Sion oder Zion: ein Hoffnungsort, der Ort der Verheißung, der heilige Ort. Vielleicht auch ein Ort der Versöhnung.
Die KI von Google schreibt: „Der Begriff „Zion“ bedeutet im Hebräischen „Zeichen“ oder „Signum“, was auf einen markierten, heiligen Ort hinweist. Er dient oft als Metapher für das himmlische oder irdische Jerusalem.“
Juergen findet jeden Gedanken, der in Richtung Zuversicht und Frieden geht, gut. Und kombiniert ihn mit Wächterfiguren.
Buchalov“ und „der Löwe“ realisieren das gemeinsame Fotoprojekt „pingpongpeng“. Beide verwenden das gleiche Fotoequipment und man führt damit das Bild des Vorgängers fort – inhaltlich oder formal oder motivisch.
Der Löwe meinte: “„… Es muss was total anderes her … seit langem geistert beim Löwen der Gedanke eines Flaschengartens (Hermetosphäre) herum.… dann war da ein leeres Gurkenglass mit Schraubdeckel … wird genommen … dann erinnerte sich der Löwe an ein Video, in dem jemand Pfützenwasser, Steine in ein Flaschengarten getan und den Vortschritt dokumentiert hat… Regeln?… Nö, ein paar Steine rein, dazu algiges abgestandenes Regenwasser, da wird ja sicher etwas drin sein … etwas Moos … Erde, Deckel drauf … und dann heißt es warten … So nun kommt der schwierige Teil, wie kann ich an Buchalovs Vorgabebilder anknüpfen … Also mit Butter ala Beuys kann ich nicht dienen … das Vogelfutter ist in einem Gefäß, erste Gemeinsamkeit … Vogelfutter dient dem Lebenserhalt … so ein Flaschengarten möchte auch eine Lebensgrundlage bieten… zweite Gemeinsamkeit … Keimlinge werden sicher auch im Flaschengarten sein … dritte Gemeinsamkeit… das Ökosystem im Flaschengarten soll sich ja auch immer wieder Erneuern … vierte Gemeinsamkeit … keine Gemeinsamkeit, ist die durchgeknallte Fortsetzungsidee vom Löwen … bei dem hat es oben etwas zu viel peng gemacht …“ Das Bildmotto lautet daher: „Der durchgeknallte Löwe und die Hermetosphäre“
Jürgen sagt zu seinem Foto: „Das mit der Hermethosphäre ist schon faszinierend. Die Wand des Gurkenglases wirkt wie ein Filter. und das, was da hinter wächst, wirkt entrückt und rätselhaft. Die Wand einer Plastikflasche ist ebenfalls ein Filter. Und ein Metalteil beim Camping unter der Plastikflasche – warum nicht. Die drei Altglasfotos dieser Dinge wurden mit einem Bildbearbeitungsprogramm im iPhone überblendet. Fertig!“
Pingpongpeng #143
Ein Bild, das es nicht geschafft hat:
Kamera: Sony NEX5 Objektiv: Astro-Kino-Color IV f1.6 50mm mittels 3D-Druckadapter auf M42 short adaptiert
“Krieg und Frieden”, so lautete der Titel der Ausstellung am Wasserturm in Geldern im Rahmen der Kreis Klever Kulturtage. Das hier sollte Jürgens Beitrag werden. Es kam nicht dazu. Jürgen war leider verhindert.
Der Gedanke geht so: Mobil sein bedeutet sich zwischen Orten zu bewegen und sich gleichzeitig mit deren Gegebenheiten zu verorten. Wer sich verortet, der ist existent.
Jürgen sucht an fremden Orten immer nach kleinen Fundstücken, die er vom Boden aufhebt und sich zeichnerisch aneignet. Wenn er sie so festhält, dann ist er verbunden. So glaubt er.
Juergen meinte, ich solle den Blog nicht verweisen lassen, auch wenn ich mit dem Wohnmobil im Süden unterwegs wäre. Also veröffentliche ich jetzt als erstes eine kleine Skizze aus Juergen’s Skizzen- und Kritzelbuch.
Utz Benkel hat über die sozialen Medien zu einem neuen Projekt eingeladen: Thema „Handschlag“. Jürgen hat sich mit einem Linolschnitt beworben. Mal schauen, was daraus wird.
Das Wunder bestehe darin, so Jürgen, dass immer, wenn er die Kamera über die Schulter werfe und durch die Landschaft streife, dann sei da ein Motiv, dass es wert sei fotografiert zu werden. Etwas gehe immer. Immer! Und genau diese Bilder erzählen ihm wie die Welt sei.
Buchalov | Altglasfotografie | Pentax K30 mit Tokina 135mm, 1:2,8
Drei Bilder, eher so nebenbei entstanden und von denen Jürgen nicht weiß, welcher tieferer Sinn dahintersteckt. Vielleicht ist es nur Spielerei. Vielleicht ist es aber auch mehr.
Mail – Art | send | the gate | auf Antwort hoffend
the gate
Mail – Art muss ja nicht versendet werde, sie kann auch persönlich übergeben werden. So auch diese hier: bei der Vernissage zur Kunstausstellung in Straelen Ende März 26.
Buchalov | Altglasfotografie | Objektiv Nikon 1:2/50mm adaptiert mit 3D Adapter auf Sony NEX5, versehen mit einer Schlitz-Papierblende aus Transparentpapier,
Manchmal muss man sich nicht um eine Ausstellung bemühen, sondern sie kommt zu einem selbst. So auch in diesem Falle: Ralf Buchholz als Organisator bat Juergen an der zweiten großen Ausstellung in der „Statt-Galerie/Alter Chinese“ in Straelen teilzunehmen. Juergen hat gerne zugesagt und eine kleine Rauminstallation im morbiden Ambiente realisiert.Das hat ihm gefallen.
Termin: 28. März bis 18.April 2026, samstags 12-16 Uhr
Susanne Haunund Jürgen schicken sich in unregelmässigen Abständen schon seit Jahren Satzfetzen zu, die der andere literarisch und visuell ergänzen darf. Sie haben daran so ihre Freude. Auf Instagram kann man einen Teil der Ergebnisse sehen: https://www.instagram.com/projektohnenamen/.
Susanne schrieb: „Eine Zugfahrt die ist lustig …“
Und Jürgen meinte: „Na ja, ich bin ja lange nicht mehr mit dem Zug gefahren, aber dennoch weiß ich: wenn man einmal auf seinem Sitzplatz sitzt, alles Logistische erledigt ist und man alles verstaut hat, der Zug Fahrt aufgenommen hat und so vor sich hin gleitet: dann ist es immer das Schönste, wenn man aus dem Fenster schaut und alles an sich vorbeirauschen lässt. Das ist lustig. Und beruhigend. Und meditativ.“
Also ergänze ich „…wenn man am Fenster sitzen kann, herausschaut und Haus und Wald vorbeihuschen“. Der gesamte Satz lautet also nun: „Eine Zugfahrt die ist lustig, wenn man am Fenster sitzen kann, herausschaut und Haus und Wald vorbeihuschen.“
Jürgen schickt an Susanne nun folgenden Halbsatz #108:„Ich wünsche mir das jeder Kuss ….“