Gerdas Frage

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Das war Gerdas Frage, auf unserem Blog, vor ein paar Tagen:„Kommt es mir nur so vor, oder war dies eine ganz besonders fruchtbare Tour?“

Jürgen versuchte das für sich zu klären und hat sich daher gefragt, was denn auf der „Buchalovs FreundeTour 2019“ für ihn nun wirklich und ernsthaft fruchtbar gewesen sei?

An jedem Ort sei ihm tatsächlich so viel an Kunst vor die Füße gefallen sei, dass er sie nicht nur wahrgenommen habe, sondern das, was er gesehen hatte, auch Wirkung gezeigt habe. Da sei schon einiges gewesen, was ihm durch den Kopf gewandert sei. Vielleicht außer in Lemmer.

In Hoorn: diese altmeisterlichen Portraits überall und dieses eine Objekt aus Holz und Draht in der Butterhalle – wie der Pustesamen des Löwenzahns.

In Lemmer: da gab es die Schiffchen, die zu sehen waren, ansonsten: Kunstfreie Zone.

In Ditzum: der Besuch der Kunsthalle in Emden und diese beiden impressionistischen Sammlungen bis hin zur „Causa Nolde“. Und dann dieses eine blutrote Sedimente -Bild von Per Kirkeby.

In Münster: diese Performences an den vielen Plätzen der Stadt im Rahmen der „Flurstücke“. Und eben Sean Scully – Wahnsinn diese Streifen.

Und weil es dann auch nach Einzug in die Zeichnungen gefunden habe, ja, daher sei es fruchtbar gewesen. Und die Masse der Zeichnungen genüge jetzt beim zweiten und dritten „Drüberschauen“ durchaus seinen eigenen Ansprüchen. Da es jetzt zu einem kleinen selbstgebundenen Skizzenbuch werden wird, dass im kommenden Winter auf weiter Vertiefung wartet, sei ohne Zweifel.

Mein Gott, die Menschen und die Begegnungen mit Ihnen habe er bei aller Schreiberei fast vergessen. Aber das sei einen eigenen Beitrag wert. Demnächst. Vielleicht.

Buchalov

Buchalovs Freunde Tour 2019: das Ende darf kein Ende sein!

Es ist vorbei. Für dieses Jahr. Münster war der Abschluss. Die „Buchalovs Freunde Tour 2019“ hat ein Ende gefunden. Aber dieses Ende wird kein Ende sein. Nächstes Jahr geht es weiter.

Es war hier in Münster ein guter Abschluss, mit vielen Anregungen. Das müsse erst einmal verarbeitet werden, meinte Juergen. Und eben nicht wieder noch etwas drauf satteln, indem wir einen weiteren Ort ansteuern. Nein! Jetzt gelte es sacken zu lassen.

Dazu gehört auch Sean Scully: Streifen, Wände, Fenster, Netze, Skizzen, Diptychon und und und.

Dann noch: die Beziehung von Linie, Objekt und Flaeche und Raum.

Nicht zu vergessen die Drachen und der Wind: hier schließt sich mit den Arbeiten von Roul Walch ein Kreis. Denn Juergen hat jahrelang Drachen in allen möglichen Variationen gebaut und war infiziert.

Auch der Flashmob im Foyer des LWL gehört dazu:

Im „Pablo Picasso Museum“ spürte Juergen wenig, so sagte er. Er sah zwar viel Energie, weniger das Licht, eher den Rhythmus, aber es war enttäuschend, denn da sprang kein Funke über. Dies Kunst hatte ihre Zeit, in den Fünfzigern, und ins Jetzt war für Juergen nichts mitzunehmen. Nur Pablo Picasso als Besonderheit: ein cooler Typ eben.

Ach ja, da war noch das Foucaultsche Pendel von Gerhard Richter: das Richtige, um nach so einem anstrengenden Tag zur Ruhe zu kommen.

Buchalov

Buchalovs Freunde Tour 2019: Münster

Hafen in Münster

Tja, so gehts: kein WLAN verfügbar, hier auf dem Stellplatz in Münster, unserer nächsten Station. Das erschwert das Bloggen.

Wir wollen zur „Kunsthalle“ im Speicher2 am Hafen, wo sich auch die vielen Ateliers befinden, dem Picasso-Museum in der Stadt und dem LWL – Museum. Dann haben wir erfahren, dass es an zwei Tagen verteilt in der gesamten Stadt das Projekt „Flurstücke“ zu sehen gibt: Theater und Performances. Also: Mal schauen!

Und jetzt ein paar Stunden später sollen ein paar Bilder von heute genügen, einmal aus der Kunsthalle und von der Performance/Installation „Fat Facts“ aus der Stubengasse. Vier Zeichnungen sind auch noch entstanden:

Buchalov

Buchalovs Freunde Tour 2019: kunstfreie Zone?

Warten sei das Eine: Warten auf visuelle Inspirationen, oder auf das zufällige Fundstück oder auf Menschen, die bedeutsam sein könnten oder auf plötzliche Eingebungen mit Kurzzeitwirkung oder auf das Kaffeewasser, weil ohne Kaffee kaum was geht oder warten auf schicksalhafte Hinweise, welcher Art auch immer.

Herumstrolchen sei das Andere: um das Wohnmobil herum auf der Suche nach Fundstücken, die OrtsMarken werden könnten oder herumstrolchen um neue Orte zu sehen oder um eine Galerie zu finden oder um sich Infomaterial zu besorgen oder Herumstrolchen, weil man einfach keinen Plan hat, was man machen könnte.

So sieht das aus auf dieser Tour.

Und so sieht das auch hier in Lemmer aus. Dort stehen wir nämlich seit gestern . Alle künstlerischen Recherchen haben bisher allerdings nicht viel ergeben. Alles Suchen nach Kunst war vergeblich. Vor die Füße ist Jürgen auch nichts gefallen. Lemmer, so scheint es, ist kunstfrei. Was aber nun mal nicht sein kann, denn Kunst ist ja immer und überall.

Lemmer liegt auf der östlichen Seite des Isselmmeers. Wir sind ueber den 30km langen Abschlussdeich gefahren. Ans Anhalten war nicht zu denken: es hat gestürmt, aufs heftigste geregnet, und wir sind mit maximal 80km/h über den Deich geschlichen. Die Natur hatte uns, wir nicht die Natur. So ist das ja oft: wir reden uns nur etwas anderes ein. Aber jetzt scheint die Sonne und das Treiben hier am Kanal zu beobachten macht alle vorher gewesenen Widrigkeiten vergessen.

Ursula und Klaus stehen mit uns gemeinsam auf dem Stellplatz im Jachthafen. Sie sind Freunde, aus Kleve, die wir aus Spanien kennen. Klingt eigentümlich, ist aber so. Juergen wollte sie unbedingt hier treffen, denn er wußte, das sie hier ein Wochenende verbringen.

Ursula und Buchalov

Und was war sonst noch: In der Touristikzentrale gab es keine Infos zur modernen Kunst in Lemmer. Wir haben aber mal wieder eine Wand gesehen. Trommelnde Frauen kreuzten unseren Weg. Und Juergen hat sich in der Stadt den Bart und die Haare schneiden lassen, denn man müsse schon auf sich achten, meinte er. Und dann gab es noch den ernährungstechnischen Rückfall in alte Zeiten.

Buchalov