das Zwickelbüro hatte wieder geöffnet, am Wochenende

Also: Schnelltest für Jürgen und Antje und dann ab ins Zwickelbüro. Das wurde nämlich geöffnet. So sah es gestern, vorgestern und vorvorgestern aus. Den Termin hatten sie schon lange vereinbart. Jürgen hätte ihn fast vergessen, wegen der Arbeit an seinen Faltungen. Daher hat er jetzt versucht beides miteiender zu verbinden: die Untersuchungen zu den Faltungen und die Offenheit des Zwickelthemas.

Antje hat im Lager von Jürgen herumgestöbert und alte Druckstöcke herausgesucht und mit ihren frischen, vorbereitenden Hintergründen zusammengebracht. Eine malerische Bearbeitung hat dann manche ihrer Arbeiten abgeschlossen.

Jürgen Schwerpunkt war der Zwickel und die Faltungen. Entstanden sind dabei zwei Zwickelbücher, gefaltet, klein und mit Zeichnungen versehen auf bedrucktem Papier.
Dann gab es ein großes Zwickelbuch, ebenfalls gefaltet, mit gedruckten Motiven, fast wie eine Tapete, und dann mit Tusche und Buntstift skizzierend ergänzt.


Auch ein Zwickelbuch mit Klappbildern von Zwickeln, die mal Reste von Zwickeln als Monotypien waren, hat er begonnen. Einzelne Seiten enthalten dabei Popup Elemente.
Auch im Vorhaben „Projektohnenamen“ gab es ein Ergebnis: eine Antwort an Susanne mit zum Teil gefalteten Bildteilen. Aber dazu gibt es mehr zu sehen in einem eigenständigen Blogbeitrag.

Zwickelformen

Vielleicht sollte ich noch etwas über die Gesrächsthemen schreiben: Wertigkeit von Kunstmachen im eigenen Leben, Oberflächen und Faltungen, Vorder- und Hintergrund und die Einheit im Bild, das Malerische und das Druckgrafische, wann redet das Werk zu einem, was hat Kunstmachen mit Disziplin und Organisiertsein und planvollem Vorgehen zu tun, wie ist das mit dem Zufall, wie backt man ein gutes Brot?

Buchalov

aus dem Zwickelbüro: kleines Themenheftchen, ein Nachtrag

Ein „zusammengeschustertes“, besser ein ungeplant geklebtes Heft mit Papierresten, die bei der Zwickelfindung eine Rolle spielten und deshalb so lebendig wirken: das ist noch von der letzten Öffnung des Zwickelbüros über geblieben. Jürgen hatte da richtig Spaß dran.

Und ihm ist aufgefallen, dass diese Bücher und Heftchen bei ihm scheinbar eine große Rolle spielen. Dem wird er in den nächsten Tagen einen Blogbeitrag widmen.

Und jetz wünscht er viel Spaß beim Schauen, wobei ich nur Abschnitte aus dem Heftchen zeigen kann.

Buchalov

das Zwickelbüro am Sonntag

Heute ist Montag. gestern wurde im Zwickelbüro sehr lange „gewerkelt“ und ein direkter Bericht war am Sonntag nicht mehr möglich. Wir waren abends beide so richtig erschöpft.

Ein Linolschnitt sollte her. Einfache Form. Einfacher Druck. Kein Firlefanz. Hintergrund? Ach, irgend ein Blatt findet sich schon auf das man drucken kann. So war Jürgen am Sonntagmorgen drauf bevor wir ins Atelier fuhren. Na ja.

Dann hat er sich wohl noch einmal gefragt, zum wiederholten Male, was ein Zwickel denn nun eigentlich sei und worin seine Funktion bestehe. Die Antwort in drei Worten und Kurzform: Bindeglied, Puffer, Tragebequemlichkeit.

Und hat ihm das weiter geholfen? Ich glaube schon, denn nun hat er eine der Zwickelformen vom Tage zuvor mit zwei Anknüpfungspunkten versehen und in einem Linolschnitt festgehalten. Die bildnerische Inspiration ging dabei von Joachim Schlichtung aus, hier der Link >>>, der auf seinem Block von Dentriden berichtet hatte. Das inspirierte Jürgen. Zabumm, zabumm,zabumm!

Es fielen im Laufe des Tages im Atelier Sätze, die ich sinngemäß wiedergeben möchte, denn sie zeigen über das Zwickelbüro hinaus und Jürgen findet sie wichtig:

Wozu macht man das Ganze? Was soll dieses Thema „Zwickel“?

Hintergründe – wie können Hintergründe rein technisch vor dem eigentlichen Druckprozess erstellt werden? Wenn Hintergründe Wirkung auf den Gesamteindruck des Bildes haben: wie setze ich sie dann ein?

Geht es bei technischen Verfahren wie Monotypie oder Linolschnitt um ihre Faszination oder darum, ob die Technik den Inhalt oder den Gehalt eines Bildes unterstützend transportiert und damit zur Qualität des Bildes beiträgt? Hat die Technik eine dienende Funktion?

Und sein Heftchen steht auch vor der Fertigstellung – in der nächsten Woche zeige ich das Ergebnis.

Und dann war da noch der Satz „Ich wünschte ich könnte meine Bilder zum ersten Mal sehen“.

Buchalov

das Zwickelbüro hatte heute geöffnet

Heute am Freitag hat Jürgen fürs Wochenende das Zwickelbüro geöffnet. Sich immer nur um das Paradies zu kümmern, sein Thema der letzten Wochen, das soll jetzt mal genug sein. Natürlich geht es im Schwerpunkt um Motive wie den Zwickel, aber auch andere Themen sind möglich. Das Zwickelbüro ist der Rahmen für vieles Mögliche, was ihm so mehr oder weniger zufällig vor die Füße falle.

Juergen blätterte schon seit Tagen in Modezeitschriften und sucht Zwickelformen oder Kleidung oder Mode, die Stoffe mit Zwickeleinsätzen zeigt. Und im „Zeitmagazin“ vom 04-02-21 ist er nun fündig geworden. Dieses Heft war heute seine Basis. Seine Zeichenbasis. Seine Ausgangspunkt. Parallel dazu führt er wieder sein Tagebuch auf „Evernote“ und hält wie in einem Rapport fest, was wichtig erscheint, was geschieht und was man sich so denkt. Der Rapport dient ihm immer zur Selbstvergewisserung und im Rückblick, nach Wochen, wenn er Wieder in die Notizen hineinschaut, klärt sich einiges und setzt sich fest. Ja, aber keine Frage: das Zwickelbüro ist der Ort des Spielens mit Zwickelformen und Motiven und Assoziationen. Prinzip Zufall, Prinzip Hoffnung.

Als Juergen die Zeitschriften heute durchblätterte, da suchte er nach dem Zwickel als Bindestück oder als Teil der Passform in den Kleidungsstücken. Die Form war es, die wichtig war. Und immer ist da die mehr oder weniger vorhandene Mattigkeit des Motivs.

Als alles so auf dem Tisch lag, zum Abschluss des Tages, da sagte er zu mir: „Und was fange ich damit jetzt an?“ Ich habe ihm den Weg der Herstellung von Monotypien vorgeschlagen. Er hat das Ganz zu einem provisorischen kleinen Bändchen gebunden und will erst einmal eine Nacht drüber schlafen.

Buchalov

das Zwickelbüro am Sonntag

Taram, Taram, Tam Tam, Tam Tam: Heute ist Montag und gestern abend hat das Zwickelbüro für dieses Jahr seine Pforten geschlossen. Im Februar wird es allerdings wieder geöffnet werden.

Das Zwickelbüro ist ein kreatives Kleinraumbüro.

Das Zwickelbüro ist eine Gedankenbüro.

Das Zwickelbüro ist ein Experimentierfeld.

Das Zwickelbüro ist ein Rückzugsraum.

Und das Zwickelbüro ist nach Meinung von Jürgen so etwas ähnliches wie Dada. In einem Kommentar an Eva schrieb Jürgen dazu: “Und was Dada anbelangt: ist Dada als weit gefasster Begriff nicht auch die Auflegung gegen Widerstände, gegen Herkömmliches in der Kunst, gegen Reales, gegen das Ernste? Dada ist doch spielen, experimentieren, frei sein, surreal sein, oder? In diesem Sinne ist das Zwickelbüro auch Dada.”

Antje meinte zu Jürgen gestern, dass ihre Ergebnisse mit dem Gehirnzwickel zu tun hätten. Da gebe es ja im Stammhirn einen Bereich, den man Zwickel nenne. Der wurde schon im letzten Zwickelbüro untersucht. Gestern gab es die Fortsetzung. Antje hat sich von Jürgen eine alte Druckplatte aus seinem Bestand geschnappt, auf ihren Hintergründen gedruckt – Antje ist Spezialistin für vorgefertigte Hintergründe auf Rentenpapier – und hat das Ergebnis malerisch bearbeitet -so erreicht sie Tiefe und Plastizität. Sie mischt das Drucktechnische mit dem Malerischen.

Und Juergen hat gestern seine riesige Linolschnittplatte weiter bearbeitet, mit der Musik im Hintergrund gesummt, gepflötet und gesungen und war weiterhin auf der Suche nach einer Form des Zwickels, die er noch nicht bearbeitet hatte. Die Platte hat er in verschiedenen Variationen gedruckt.

Buchalov

das Zwickelbüro am Samstag

Wenn das Zwickelbüro geöffnet hat, dann ist Dada angesagt. Oder Zwickelaktion. Oder Nonsens.

So auch heute. Als Gast besitze ich ja das Privileg den Beiden, Antje und Jürgen, über die Schulter schauen zu dürfen und meinen Sermon zu all dem, was da so entsteht, sagen zu können. Buchalov hat eben Narrenfreiheit.

Juergen war auf der Suche nach den Zwickelformen. Klärung schafft bei so etwas eine oder mehrere Zeichnungen und oft der Besuch des Copyshops um die Ecke. Oliver Blees ist das der Boss, musiziert, rockt, kopiert, faltet, beklebt und hört zu. Und es hat sich tatsächlich einiges geklärt. Das hier soll es nun werden, als Linolschnitt:

Na ja, ob er damit die Zwickelform gefunden hat, das müsste man noch einmal bereden.

Antje hat die Deko zu verlassen versucht, sagt sie, und reißt und übermalt und beklebt. De-Dekoration ist das Stichwort. Und da sind wohl auch noch so ganz viele Hintergründe, die auf etwas warten. Und Druckstöcke gibt es ja in Jürgens Atelier genug.

Buchalov

Das Zwickelbüro am heutigen Freitag

Heute ist Freitag und das Zwickelbüro hat heute nachmittag geöffnet. Antje war da. Sie und Juergen arbeiten gerne im „Zwickelbüro“: das Thema kann der Zwickel sein, wobei der Zwickel ja so vieles sein kann.

Das gilt nun auch für den kommenden Samstag und Sonntag. Dass das Zwickelbüro geöffnet hat, ist auch der Versuch, neben dem gemeinsamen kreativen Experimentieren im Atelier, in den schweren Zeiten so etwas wie die Normalität herzustellen, die es vor Corona gab. Aber Jürgen weiss: diese Normalität wird es so nicht mehr geben. Aber er will nach vorne schauen. So wie in seinem Projekt „künftig/bald/nach vorne“.

Jürgens Thema heute: die Verarbeitung von zwei Zwickelansichten aus einem „Art-Sonderheft“, das sich mit Mode und Kunst beschäftigte.

Antjes Thema: Weiterarbeit an einigen Drucken zum Zwickel.

Buchalov

keine Zwickelwoche

Morgen sollte es losgehen, eigentlich, so war es abgesprochen: Antje und Jürgen wollten wie geplant das “Zwickelbüro” in Geldern in Jürgens Atelier eröffnen. Wie schon so oft. Und Jürgen freute sich auf Antje. Und das ist nicht nur so hingeschrieben. Das “Zwickelbüro” ist nämlich ein Collaborationsprojekt mit ihr, der Malerin. Beide eröffnen jährlich dieses Büro und sie kümmern sich im weitesten Sinne um das Thema “Zwickel”. Und im engeren Sinne bringt jeder etwas mit, Gedanken, Kataloge zum Zerschneiden und Bemalen, Ideen, Zwickelstoffe, diverses Material, etwas zum Essen, Zwickelphantasien und eine Ahnung davon, was gehen könnte. Zwickel, das sei so etwas wie Dada behauptet Jürgen immer. Er glaubt auch, dass sie damit ein Alleinstellungsmerkmal besitzen.

Und genau das wird es im Atelier von Jürgen diesmal nicht geben. Die Pandemie ist jetzt und die Kontakreduzierung steht im Vordergrund. Eine Alternative müsste her, aber welche? Juergen denkt wohl viel darüber nach. Wie kriegt man eine Collaboration in diesen pandemischen Zeiten hin? Na ja!

Ergebnisse der letzten Jahre kann man hier sehen: >> [ https://juergenkuester.net/?s=Zwickel&submit=Suchen%5D <<

Buchalov

aus dem Zwickelbüro – ein Rückblick, Teil 3

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Heute zeige ich Euch wie Juergen seine vier Linolschnitte auf malerische Hintergründe aufgebracht hat. Die Hintergründe hat Antje gemalt und Juergen während der Tage „im Zwickelbüro“ zur Verfügung gestellt.

Buchalov

 

aus dem Zwickelbüro – ein Rückblick, Teil 2

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Heute nun folgt der zweite Teil von Jürgens vier Linolschnitten auf den Seiten eines Kunstbandes. Dabei tauchen Aspekte auf, die er mit mir im Dialog durchaus einmal gesondert in einem weiteren Beitrag beleuchten sollte: Was ist Approbation – Art? Welche Bedeutung haben die Hintergründe in Juergens Arbeiten?

Buchalov