Projekt ohne Namen: „Bla ist grüner als La blau…“

Szene Eins: wie sitzen am Frühstückstisch und werfen uns gegenseitig halbe Sätze zu, die irgendwie mit dem ersten Satz von Susanne Haun, den man oben lesen kann, zu tun haben.

Szene zwei: Jürgen erfindet Halbsätze ohne Sinn und Verstand – einfach so.

Szene drei: es gibt so tolle Tiere. Man könnte eines davon im farbigen Zusammenhang verwenden.

Ihr fragt Euch sicher, wovon ich schreibe. Das Projekt “Projektohnenamen” geht weiter. Dabei schicken sich Susanne Haun und Juergen gegenseitig Halbsätze zu, die der andere vervollständigen soll und zusätzlich visualisiert. Surreales, Nonsens, Dada, Ernstes, Alltägliches: alles das ist möglich. Der letzte Beitrag erschien im November 2020. Aber jetzt geht es weiter. Und oben habe ich beschrieben wie Jürgen und ich diesmal mit der letzten Zusendung von Susanne umgegangen sind.

Susannes Halbsatz lautete: „Bla ist grüner als La blau…“

Und Juergen antwortet nun: „… und der Schleimpilz schweigt ein Gelb.“

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Und nun schickt er an Susanne den Halbsatz: der Berg, das Boot, der Baum und schon …

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corona notes2: Stichworte

(am Anfang steht immer die Skizze)

Also, meinte Jürgen. Jetzt wolle er noch einmal in einem letzten zusammenfassenden Akt alle Stichworte zu Thema „Corona“, die ihm so in den letzten Wochen über den Weg gelaufen seien, auflisten. Das gebe die thematische Gemengelage, die seltsamen Positionen, die befremdlichen Diskussionen und die Gereiztheit ganz gut wieder. Er jedenfalls sei ihm Moment vom Kopf her in seinen Postionen ziemlich klar. Mehr sei ja auch nicht beabsichtigt gewesen.

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ein paar Kronen

Zwei Kronen, altes Material, irgendwie altbacken, hat Jürgen in seinem Atelier gefunden. Die beiden Kronen haben auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel und gehörten mal zum Thema „Blumenkönig“.

Und da er die Papierarbeiten auch immer gerne um etwas Plastisches, ebenfalls aus Papier ergänzt, ist ja genug im Atelier vorhanden, sind weitere drei Kronen entstanden. Sie gehören zu den „corona notes“.

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corona notes2: Leporello

Da gibt es eine Restepapierrolle – von wo auch immer, geschenkt wahrscheinlich.

Da gibt es einen langen Tisch.

Da gibt es den Versuch, das Papier auf diesem langen Tisch auszurollen und mit farbigen Kreisen zu versehen.

Und da gibt es am Schluss dann einen langen Papierstreifen, der alle wichtigen Linolschnitte zu „corona notes2“ enthält und der gefaltet zum Leporello werden wird – in den nächsten Tagen.

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„corona notes2“: Wandtafeln

Also, die Anzahl der kleinformatigen Linolschnitte habe ich nicht gezählt. Jürgen wohl auch nicht. Vielleicht hat er auch den Überblick verloren. Bestimmt! Denn wer zählt, hat einen roten Faden. Und Halt. Und den hat Juergen bei diesem Thema momentan nicht. Stattdessen experimentiert er, denkt viel nach, liest einiges, hört manches und spielt mit dem Material herum.

Auf zwei Wandtafeln verteilt – er nennt das so, weil es ihn an die Wandtafeln in der Schule erinnert, die mit dem Rundholz oben, an einer Kordel aufgehängt – auf zwei Wandtafeln also hat er die wichtigsten Motive aufgedruckt. Das Papier war mal wieder Restepapier aus seinem großen Papierhaufen, der rechts hinterm Eingang im Atelier liegt.

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Projekt ABC: A wie Atelier!

Wöchentlich ein Photo, beginnend am 10-01-2021 mit dem Buchstaben A. Ich habe von dieser Sache Jürgen erzählt, und er meinte, da finde sich sicherlich etwas. Oben sein Bild, ein Blick in den Druckraum und das Lager seines Ateliers.

Hier der Link zum Projektaufruf: >>> […Wortman …] <<<

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für Myriades Impulswerkstatt: die Null

Myriades Impulswerkstatt, s. hier >>>, enthält als möglichen kreativen Impuls immer ein paar Photos. Da Jürgen ein bequemer Geist ist, entsteht beim ihm als Impuls eigentlich nichts Neues, wenn er die Bilder sieht, sondern er überlegt immer ganz kurz, ob es motivisch etwas aus seinem Bestand gibt, dass mit diesen Bildmotiven korrespondiert, und dann zeigt er es. Myriades Impuls reicht also bei ihm nicht allzu weit.

Diesmal seien es die Halbkreise, die ihn erinnert hätten, und ihn folgendes zeigen lassen:

Dieser Holzschnitt ist zum Thema „die Null“ entstanden, einer Collaboration mit Susanne Haun in 2016. Hier kann man auf meinem Blog noch mehr sehen: >>> [die Null ] <<<

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corona notes: noch ein paar Sätze

Dass Jürgen sich wieder einmal mit Corona beschäftigt beruht darauf, dass der Virus ihm sehr nahe gekommen ist und auf der Tatsache, dass es einen zweiten Lockdown gibt. Die Beschäftigung mit dem Stichwort Corona soll wieder helfen zu klären, zu begreifen, zu verstehen.

Aber diesmal ist es für ihn, wie er sagt, anders als beim ersten male im Frühjahr. Damals hiess es “Corona notes1” ( hier klicken >>> ) und „als Lato sich isolierte“ ( hier klicken >>>). Damals war alles diffus, ohne Struktur, wild und scheinbar mit wenig Perspektive versehen. Seine damaligen Skizzen und Bilder im Druckskizzenbuch sahen auch entsprechend aus: wild, ungestüm, geschmiert, gekritzelt, ohne festen Halt, strukturlos, suchend, getrieben,

Das hat sich jetzt geändert. Das,was momentan zu Corinna entsteht sind Linolschnitte und sie haben mehr Festigkeit, sind klarer, kontrollierter. Es gibt Überschriften: Krone/Corona und Lebensrad und Transformation und Skelett/Tod und Behälter und Triange und diversem Füllmaterial. Und das, obwohl die Situation was die Anzahl der Toten Infizieren anbelangt, um ein vielfaches schrecklicher ist als im Frühjahr.

Lange hat er an der Form der Darstellung „gebastelt“. Aber die ist nun in den letzten Tagen klarer geworden. Es entstehen zwei Druckskizzenbücher, Einzeldrucke auf dem Restepapier eines Ausstellungskataloges von Klaus Harth, zwei Tafeln mit Coronamotiven und ein Fries, der vielleicht noch zum Leporello werden kann – klingt alles ganz gut.

Ist so etwas überhaupt ein Thema für die künstlerische Beschäftigung? Fehlt da nicht der zeitliche Abstand? Der Blick aus der Megaperspektive? Ist das nicht noch viel zu nahe an einem dran? Eure Meinung würde mich interessieren. Für Jürgen hat die Beschäftigung mit dem Thema Corinna eine psychohygienische Funktion. Die jetzt entstehenden Arbeiten sollen helfen zu verstehen und ihm die kreative Lockerheit zurückgeben. Er möchte sich seine Gelassenheit bewahren.

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Hoeven: „beelden op de kaart“: die Postkarten

Klar, das Projekt „beelden op de kaart „ schien für Juergen beendet. Ich habe hier berichtet: >>> [ …] <<<.

Doch er hatte wohl übersehen, dass auch noch eine Postkarte erstellt werden sollte. Das sei Teil der Aufgabe, schrieb Anja Middelkoop, die Organisatorin des Ganzen. Jürgen hat das als Pflichtaufgabe verstanden.

Wenn Pflicht Pflicht ist, dann ist Nichtstun ein Ding der Unmöglichkeit. Also hat er nun nachgeholt, was nachgeholt werden musste und hat zwei Variationen der Postkarte nach Millingen geschickt.

Und auf der Seite von Millingen stellt sich das Projekt jetzt so dar: >>> hier klicken <<<

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