wenn man alte Bekannte trifft | verpasst | mobile photography

Auch ein Treffen mit einem alten Bekannten hat mit Kunst zu tun. Meinte Jürgen. Kunst beschreibe Zustände. Und ihre Veränderungen. Prozesse. Ästhetische Zustände und ihre Wandlungen im Laufe der Zeit. Und Kunst sei Kommunikation. Und Kommunikation sei Kunst.

Jürgen hätte ein Photo vom Gesicht seines alten Bekannten machen sollen. Das wäre es dann gewesen. Im Gespräch hat er das leider versäumt. Jetzt ärgert er sich.

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Für Myriades Impulswerkstatt | Wassertropfen und ein Blick nach vorne |

Dieses Bild hat Jürgen in seinem Archiv gesucht. und gefunden. Es passt zu einem der Bildimpulse von Myrade: >>> hier der Link >>>. Mit dem Auto im Wald stehend als der Regen einsetzt hat Jürgen durch die Frontscheibe fotografiert. Schärfe und Unschärfe sind dominierend.

Und dabei belassen wollte er es nicht. Also habe ich mit Jürgen zusammen noch nach einem Bild gesucht, das aus der Unschärfe nach vorne weißt – in die Zukunft. Da, wo sich die Dinge wieder verfestigen könnten. Hier ist es:

Holzschnitt, 2013

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ABC-Projekt | Q wie quer

In diesem Falle steht „quer“ für alles mögliche: querliegen, queren, Querprofil, Querformat, querab, Querelen und und und… Irgendetwas liegt ja immer quer, mal bewusst oder unbewußt, manchmal gewollt, manchmal ungewollt, auch ärgerlich oder einfach zufällig.

Das Bild oben zeigt die Absperrung einer Zufahrt zu einem Baggerloch. Die Kiesbaggerei ist hier am Niederrhein eine wichtige Sache. In großem Stil wird hier der Sand zu tage gefördert. Und es ist kein Ende in Sicht, denn der Bedarf der Bauindustrie ist wohl riesig. Ist das Baggerloch nicht mehr ergiebig, dann wird es aufgegeben, ja dann wird rekultiviert, was im Normalfall bedeutet, dass die Ufer bepflanzt werden und anschließend die Angler ein neues Revier finden. Und die bauen sich bisweilen kleine Hütten an den See und die Zufahrt zu diesen ist dann für das gemeine Volk gesperrt. Wie gesagt: irgendetwas liegt immer quer.

Hier der Link zum ABC – Projekt:>>> <<<<

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Projekt ohne Namen #72 | „Rucke di gu, rucke di gu, Blut ist im Schuh …“

Als leicht eklig und befremdlich empfand Jürgen diesen halben Satz den Susanne ihm zugeschickt hatte. Was sie schrieb, war irritierend. Wer will schon gerne Blut im Schuh haben. Diesen Lebensssaft. Und woher kommt das Blut? Und Blutflecken bekommt man ja nicht mehr so leicht aus den Sachen raus.

Die Recherche ergab natürlich eine Quelle als Ausgangspunkt für diesen halben Satz, die immer schon durch gruselige und blutrünstige Aussagen bekannt war: die deutschen Märchen der Brüder Grimm, Aschenputtel.

Susanne und Jürgen schicken sich immer gegenseitig halbe Sätze zu, die der Andere vervollständigen und illustrieren soll. Das machen sie seit 2016. Auf Instagram kann man das hier sehen: >>> projektohnenamen.

Parallel zum Märchen von Aschenputtel las Juergen in der Apotheken- Zeitschrift etwas über die Plasmatherapie und die Möglichkeiten einen diabetischen, offenen Fuß mit dieser Methode zu heilen. Das war dann die thematische Brücke für ihn. Und es bedient sein momentanes Lieblingsthema: wie leben wir wohl in der nahen Zukunft.

Und so laut ist der ganze Satz nun:

#72: S: „Rucke di gu, rucke di gu, Blut ist im Schuh … und von irgendwoher muss es ja kommen: diabetischer Fuß vielleicht?“

Und an Susanne schickt Jürgen nun folgenden Satz: „Mir fehlt meine Morgengymnastik ….“

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Hoogen Dyck | vermisst | photos

Einige Tage waren wir jetzt im Sommer nicht am Niederrhein, und das hier sind nun die ersten Eindrücke vom Wirtschaftsweg, dem Hoogen Dyck. Jürgen meinte, er habe die Beschäftigung mit diesem Ort vermisst. Deshalb hier einige Fotos (Altglasfotografie).

Aber es bleiben auch Fragen: Wieso springt ihn das Thema immer noch so an? Was kann hier transferiert werden? Was macht die spezielle Ästhetik des Ortes aus? Was macht diese thematische Beschäftigung mit ihm?

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Cap Arcona | wenn einen deutsche Vergangenheit einholt

Und dann stehen Jürgen und ich am Denkmal der Schiffskatastrophe der Cap Arcona zum Kriegsende in der Lübecker Bucht. Das Denkmal liegt auf der Insel Peol im Ort „Schwarzer Busch“.

Ist die deutsche Geschichte auch immer die eigene Geschichte?

Kann einen die deutsche Vergangenheit, die Vergangenheit des eigenen Vaters, der eigenen Mutter, einholen?

Ist man als Deutscher verantwortlich für das, was Deutsche im Guten und Schrecklichem tun oder getan haben?

Mit diesen Frage ist Jürgen auch schon ab und an auf seinen Reisen in Frankreich, den Niederlanden oder England konfrontiert worden – bis hin zu direkten Anfeindungen. Das, was nun am Denkmal im Schwarzen Busch auf Poel zu lesen war, ist eigentlich unfassbar. Die Zahlen und Bilder der durch Nationalsozialisten und Alliierte verursachten gewaltigen Schiffskatastrophe haben ihn sehr beschäftigt.

Hier ein ergänzender Link: >>> [ Cap Ancona ]

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aus Jürgens Materialkiste | #6 – 2021 |

Die Reihe „aus Jürgens Materialkiste“ ist im Grunde genommen ein Lückenfüller, denn hier erscheinen immer Beiträge, wenn mir nichts einfällt, was zu bloggen wäre.

Obiges Bild ist in Spanien aufgenommen worden, beim Fahren mit dem Wohnmobil und man sieht, wo es enden kann, ha ha!

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