Der Gedanke geht so: Mobil sein bedeutet sich zwischen Orten zu bewegen und sich gleichzeitig mit deren Gegebenheiten zu verorten. Wer sich verortet, der ist existent.
Jürgen sucht an fremden Orten immer nach kleinen Fundstücken, die er vom Boden aufhebt und sich zeichnerisch aneignet. Wenn er sie so festhält, dann ist er verbunden. So glaubt er.
Juergen meinte, ich solle den Blog nicht verweisen lassen, auch wenn ich mit dem Wohnmobil im Süden unterwegs wäre. Also veröffentliche ich jetzt als erstes eine kleine Skizze aus Juergen’s Skizzen- und Kritzelbuch.
Utz Benkel hat über die sozialen Medien zu einem neuen Projekt eingeladen: Thema „Handschlag“. Jürgen hat sich mit einem Linolschnitt beworben. Mal schauen, was daraus wird.
Das Wunder bestehe darin, so Jürgen, dass immer, wenn er die Kamera über die Schulter werfe und durch die Landschaft streife, dann sei da ein Motiv, dass es wert sei fotografiert zu werden. Etwas gehe immer. Immer! Und genau diese Bilder erzählen ihm wie die Welt sei.
Buchalov | Altglasfotografie | Pentax K30 mit Tokina 135mm, 1:2,8
Drei Bilder, eher so nebenbei entstanden und von denen Jürgen nicht weiß, welcher tieferer Sinn dahintersteckt. Vielleicht ist es nur Spielerei. Vielleicht ist es aber auch mehr.
Mail – Art | send | the gate | auf Antwort hoffend
the gate
Mail – Art muss ja nicht versendet werde, sie kann auch persönlich übergeben werden. So auch diese hier: bei der Vernissage zur Kunstausstellung in Straelen Ende März 26.
Buchalov | Altglasfotografie | Objektiv Nikon 1:2/50mm adaptiert mit 3D Adapter auf Sony NEX5, versehen mit einer Schlitz-Papierblende aus Transparentpapier,
Manchmal muss man sich nicht um eine Ausstellung bemühen, sondern sie kommt zu einem selbst. So auch in diesem Falle: Ralf Buchholz als Organisator bat Juergen an der zweiten großen Ausstellung in der „Statt-Galerie/Alter Chinese“ in Straelen teilzunehmen. Juergen hat gerne zugesagt und eine kleine Rauminstallation im morbiden Ambiente realisiert.Das hat ihm gefallen.
Termin: 28. März bis 18.April 2026, samstags 12-16 Uhr
Diese Druckgrafiken haben keinen inhaltlichen Zusammenhang zum Thema Zwickel, obwohl sie während der Zeit im Zwickelbüro entstanden sind. So ist das eben, wenn man experimentiert.
Susanne Haunund Jürgen schicken sich in unregelmässigen Abständen schon seit Jahren Satzfetzen zu, die der andere literarisch und visuell ergänzen darf. Sie haben daran so ihre Freude. Auf Instagram kann man einen Teil der Ergebnisse sehen: https://www.instagram.com/projektohnenamen/.
Susanne schrieb: „Eine Zugfahrt die ist lustig …“
Und Jürgen meinte: „Na ja, ich bin ja lange nicht mehr mit dem Zug gefahren, aber dennoch weiß ich: wenn man einmal auf seinem Sitzplatz sitzt, alles Logistische erledigt ist und man alles verstaut hat, der Zug Fahrt aufgenommen hat und so vor sich hin gleitet: dann ist es immer das Schönste, wenn man aus dem Fenster schaut und alles an sich vorbeirauschen lässt. Das ist lustig. Und beruhigend. Und meditativ.“
Also ergänze ich „…wenn man am Fenster sitzen kann, herausschaut und Haus und Wald vorbeihuschen“. Der gesamte Satz lautet also nun: „Eine Zugfahrt die ist lustig, wenn man am Fenster sitzen kann, herausschaut und Haus und Wald vorbeihuschen.“
Jürgen schickt an Susanne nun folgenden Halbsatz #108:„Ich wünsche mir das jeder Kuss ….“
Buchalov“ und „der Löwe“ realisieren das gemeinsame Fotoprojekt „pingpongpeng“. Beide verwenden das gleiche Fotoequipment und man führt damit das Bild des Vorgängers fort – inhaltlich oder formal oder motivisch.
Der Löwe hat mit seiner Aufnahme von den Emmerkörnern auf das Vorgängerbild von Buchalov mit „seiner Löwenbäckerei“ reagiert: s.hier: >>>>>
Buchalov sagt über sein Nachfolge-Foto: „Das „Emmer-Foto“ des Löwen führte mich an einen Endpunkt. Wie soll man ein paar Körner, die als Urgetreide gelten, bildnerisch fortführen. Da war kein Anpack, kein Impuls, nichts. Dann sagte M., dass ich doch unser Vogelfutter als Motiv nehmen könne. Und zusätzlich kam da das bestellte Buch über die Mythen bei Beuys herein, in dem ich „die liegende Frau mit dem Samen“ sah. Da hatte ich dann zwei Motive, die passten. Auf der Terrasse habe ich die Vogelfutterstation fotografiert und auf einem Resteblatt habe ich eine Liegende gezeichnet und mit Sonnenblumenkernen bestreut. Bei Beuys sind ja Samen und Keimlinge zentral, denn sie sind für ihn Ausgangspunkt für neues Leben, für Gestaltwerdung und Erneuerung. Das gefällt mir.“
Kamera: Sony A 7ii Objektiv: Heidosmat Diaobjektiv 2,8/85 mittels 3D-Druckadapter auf M42 adaptiert mit einfacher Aufsteckschlitzblende