Projekte 2018

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Ich habe für Juergen mal das zusammengetragen, was bisher für 2018 an Projekten und Kooperationen ansteht.  Da ist ganz schön was zusammengekommen, finde ich. Aber endgültig ist das wahrscheinlich auch noch nicht, mal schauen. Seine Planung läuft. Und wie das so mit Planungen ist …

Hier der Link: >>> https://juergenkuester.net/projekte-und-ausstellungen/ <<<

Buchalov

Tuschewoche

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Es gab mal über Jahre einmal im Monat am zweiten Sonntag bei Juergen einen Kunstsalon – mit Einladung, mit selbstgebackenem Kuchen, mit Kunst zum Schauen und zum Diskutieren. Er nannte ihn „2SIM“, und er hat dieses Projekt im Februar beendet. Die Gründe sind vielfältig: zu wenig Resonanz, zu wenig Künstler, die etwas vorstellen wollten, zu viel Vorbereitungsaufwand, zu wenig Dialog.

Wie er mir heute sagte, aber das hat er mir schon öfter mitgeteilt, legt er den Schwerpunkt des Austausches mit anderen jetzt einfach anders: er fährt die „Buchalovs Freunde Tour“ einmal oder zweimal im Jahr  und sucht sich „dialogische Partner“, mit denen er eine Woche und das mehrmals im Jahr arbeitet, sich austauscht, rumspielt, etwas versucht und den Dingen auf der Spur ist.

Dann sind da noch die zwei Internetprojekte mit „Susanne Haun“ und „Hikeonart“, die er besonders spannend findet.

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Nächste Woche ist es mal wieder soweit: dann läuft die „Tuschewoche“ mit Gaby, Andrea, Tobias und Rolf aus der Ateliergemeinschaft. Von der Künstlergruppe „MachArt“ werden drei Künstlerinnen teilnehmen: Martina, Elke und Antje. Von der Planung her ist Juergen sehr unbefangen. Das werde alles schon irgendwie, sagte er mir heute morgen. Geplant sei da nicht viel. Die Tusche stehe im Mittelpunkt. Man werde sich in den Ateliers am Ostwall treffen, Raum sei genug vorhanden, man werde arbeiten, sich austauschen, sich gegenseitig die Ergebnisse zeigen, kommen und gehen, wann man möchte, vielleicht auch nichts arbeiten und nur anwesend sein, wer wisse das schon alles. Ein paar Gäste wollten auch vorbeikommen. Juergen freut sich jedenfalls schon massig.

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Projekt ohne Namen: „Eine Linie biegt sich nach links und rechts, um dann …“

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Susanne schrieb: „Eine Linie biegt sich nach links und rechts, um dann …“

Und Juergen antwortete: „… an den Rändern des Blattes zu verschwinden.“

Ja so ist das! Susanne und Juergen schicken sich ja in unregelmässigen Abständen diese halben, unfertigen Sätze zu, die der andere bildnerisch und textlich vollenden soll. Diesmal war Juergen nach langer Zeit mal wieder dran. Und er hat es sich nicht leicht gemacht, viele Versuche sind entstanden, aber er hat sich letztendlich für die ganz reduzierte Form entschieden – ein wenig ist mehr. Manchmal jedenfalls.

Und an Susanne schickt er nun folgenden Satzanfang:  „Wenn ich mit dem Finger schnipse, …“

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P.S. Die bisherigen Ergebnisse sind hier einsehbar: >>> [ … ] <<< , bitte klicken!

 

„die Prinzessinnen und der Prinz“: weiter gehts!

Juergen hat eines der Bilder, die ihm von Heike zugeschickt wurden, fertiggestellt: das Porträt von Susanne. Ein Porträt von Heike hat er bearbeitet. Und ein weiteres Porträt hat er von sich selbst erstellt. Das geht jetzt alles postalisch an Susanne Haun.

Die Absprache in dem Projekt von Heike und Susanne und ihm ist ja, dass man das zugeschickte Porträt übermalt, aber Juergen kann sich dazu nicht so recht aufraffen. Denn wenn er übermalt, ist alles so endgültig. Und daher überklebt er lieber, denn dann kann er vorher alles auflegen und anlegen und die Wirkung ausprobieren und sehen und entscheiden. Ihm fällt das alles sehr schwer, denn alles in den Bildern ist ihm zu viel: zu viele Bild – Elemente, zu viele Spuren, zu viel Spontanes, zu viele Materialien, zu viel von allem, da ja drei Personen ihre Spuren hinterlassen. Und wenn er Bilder bekommt, scheinen sie ihm oft fertig zu sein, und wenn er Bilder weiterschickt, sind sie für ihn auch fertig. Wenn es fertig ist, dann ist es ja gut. Und wenn es dann wieder überarbeitet wird, wird es nicht unbedingt besser. Und das alles wird dann wieder aufgehoben. Das sei eine seltsame Erfahrung für ihn, mit der er so nicht gerechnet habe.

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Projekt ohne Namen: „Worte sind immer …“

Susanne schrieb: „Worte sind immer …“

Und Juergen antwortete: „… gut oder böse.“

Er hat sich für diese kurze Version entschieden, spontan, aus dem Bauch heraus, weil er kurz vorher ein Gespräch mit einer befreundeten Künstlerin hatte und den Beiden dabei das Thema „gut und böse“ über den Weg gelaufen war.

In seinem Notizbuch hatte er schon vor Wochen dagegen etwas anderes notiert: Worte sind immer und wenn sie enden, und sie werden enden, dann füllen sie den Raum und bleiben als ewiges Licht.  Und: Worte sind immer und nie und einfach und doppelt, sagte Herkules zu Lato. Diese Lösungen hat er nun verworfen – sie seien zu umständlich, zu pathetisch, wie er fand. Obwohl sie ihm nahe seien, denn er habe sie im Halbschlaf geträumt – so behauptet er jedenfalls überzeugend.

Susanne und Juergen befinden sich schon seit geraumer Zeit im literarischen und zeichnerischen Dialog. Sie schicken sich gegenseitig halbfertige Sätze zu, die der andere vervollständigen soll. Auch zeichnerisch.

Und Juergen schickt Susanne nun folgenden Satz:  „Mein Engelchen, ich sage Dir …“

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