Tuschewoche: Tag 0

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Tobias oder „Hermann der Vernetzer“, wie Juergen ihn nennt, und seine Malschülerin S. wurden von Jürgen zu einem Kaffee in „Zelle k5“ eingeladen und schon nach kurzem Vorgeblänkel war man schnell bei grundlegenden Themen. Juergen macht das eigentlich immer. Stets geraten die Diskussionen bei ihm auf das Feld der grundsätzlichen Kunstthemen. Er zieht so etwas irgendwie magisch an. Ich weiß gar nicht, ob das so gut ist. Das muss ich ihm mal sagen.

Diesmal ging es auch um die Frage wie wir grundsätzlich lernen, wie man „Kunstmachen“ im speziellen lernt, wie das Kunstmachen die Kunstmachenden im Arbeitsprozess zum Innehalten zwingt, wie es zum Blick ins eigene Innenleben führt. Juergen konnte von seiner „Rhizomtheorie“ als Methode des kreativen Agierens und der Präsentation von Kunstwerken  erzählen.

Und plötzlich waren er und Tobias bei der anstehenden Tuschewoche und was sie dort machen wollen und wie sie es machen werden. Tobias wird sich wohl auf ein kleines Bild mit dem Motiv eines Mannes vor einer dicken Kiste, die alles mögliche sein könnte, konzentrieren. Und Juergen will Köpfe zeichnen, groß und klein und schnell und energetisch, kraftvoll und gebrochen, auf allen möglichen Formen von Papier und sie irgendwie einreihen in seine Serie von „Latos Köpfen“. Vorlagen hat er sich schon zurechtgelegt. Sein eigener Kopf und der von Tobias gehören wohl auch dazu.

Für Beide war es also der „Tag O“ der Tuschewoche.

Buchalov

Tuschewoche

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Es gab mal über Jahre einmal im Monat am zweiten Sonntag bei Juergen einen Kunstsalon – mit Einladung, mit selbstgebackenem Kuchen, mit Kunst zum Schauen und zum Diskutieren. Er nannte ihn „2SIM“, und er hat dieses Projekt im Februar beendet. Die Gründe sind vielfältig: zu wenig Resonanz, zu wenig Künstler, die etwas vorstellen wollten, zu viel Vorbereitungsaufwand, zu wenig Dialog.

Wie er mir heute sagte, aber das hat er mir schon öfter mitgeteilt, legt er den Schwerpunkt des Austausches mit anderen jetzt einfach anders: er fährt die „Buchalovs Freunde Tour“ einmal oder zweimal im Jahr  und sucht sich „dialogische Partner“, mit denen er eine Woche und das mehrmals im Jahr arbeitet, sich austauscht, rumspielt, etwas versucht und den Dingen auf der Spur ist.

Dann sind da noch die zwei Internetprojekte mit „Susanne Haun“ und „Hikeonart“, die er besonders spannend findet.

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Nächste Woche ist es mal wieder soweit: dann läuft die „Tuschewoche“ mit Gaby, Andrea, Tobias und Rolf aus der Ateliergemeinschaft. Von der Künstlergruppe „MachArt“ werden drei Künstlerinnen teilnehmen: Martina, Elke und Antje. Von der Planung her ist Juergen sehr unbefangen. Das werde alles schon irgendwie, sagte er mir heute morgen. Geplant sei da nicht viel. Die Tusche stehe im Mittelpunkt. Man werde sich in den Ateliers am Ostwall treffen, Raum sei genug vorhanden, man werde arbeiten, sich austauschen, sich gegenseitig die Ergebnisse zeigen, kommen und gehen, wann man möchte, vielleicht auch nichts arbeiten und nur anwesend sein, wer wisse das schon alles. Ein paar Gäste wollten auch vorbeikommen. Juergen freut sich jedenfalls schon massig.

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