Zwischenschritte

HipstamaticPhoto-537274718.316370

Juergen bat mich heute, drei Bilder von den Zwischenschritten seiner aktuellen Arbeit zu zeigen. Das sei manchmal ja auch ganz interessant. Tue ich von daher gerne.

Morgen, so meinte er, mache er weiter mit seinen „Horchgeräten“ und dem Druck der Holzschnitte.

Buchalov

stellvertretend

IMG_1705

Juergen meinte, dass dieses Bild für ganz schön viele Dinge stellvertretend stehe:

für eine Ortsmarke

für eine Zeichnung mit seinem neuen Tuschefüller, weil Susanne Haun immer von ihren Füllern schwärme

für die Ankündigung einiger Blog-Artikel in der nächsten Woche zur abgelaufenen „Buchalovs Freunde Tour“ in die Schweiz, die zu sofasophia“ und „irgendlink“ führte

und für den Hinweis, dass nächste Woche seine Rhizomwoche bei Barbara in Busch8 starte.

Buchalov

ein Plan, eine Methode

IMG_8761

Juergen ist da so hineingeschlittert. Und merkt nun, dass es ihm einiges abverlangt.

Wovon ich rede?
Susanne Haun und Heike Schnittker haben als er noch in Süddeutschland unterwegs war ein zeichnerisches oder malerisches Projekt angestoßen, bei dem es darum geht, erstellte Selbstportraits durch den anderen übermalen zu lassen. Und sie haben Juergen einbezogen. Das freut ihn sehr, es sei ein Zeichen von Wertschätzung sagte er, und er mache da gerne mit. Ich soll danke sagen.

Ich kenne Juergen ja ganz gut, und ich habe mir schon gedacht, dass er sich der großen Anforderung, davon hat er nämlich geredet, stellen wird, indem er sich einen Plan macht. Oder eine Methode festlegt. Um das Ganze zu meistern. Hat er auch getan.

Juergen hat nun einen Rapport begonnen, neben der Arbeit an den Bildern, in dem er alles das, was ihn zu dem Vorhaben bewegt, niederschreibt. Er kreist also das Ganze gedanklich und literarisch ein. Er versucht sich Halt zu geben. Und hat parallel dazu mit der praktischen Arbeit begonnen.

Im Atelier ist er daher auch schon gewesen und hat die Selbstportraits gemalt, die er an Heike und Susanne weitersenden soll, damit diese sie übermalen.

Dem Projekt fehle auch noch ein Arbeitstitel, meinte er zu mir. Bei Juergen müssen die Dinge nämlich immer einen Namen haben. Den „klebt“ er dann auf die Projekt – Schublade.

Buchalov

 

hin und her

Juergen erzählte, dass er beim Aufräumen im Haus seiner Mutter einen Postkartensatz mit Abbildungen von „Tilmann Riemenschneider – Figuren“ gefunden habe. Die arrangiert er jetzt auf seinem großen Tische, hin und her. Er will etwas damit machen, weiß aber noch nicht was. Er versucht und experimentiert.

Und er sei richtig begeistert  über das, was er da gefunden habe. Er könne diese Bilder immer wieder betrachten. Die hätten was. Wenn er glaubt, etwas gefunden zu haben, kritzelt er Worte auf seinen Tisch. Das habe ich selbst beobachtet.

Und er frage sich, ob er nostalgisch sei oder vielleicht auch zu sehr nach hinten gerichtet oder einfach nur interessiert – wegen der Motive, dem Material und der Zeit.

Buchalov

nicht nur ein Druckstock

Das ist der Teil eines Bodenbelages aus Linoleum, der neu verlegt wird. In einem Baumarkt. Und Rudolf der Bildhauer sieht dies und nimmt eine Reststück mit. Für Juergen, weil er glaubt, dass dieser damit sicher drucktechnisch im Atelier „Zellek4“ was anfangen kann. Experimentieren vielleicht.

Das ist nicht nur eine nette Handlung. Rudolf denkt auch außerhalb des Ateliers an Juergen. Dies ist ein Zeichen von Verbundenheit zwischen den beiden.

Und eine interessante Form hat das Teil auch noch.

Buchalov