Projekt ohne Namen: „… immer irgendwas in der Landschaft herumsteht und stört.“

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Susanne schrieb: „Simple und einfach ist nichts auf dieser Welt, weil …“

Es hat nun etwas gedauert bis Juergen auf diesen halben Satz zeichnerisch und literarisch geantwortet hat. So lautet nämlich die Absprache zwischen Susanne Haun und ihm bei diesem „Projekt ohne Namen“. Und es ist die #27 der Beiden.

Obwohl er in seinem Notizbuch sogleich eine Fortführung parat hatte, die es dann auch, nachdem andere Alternativ – Antworten vorlagen, in die Zeichnung geschafft hat, lag doch so einiges an Atelierarbeit an, das ihn von der Fertigstellung abgehalten hat. Aber jetzt, wo er alles aufräumt in seinem Atelier, alles auf ein vorläufiges Ende zuläuft, da er übernächste Woche wieder in den Süden fährt, jetzt musste auch diese Aufgabe beendet werden. Es soll ja schließlich bei diesem Projekt, das schon so lange zwischen den Beiden läuft, weitergehen.

Also antwortet Juergen jetzt: „…immer irgendwas in der Landschaft herumsteht und stört.“

An Susanne schickt er nun folgenden Halbsatz:

„Wir baten Oma sehr oft, wirklich sehr oft,  ihre zweiten Zähne in den Mund zu nehmen  …“

Buchalov

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P.S.

Und das hier ist der bisherige Projektverlauf, den Susanne akribisch zusammengestellt hat:

#26 (siehe hier)

J: Mir gefällt, dass …

S: … immer wieder Zeichnen von Linien!

#25 (siehe hier)

S: Natura naturata und natura naturans“ sind zwei ästhetische Begriffe, die …
J: … die mir etwas von der Trias „Gott, Natur und Mensch“ erzählt haben, die aber beim intuitiven Bogenschießen keine Rolle spielen.

#24 (siehe hier)

J: Die Weltenseele ist mir noch nicht begegnet, …
S: … während sie Susanne in dem kleinsten Blatt, selbst im Ion entdeckt.

#23 (siehe hier bei Jürgen und hier bei Susanne)

S: Inhaltsverzeichnisse sind Wissensquellen, die ….
J: …die das Rhizom fressen wird!“

#22 (siehe hier)

J: Und während ich hier in meinem kleinen Atelier sitze…
S: … schaue ich aus meinem Atelierfenster und imaginiere die Erhabenheit der Berge.

#21 (siehe hier)

S: Ein neuer Anfang bedeutet …
J: … Reset, und die alten Einstellungen werden in der Maschine gespeichert

#20 (siehe hier)

J: Der Himmel wartet, doch die Erde verlangt …
S: Liebe, Respekt und Verantwortung.

#19 (siehe hier)

S: „Durst wird nicht immer durch Wasser gelöscht, sondern …“
J: “ … auch mit Erdöl!“

#18 (siehe hier)

J: „Wenn ich mit dem Finger schnipse, …“
S:  „… passiert nichts weiter außer ein Schnipsen.“

#17 (siehe hier)
S: „Eine Linie biegt sich nach links nach rechts, um dann…“
J: „… an den Rändern des Blattes zu verschwinden.“

#16 (siehe hier)

J:  „Mein Engelchen, ich sage Dir …“
S:  „… nichts ist perfekt aber alles ist möglich!“

#15 (siehe hier)
S: „Wörter sind immer …“
J: „… gut oder böse.“

#15.1 (siehe hier)
J: „Worte, die den Raum fülleun und als ewiges Licht bleiben.“

#14 (siehe hier)
J: „Ich konnte zuerst den Weg nicht finden, …“
S: „… aber dann sah ich es: Am Ende des Weges war alles voller Bücher, Papier und Tinte.“

#13 (siehe hier)
S: „Wie Schneeflocken werden die Pappelsamen durch die Luft getragen und …“
J:  „… sind wie Worte, die die Erde lockern werden.“ (aus Enzensberger, Windgriff, 1964)

#12 (siehe hier)
J: „Ich schaue mich im Spiegel an und denke: …“
S: „… Nichts!“

#11 (siehe hier)
S: Die Ferne lockt mit fremden Geruechen, Farben und Tönen …
J:  …, doch mein Herz schlägt nur für dich.

#10 (siehe hier)
J: „Ich war jung und töricht, naiv und unbedarft …“
S: „… und dabei sehr fröhlich und sorglos.“

#9 (siehe hier)
S: Der Mensch blickt zurück in sich selbst und findet in der Zukunft …..
J: … den „loving cup“.

#8 (siehe hier)
J: „Der, der alleine ins Wasser geht, das ist „der Alleineinswassergeher“ und die, die zu mehreren gehen …“
S: „…werden sich selbst vergessen, fröhlich sein und planschen.“

#7 (siehe hier)
S: „Kalte Hände sind ein kritisches….“
J: „… Phänomen, denn wie sagte Christoph Ernst Freiherr von Houwald, so ungefähr: „Nimm noch einmal in Deine kalten Hände des warmen Herzens Signatur. Und ist Dein Herzensspiel noch nicht zu Ende, und kommt ein neuer Akt: so klingle nur.“ ( frei übertragen aus: Christoph Ernst Freiherr von Houwald, die Freistatt, vierte Szene, Leipzig 1820)

#6 (siehe hier)
J: „Wenn sie losgelassen werden und durch die offenen Tore fegen …“
S: „… können nicht die größten Drollerien sie aufhalten.“

#5 (siehe hier)
S: „Das perfekte Ding ist …“
J: „… das momentane Ding“

#4 (siehe hier)
J: „Ich höre die schweren Maschinen in der Ferne und ahne …“
S: „… dass sie an ihrer Last zerbrechen.“

#3 (siehe hier)
S: „Es ist schwer vorstellbar, dass der hoch in den Himmel aufragende Turm …!“
J: „… tatsächlich ein Raumschiff darstellt.“

#2 (siehe hier):
J: „Heute ist heute, morgen wird übermorgen und  …“
S: „… gestern ist nicht gewesen sondern wird Erinnerung.“

#1 Projektauftakt (siehe hier):
S: „In der Nacht verschwimmen die Gegenstände zu schwarzen verwischten Flächen, deshalb ……“.
J:  „… versucht der Abfalleimer ein verzweifeltes Glühen“.

 

der erste Zwickel

Es falle ja nichts vom Himmel. Einfach so. Man müsse sich schon mit den Dingen beschäftigen, erst gedanklich, dann zeichnerisch. Und schließlich auch irgendwie abschließend. Oder Versuche anstellen, bevor man wirklich loslege.

So sei es auch mit dem Thema „Zwickel“, meinte Juergen. Und hat den ersten Prototyp gestartet. Ein zartes Herantasten an eine Idee im Kopf sei das.

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der zweite Schritt: #2 – 2019

Da steht ein Thema an: „der Zwickel“. Zusammen mit Antje. Ein ganzes verlängertes Wochenende lang. Über Karneval. Auch so eine Art von Karnevalsflucht. Sie wollen sich herantasten. Und mit dieser Skizze hat nun die konkrete Umsetzung bei Juergen begonnen.

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BFT 2018: die Edition

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BFT, das ist die Abkürzung für die „Buchalovs Freunde Tour“. Zur Fahrt im August eines jeden Jahres gab es auch für 2018 eine Edition. Sie ist nun nach Wochen fertig geworden, in einer Auflage von vier Exemplaren. Sie hat den Titel „BFT2018 remember“. Es habe  sich ganz schön gezogen, meinte Juergen. Und es sei 2019 geworden. Aber das sei diesmal den Inhalten zuzuschreiben. Es habe so vieles gegeben, das rückblickend von Interesse gewesen sei, das ihn bewegt habe und aufgefrischt werden musste. Drei Stationen habe er letztes Jahr angefahren: Heike in Paderborn, Ulli in Sallneck und Juergen in Zweibrücken. Und den Dreien werde er die Edition in den nächsten Tagen als kleines Dankeschön zusenden.

Er wisse, dass diese Vorgehensweise – Fahren im August, Aufarbeitung im Winter – ihn dazu zwinge noch einmal aus der zeitlichen Distanz im Jetzt Rückblick zu halten. Er wolle das so. Und vertiefe dabei so vieles. Besonders die emotionale Verbundenheit und Vertrautheit mit seinen Gastgebern sei dieses Jahr so intensiv gewesen.

Und an seiner Wand im Atelier hängen rhizomartig all die Ergebnisse seiner „rückwärtsgewandten Reise“, all die Ereignisse oder Eindrücke, die während der Fahrt dominant gewesen seien. Sie wurden im Laufe der Zeit rundgeschliffen und übrig bleibe wirklich nur das, was Bedeutsam gewesen sei. Und das habe dann seinen Weg in die Edition gefunden.

Seine Planung für die Fahrt im nächsten Jahr hat er auch schon begonnen. Es werden zwei Fahrten werden, eine im Juni und eine im August. Im Juni wisse er noch nicht, wohin es gehen soll. Die Ostsee reize ihn. Im August fährt er in Richtung Berlin, zu Susanne Haun. Aber man müsse ja nicht auf direktem Wege dorthin fahren. Er würde schon gerne unterwegs Kontakte aus dem Netz und aus der Blogarbeit anfahren, die auf der Route liegen, oder nördlich und südlich davon. Wer ähnlich denke, den besuche er gerne, bitte melden.

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XXX -Woche: Tag 5

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Es war der letzte Tag heute. Die „XXX – Woche“ mit dem Themenschwerpunkt „Porträt“  fand heute ihr Ende. Für dieses Jahr jedenfalls.

Und Antje hat Juergen die Kontrolle über seine blutroten Köpfe wiedergeben, mit denen er die letzten Tage so gehadert hatte. Sie waren am Samstag schon auf dem Stapel der Bilder gelandet, die aussortiert worden waren. Von dort hat Antje sie wieder auf den Tisch geholt und collageartige Vorschläge entwickelt, die Juergen so überzeugten, dass er sich wieder reingestürzt hat in die Gestaltung dieser Serie.

Das, was Antje da vorgeschlagen hatte, ist allerdings als Idee nicht so einfach vom Himmel gefallen, sondern fand seine Anbahnung schon im Laufe der letzten Woche, weil das Collagenartige schon Anwendung woanders in Anwendungen gefunden hatte, weil  die Komposition des Körpers in der Fläche schon Thema war, und weil Antje Papierbögen mitgebracht hatte, die von ihr schon vorweg als Hintergrundbögen angelegt worden waren. Sie konnte jetzt wunderbare zerrissen und eingeklebt werden

Juergen fand nach diesem Motivationsschub auch Zugang zu seinem „Heiligen Titus von Isselhorst“ und drei kleinen Tuscheskizzen.

 

Im Januar werden sich Juergen und Antje wiedertreffen, denn  sie mögen sich, sie agieren auf Augenhöhe, unkompliziert und offen, und sie wollen experimentieren. Das Thema wird dann wahrscheinlich „der Zwickel“ sein, weil er als Gesprächsgegenstand während der letzten Tage  oft im Raum stand und bei Beiden zu den wildesten Assoziationen führte.

Buchalov

 

 

 

 

Die XXX-Woche: Tag 1

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XXX, das steht dafür, das Juergen und Antje und Elke bisher nicht so genau wussten, was thematisch anstehen könnte. Gemeinsames Arbeiten, das ja, das war der Plan. Eine Woche lang. Und jetzt setzen Sie das um und arbeiten gemeinsam in Juergens Atelier, seiner „Zelle k5“.

Mittlerweile wissen sie auch, um was es gehen soll: „Portraits.“ Das wird ihr Thema sein. Das XXX hat sich damit eigentlich erledigt. Und mit diesem Thema sind sie heute gestartet. Zum Mittag gab es Kartoffelsalat und Würstchen.

Hier ein paar visuelle Eindrücke!

Und auf Instagram ist auch etwas zu sehen: https://www.instagram.com/stories/buchalov/

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