um das Positive: Solidarität, Verlangsamung/Entschleinigung, Konzentration, Besinnung, Transformation, Reduktion, die Aufwertung des Normalen, verändertes Kaufverhalten, gesundes Kochen, Unterstützungen des Regionalen, die Kraft der Improvisation und so weiter.

Das alles beschäftigt Jürgen. Es scheint ein großer wilder Haufen von allem Möglichen zu sein, der da vor ihm liegt.

Gestern meinte er, dass wohl eine große Transformation im Gange sei. Und es werde nichts mehr so sein wie es einmal war. Auch wenn sich viele danach sehnen und sich seltsam verhalten. Was ja auch immer so ist. Alles ändert sich ja. Immer. Nichts hat Bestand für ewig. Aber manchmal tut das eben weh.

Und deshalb geht er fast täglich ins Atelier und zeichnet, schneidet, druckt und probiert so einiges aus. Er sucht Bilder und Formen für das Ganze. Er will etwas klären und verstehen. Dabei ist er nicht traurig, sondern zuversichtlich. Dem Projekt hat er den Arbeitstitel „Corona-notes 2“ gegeben.

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Hoeven: „beelden op de kaart“ – Tour 1 bis 3

Irgendwie war es das noch nicht. Jürgen glaubt, dass seine erste Idee zum Projekt „beelden op de kaart“ alleine so nicht trägt.

Die Gründe sind vielfach: die entstandenen Zeichnungen sind einfach zu allgemein gehalten und könnten auf jeden Ort zutreffen. Das liegt daran, dass Jürgens erste Internetrecherche einfach nichts zu Tage brachte, an dem man ansetzen konnte, an dem man sich festbeißen konnte, das Kannten zeigte. Der Funke sprang einfach nicht über. Es fehlte der Kontakt zu den Menschen, der persönliche Eindruck vor Ort. Zudem ist aus der ersten Idee einer Präsentationsform als Stillleben nun ein Interieur geworden, dass durch Zuviel Elemente einfach diffus wirkt.

Also hat er noch einmal gesucht und nachgedacht. Gefunden hat er dabei ein große Liste an Objekten, Geschäften, Firmen. Zwei kamen in die nähere Wahl: die Fusspflege/Podotherapie und Dedector Plaza. Um diese Beiden herum hat er nun seine Tour nach Hoeven gebaut. Sie nennt er das weitere Einkreisen.

Sein fertiges Ergebnis sieht nun so aus:

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Hoeven Tour1

Lato hat Hoeven besucht, virtuell. Der Ortsteil Hoeven in Uden entstand aus einem Weiler.  So hatte Lato das gelesen und sich das auch vorgestellt. Doch dann: Häuser, nicht als Häuser. Neubaugebiet, Wohnsiedlung, reine Funktionalität?, Schlafstadt?, ein historischer Wanderweg, Gretls Pedicuresalon, Last mile Solution charge Station, zwei Schönheitssalons, eine Podotherapie, den Dedector Plaza, ein Kinderzentrum, eine Fahrschule, das Fitnesszentrum Body + run, ein Kapsalon, die vegane Brotbäckerei, den Carwash, den Zaunfachhandel, die Shell-Tankstelle und und und. Aber: Wo findet man nun das reale Leben? Wo sind die Menschen und ihr Leben? Daran ist er gescheitert.

Er hat den Ort daher erst einmal oberflächlich erkundet und Eindrücke gesammelt. Mehr ging nicht. Diese Eindrücke wurden zu Zeichnungen. In ihrer Verschlüsselung liegt die Botschaft. In Latos Werkstatt bastelte er daraus eine Art von Stillleben/ stillleven – still gleich unbewegt, leven gleich Dasein.

Und so sieht es aus:

Hoeven Tour2

Also: Lato ist ein zweites Mal nach Hoeven gereist und hat den Ort aus der Ferne besucht. Wie schon von ihm erwartet hat er dabei im virtuellen Hoeven, oberhalb des Rondwegs , einen Metallschatz gefunden, der aus mehreren Teilen besteht! Das Ministerium für „beelden op de kaart“ nennt den Fund einen von hoher künstlerischer Bedeutung !!!Lato machte diese Entdeckung mit einem Minelab CTX 3030, den er bei Detector Plaza in Hoeven gekauft haben könnte.Wir alle sind natürlich sehr stolz auf Lato und gratulieren ihm zu diesem fantastischen Fund !!!

Und das ist sein Schatz.:

Hoeven Tour3

Lato ist ein drittes Mal nach Hoeven gereist. Diesmal ging es um Füße. Er hat sich gefreut, dass die Podotherapie im Ort ihm das Fotografieren von Kunden und insbesondere von deren Füßen erlaubt hat: sehr großzügig das Ganze, sehr liberal die Menschen. Das Motto lautete: zeigt her Eure Füße.

Und das sind drei der vielen : 

(das ist Lato: https://issuu.com/juergenkuester/docs/lato__das_buch1 )

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