Hintergrund

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Es ist ein Kreuz mit den Hintergründen. Mal ergeben sie sich für Juergen bei seinen Bildern fast automatisch, weil sie sich aus der Komplexitatät des Motiv wie von selbst erzeugen, mal konstruiert er sich da was zusammen, was ihn nicht ganz glücklich macht. Zur Theorie des Hintergrundes hat er noch nichts gelesen.

Was ihm denn wichtig sei, habe ich ihn gefragt? Lebendigkeit und Tiefe, das sei es, in der Regel. Klar, es gebe auch Motive, die ohne Hintergrund auskommen sollten. Aber ansonsten: Das Energetische des Hintergrundes soll auf das Motiv belebend wirken. Manchmal sogar beleben. Erzeugung von Tiefe. Das zentrale Motiv halten, fixieren.

Er weiß, dass die Hintergründe, sogar die Beschaffenheit des Papiers, ein gestalterisches Mittel sind. Und weil er es weiss, möchte er es bewusst einsetzen und versucht Klarheit zu bekommen.

Und während ich schreibe ruft er mir zu: „Hintergründe sind das Gegenteil von Leere“. Und dann: „Ohne Vordergrund kein Hintergrund und umgekehrt.“ Und schließlich: „Ein Hintergrund kann alles sein.“

Buchalov

Leer?

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Nicht jeder Tag sei wie der andere. Klar, eine Binsenweisheit. Nicht immer und nicht stetig sprudeln die Ideen aus einem heraus. Manchmal falle einem einfach nichts ein – so als sei man leer. So gehe es ihm nun nach der langen Fahrt zurück aus dem Süden. Manchmal sei das, was man sehe, auch einfach anregungsarm.

Jürgen grummelt mal wieder rum.

(Zwischengefunkt: was ist das denn fuer ein Wort „anregungsarm“. Und wo kommt das her?)

Als genau Schauender sei ja, so Juergen, möglichweise jedes Motiv ein künstlerisches. Wenn man wolle. Und wenn es ins Konzept passe. Oder die Funken sprühen würden.

Buchalov