Hoogen Dyck | Wandbild | it isn’t the end | part 1

Der Hoogen Dyck ist ein Wirtschaftsweg in der Nähe von Kerken am Niederrhein und den untersucht Jürgen schon seit geraumer Zeit. Hin und wieder ist er vor Ort und in den beiden Ateliers wird das Gesehen verarbeitet. Ein Ende ist offenbar noch nicht in Sicht.

Buchalov

Nostalgie oder Zukunft? | Vintageobjektive | Altglasfotografie |

„Als ich jung war und damit meine ich, dass ich so um die zwanzig war, da habe ich mir eine analoge Spiegelreflexkamera gekauft, Mamiya Sekor, vom Mund abgespart, und habe so manche Stunde damit rumfotografiert, habe im kleinen Badezimmer, das zur Dunkelkammer wurde, entwickelt und mit den Ergebnissen experimentiert und dort die Bilder dieser Kamera in Form gebracht. Dann kamen die anderen Zeiten mit der Musik, dem Zeichnen, den Texten, dem Malen und dem Drucken.

Und jetzt bin ich wieder dort fotografisch angelangt, wo ich als junger Mann schon einmal war und fotografiere und experimentiere mit analogen Vintage- Objektiven und einer gebrauchten digitalen Kamera. Ist das jetzt Nostalgie oder ein Schritt in die Zukunft? Schließt sich ein Kreis oder führt das nach vorne.“ Jürgen macht sich Gedanken.

Buchalov

ABC – Projekt: X wie Platzhalter | Altglasphotographie

In der Mathematik benutzt man X als Variable. Oder als Platzhalter. Und da mir für X kein niederrheinisches Motiv beim ABC – Projekt vor die Linse kam, der Dom in Xanten wäre vielleicht eine Möglichkeit gewesen, nehme ich ein X, das ich in meinem Atelier in Geldern gefunden habe und jeder kann sich seinen niederrheinischen Teil als Platzhalter bei meinem fotografischen Spaziergang im Wald zwischen Wachtendonk und Kerken denken.

Hier geht es zum Projekt: >>>> https://wortman.wordpress.com/2020/12/30/noch-einmal-das-neue-alte-projekt-abc/

Buchalov

nach den Kerzen sind sie nicht gerannt | Gespräch am Nebentisch | Altglasfotografie

Sie haben über die Religiosität der Frauen zuhause geredet. Die in alten Zeiten. Jürgen und ich saßen im Cafe und mussten mithören.

Es war ein Altherrengespräch am Nebentisch und die Drei hatten „mit nichts was an der Backe“: über jeden und alles wurde geredet und auch gelästert. Alle durften offen mithören. Es galt die Zeit im Cafe totzuschlagen. Und als die eigenen Mütter und ihre Lebensleistung in den Focus kamen, war der Weg nicht weit zur Frage nach der Religiosität in alten Zeiten. Ergebnis: nach den Kerzen sind sie nicht gerannt. Sie schienen auch im Nachhinein noch erleichtert über diese Tatsache.

Buchalov

aus Latos Werkstatt | for Myriades Impulswerkstatt and for me, because things could come together | about the meaning of the red line |

Ein Bild vom Meer, ein Portrait, eine Überblendung, ein paar Bänke, ein abstraktes Zwickelbild. Alles das liegt auf Latos Arbeitstisch in seiner Werkstatt, und es schaut ihn an, und er schaut zurück.

Lato ist viel unterwegs. Gedanklich und real. Denn Lato sucht. Es ist immer die gleiche Frage, die ihn treibt: wie geht Leben?

Und wenn er dann in seiner Werkstatt sitzt und die Dinge an sich vorbeigleiten lässt, dann sucht er auch nach der roten Linie, der Verbindung zwischen dem, was er gesehen bzw. getan hat und dem, was da an Bildern vor ihm liegt. Der rote Faden, wenn er ihn denn findet, zeigt ihm, dass die Dinge zusammenhängen. Alle. Irgendwie. Denn das ist auch so eine Theorie vom Leben, die man glauben kann oder nicht. Dahinein gehört auch die Idee vom Rhizom und dass alles wild wuchernd durch unser Leben wabbert, miteinander verbunden, und dass das Entdecken von Sprossungen so wichtig ist.

Der rote Faden hier, und Lato blickte auf den Tisch und auf die Bilder, sei wohl die Sehnsucht, meinte er, die Sehnsucht von der Weite und wilden Freiheit, die Sehnsucht nach dem Wissen um die vielen Schichten, die uns umgeben, die Sehnsucht danach, mehr als nur ein Gesicht zu sein, die Sehnsucht nach der Ruhe und dem besonderen Ort, und letztendlich die Sehnsucht nach dem, was uns alle verbinden kann und sollte.

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P.S. Wer ist Lato? Was verbirgt sich dahinter: Hier der Link: >>> Lato <<<

Und hier der Link zur Impulswerkstatt: >>> Myriades Impulswerkstatt

Buchalov/Jürgen

the last rose of summer | Altglasfotografie | a spontaneous last garden walk |

Letzte Rosen, letzte Blüten: der Herbst geht zu Ende. Rilke geistert durch den Raum, ebenso Tom Waits. Und Jürgen fotografiert mit den alten Objektiven in seinem Garten. Und damit befindet er sich in guter Gesellschaft: >>> [ last rosé of summer ] <<<

(die Objektive: Heidosmat 2,8/85, Domiplan 2,8/50, Mamiya 1,8/55, alle auf Sony NEX 5)

Buchalov

Projektohnenamen #75 | S: „Handstandmachend schaue ich aus dem Fenster …“ |

Weil Jürgen so lange im Süden unterwegs war, hat es diesmal gedauert bis er auf Susannes Halbsatz geantwortet hat. Jürgen und Susanne schicken sich nämlich im Wechsel immer Halbsätze zu, die der andere vervollständigen soll. Literarisch und zeichnerisch. Das Vorhaben nennt sich „Projektohnenamen“.

Susanne schrieb: „Handstand machend schaue ich aus dem Fenster …“ und Jürgen vervollständigte „…… und denke, ich sei Herr Baselitz.“

Zur Verfügung stand auch Folgendes:

… und bilde mir ein ich sei der Herr Baselitz

… und sogar die Zahlen stehen Kopf

.. und man sieht den Boden vor sich

… und Ich schließe die Auge

Der Herr Baselitz ist es geworden. Es war so wohl am Einfachsten.

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Für Susanne hat Jürgen jetzt folgenden Satz: „Ein Kuckkuckskind weiß …“

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Auf Instagram kann man das Projekt verfolgen: >>> [ Projektohnenamen ] <<<<

Buchalov