Buchalov und der Löwe realisieren ein gemeinsames Fotoprojekt mit dem gleichen Fotoequipment: man führt das Bild des Vorgängers fort – inhaltlich, formal oder motivisch. Der Löwe reagiert auf den Baumstamm.
pingpongpeng #91pingpongpeng #90
Der Löwe schreibt zu seinem Foto: “ … Puzzelteil … rote Farbflecken … Ganzheitliches … Buchalovs philosophischer Exkurs vermittelt dem Löwen das Gefühl mitten im Wald zu stehen … uhh, so viele Bäume … also nichts mit Wald, das war schon mal klar … sicherheitshalber mal den PingPongPeng-Klapperatismus auf Löwens Gassierunde mitgenommen … mal versucht Treibholz zu pingen … zu wenig Dreifachschlitzenblendenbokeh … dann lag da ein vom Wind abgebrochener Ast auf dem Weg … wurde gepongt … zumindestens hatte der Löwe schon mal nen Ast ab … dann lag da noch ein Tannenzapfen vor Löwens Pfoten … Peng … dann die drei Bilder in der digitalen Dunkelkammer entwickelt … und … liegen gelassen … besser gesagt vom Löwen verzapft … dann ist Ihm gerade aufgefallen, dass Buchalov die A7II verwendet hat … auch das hat der Löwe verzapft … so eine Zapferei … nicht mal ein gezapftes Pilz ist rausgesprungen … so lautet das Bildmotto zurecht „Der Löwe hat`s verzapft“ …
Das Bildmotto lautet daher: „Der Löwe hat`s verzapft“
Kamera: Sony NEX 5 Objektiv: Heidosmat f2.8 85mm MC adaptiert mit einem 3D-Druck M42-Selbstbauadapter mit Dreifachschlitzblende
Buchalov und der Löwe realisieren ein gemeinsames Fotoprojekt. Beide benutzen das gleiche Foto-Equipment. Die Bilder des Einen werden vom Anderen inhaltlich oder fotografisch fortgesetzt. Buchalov reagiert nun auf das Foto „mit dem Streifenbokeh“.
Buchalov sagt zu seinem Bild: „Also gut: Unschärfe soll es sein. Und Streifen. Streifen sind Teilflächen und ein Element der Abstraktion. Ich arbeite gern mit ihnen. Meine Streifen sind allerdings diesmal nicht streng angeordnet, sondern haben etwas Fließendes, gekrümmte Streifen. Dennoch geben sie dem Foto Halt. Bei diesem Photo habe ich den Eindruck, eine neue Wirklichkeitsebene mit den Mitteln der Fotografie bzw. der Abstraktion kreiert zu haben, denn der Gegenstand der fotografiert wurde ist eine kleine, geschlossene Wäschespinne in unserem Garten. Aus ihr ist jetzt Bewegung geworden. Verwendet wurde eine dreifache Schlitzblende.“
pingpongpeng #84
Ein Foto, das es nicht geschafft hat:
Kamera: Sony A7 II Objektiv:Heidosmat f2.8 85mm MC adaptiert mit einem 3D-Druck M42-Selbstbauadapter mit dreifacher Schlitzblende
Jürgen meinte, dass er nach Spanien gefahren sei, vor gut zwei Monaten, ohne einen genauen Plan, was er da künstlerisch anstellen wolle. Das ergäbe sich ja oft vor Ort. Darauf habe er vertraut. So war es wohl auch dieses mal. Einen Teil der Ergebnisse habe ich hier schon gepostet. Und jetzt hat er mir einiges Theoretische, vielleicht ein Konzept, zu dem, was er da gearbeitet hat, nachgereicht.
„to bring and to find“: einige Gedanken
Das künstlerische Konzept „to bring and to find“ erkundet einen Ort, eine Parzelle und die Beziehung zwischen den mitgebrachten und vor Ort gefundenen Materialien, Gedanken oder Empfindungen. Es betrifft auch die Historie eines Ortes. Was bringen wir mit an andere Orte? Da ist unser Körper, unsere Hülle, unsere Gedanken, unsere Befindlichkeit. Und diverse Materialien, Dinge, Haltungen, Werte, Worte. Und was finden wir vor? Fundstücke, Markierungen, Menschen, diverse Materialien, diverse Dinge.
Treffen Ort und Person aufeinander dann beginnt ein Prozess der Interaktion, mal bewusst, mal unbewusst. Man wirkt aufeinander und gleicht sich an. Man tariert sich aus und versucht das Gleichgewicht der Kräfte im Sinne eines horizontalen Ausgleich herzustellen. Durch die Anwendung der Techniken des Zeichnens, Fotografierens, Schreibens und Bauens mit Papier entsteht eine rhizomartige Vorgehensweise, die den Prozess und den Zufall betont.
Die Mobilität spielt eine entscheidende Rolle. Zu den Orten wird sich hinbewegt und der Künstler erkundet den Ort, auch sich selbst und tritt in Interaktion mit beidem. Diese Interaktion führt zu Veränderungen, sowohl in der Wirkung des Ortes auf den Menschen als auch in der Wirkung des Menschen auf den Ort.
Das Konzept betont die Prozesshaftigkeit und den Zufall als wesentliche Elemente. Durch die rhizomartige Vorgehensweise entstehen unvorhergesehene Verbindungen und Beziehungen zwischen den Materialien, dem Ort und dem Künstler. Sie bestimmen das künstlerische Ergebnis.
Die Auswahl der zu bearbeitenden Objekte vor Ort basiert auf Kriterien, die die Vielfalt der Fundstücke und Materialien widerspiegeln. Diese Auswahl erfolgt auf spontane, gezielte, planvolle, ungesteuerte, zufällige, unbewusste, bewusste oder impulsiv inspirierte Weise. Dadurch entstehen Wechselwirkungen zwischen dem Menschen und dem Ort, wodurch sowohl der Mensch als auch der Ort beeinflusst werden können.Es geht darum, Spuren zu finden, die eine besondere Bedeutung haben, die aktuell sind, in denen man sich wiederfindet, die irritieren und eine interessante künstlerische Bearbeitung ermöglichen.
Die Ergebnisse des künstlerischen Prozesses werden in verschiedenen Formen präsentiert, wie beispielsweise einer Ausstellung, in den sozialen Medien oder einem Katalog. Die Präsentation ermöglicht es dem Publikum, die Spuren der Bearbeitung zu entdecken und sich mit der Beziehung zwischen den Materialien, dem Ort und dem Menschen auseinanderzusetzen.
Das Konzept „to bring and to find“ lädt dazu ein, die Vielfalt der Materialien, Gedanken, Empfindungen, die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Ort sowie die Veränderungen, die durch den künstlerischen Prozess entstehen, zu erforschen. Es schafft einen Raum für Reflexion und Dialog über die Bedeutung des Ortes, die Beziehung des Menschen zu ihm und die verschiedenen Interpretationen, die daraus entstehen können.