Eden3: ein Pool an Fragen

Seid gewarnt: Das ist ein langer Text. Ich soll Euch hier die Fragen und Handlungsanweisungen zeigen, aus denen sich Jürgen die nächsten Tage bedienen wird, um Antworten auf seine Fragen zu Eden zu finden. Das kann von ihm nur punktuell geschehen, denn die Liste der Möglichkeiten ist für solch einen knappen Zeitraum viel zu groß.

Und wer sich bei diesen Fragen bedienen möchte, kann es gerne tun. Wenn es etwas zu veröffentlichen gibt, vergesst bitte das Verlinken zu diesem Blog nicht.

Eden3 – Fragen an das Paradies/ eden3 and questions about the paradise 
Was ist Eden? Jeder kennt diesen Begriff, bisweilen mit unterschiedlicher Begrifflichkeit und verbindet damit etwas. Schneide bitte aus Restepapier lange wellenförmige Papierstreifen, Klebe sie zu einem langen Band zusammen, befestige es an einer Wand und stecke damit den Garten Eden ab. Danach fülle ihn mit all den Dingen, die In Deinem Kopf liegen, die zu Deinem Eden gehören und eine Form gefunden haben.

Wo liegt Eden? Das, was man von Eden sieht, sind Bilder von Orten, so wie man sich Eden vorstellt. Also ist Eden in erster Linie eine Vorstellung und damit im Kopf. Wenn Eden im Kopf der Menschen liegt, dann sind die Bildwerdungen von Eden so unterschiedlich wie wir Menschen sind. Das Zeichnen von drei Köpfen/Portraits und ihrem Innenleben hilft vielleicht der Klärung.

Was kann Eden? Eden ist eine Sehnsucht. Eden ist eine Zuflucht. Eden ist ein Ort. Eden ist Rückzug. Eden ist Schutz und Sicherheit. Eden ist frei von dem, was uns schadet. Suche in Zeitschriften und Büchern, Prospekten und Heften die Bilder, die dies bezeugen und gehe zum Copyshop um sie zu kopieren. Klebe die Kopien zu einem Schutzraum als Collage zusammen.

Was sagen andere zum Garten Eden? Um zu erfahren, was andere über Eden denken, sollten wir sie fragen und uns ihr Paradies beschreiben lassen. Ein Blogaufruf oder ein Instagramaufruf könnte hilfreich sein.
In welcher Form sehen die verschiedenen Kulturen das Paradies als Garten Eden? Wikipedia gibt Auskunft über das Paradies als Garten Eden in den verschiedenen Kulturen. Vielleicht führt das Wissen zu Bildern oder Gegenständen oder Geschichten. Erstelle vorher eine Stichwortliste.

Ist Eden der vollkommene Ort? – Eden ist ein Ort, der Ort der Orte und solche Orte sind vielleicht beschreibbar. Ich bitte Dich, solch einen zuversichtlichen Schritt zu wagen und das Paradies in einem Haiku und in einer Skizze eines Raumes zu beschreiben.

Ist Eden ein Idealzustand? – wir leben mit und in Diskrepanzen. Man könnte sie sammeln und zeigen. Nimm bitte eine dieser Diskrepanzen und forme sie um zu einem störungsfreien Zustand, indem Du zwei großformatige Tuschebilder mit Colorierung zeichnest: die Diskrepanzen eines Tages und ihr Gegenteil.

Was suchen und was finden wir dort? – Der Rückzug ins eigene Atelier oder Studio kann Klarheit in vielen Dingen schaffen. Also bitte ich Dich: schließe Dich in deinem Studio für drei Stunden ein, wähle einen Sehnsuchtsgegenstand und baue oder bastele oder schaffe diese Sehnsucht aus Deinem Restepapier als Papierobjekt mit Hilfe der Origamitechnik und Buchleim.

Kann Eden in mir selbst sein? – Alles ist in uns, alles, die gesamte Welt – wenn wir wollen und es zulassen. Gluecksmomente gehören dazu. Momente der Harmonie ebenfalls. Sie zu sehen und zu beschreiben und für andere sichtbar zu machen wäre der Auftrag. Gehe auf grafische Zimmerreise in Deinem Atelierraum und beschreibe das, was dieses Positive wiederspiegelt in Form von Monotypien.

Muss das Paradies ein Garten sein? – Es ist einen Versuch wert, nicht den Garten, sondern einen anderen Ort als Ort für das Paradies darzustellen. Wähle dazu aus einer Kunstzeitschrift einen Ort aus, der Paradiespotential hat und bilde ihn plastisch ab.

Warum verbinden wir mit Eden die Vorstellung eines Gartens?– In der Ganzheitlichkeit des Gartens findet sich alles, was existenziell ist: Wasser, Pflanzen, Erde, Geist. Ich möchte Dich bitten, Eden kreativ auf ein Gemüsebeet, ein Kräuterbeet oder einen Blumentopf zu reduzieren.


Steht Eden für Glück, Harmonie und Vollkommenheit? Für was steht Eden eigentlich? – Eine Beschreibung Deiner Vorstellung von Eden- in welcher Form und mit welchen Mitteln auch immer, vielleicht in Form einer gefüllten Kiste, wäre hilfreich für eine Klärung darüber, was Glück, Harmonie und Vollkommenheit sein könnte..

Ist Eden jetzt oder später? – Nichts ist wie es ist und nichts bleibt wie es ist. Im Laufe von zwei Tagen geschieht viel. Öffne eine beliebige Tür, gehe vorsichtig einige Schritte in den Raum, schließe die Augen und stelle dir den vollkommenen Gegenstand in diesem Raum vor. Schritte in den Garten Eden gehören sicher dazu und würden uns interessieren. Ebenso kannst Du den Moment beschreiben, der Dich heute an diesen Ort gebracht hat.

Wie stellte man sich in alten Zeiten den Garten Eden vor? Da gibt es Bilder von Paradiesgärten. Oder vom Paradies. Sie zu suchen und zu untersuchen könnte sich lohnen. Stelle vom Garten Eden einen kleinen Holzschnitt nach alten Vorlagen her.

Kann natürliches Material zu geistigem werden? Ist Eden nur eine Idee? – Dieses Mal ermutige ich Dich, das Material des Gartens oder Waldes zu verwenden / es sich anzueignen / sich von ihm inspirieren zu lassen, seine Form zu ändern und es so umzuwandeln, das es mit Deinen Gedanken verbunden wird und eine druckgrafische Form findet.

Wie stellt man sich das Paradies vor? – Der Baumarkt oder das Atelier liefert das Material, aus dem man sich die Teile seiner Welt bauen kann. Wenn die Vorstellung von Eden dazugehört, dann nutze im weitesten Sinne die Möglichkeiten des Baumarktes oder des Matriallagers im Atelier.

Wie kommt man ins Paradies? Versuche in den Schriften der Religionen Antworten zu finden. Ist Eden der Ort der Geschichten? Versuche durch Internetrecherche herauszufinden, welche Geschichten es zum Garten Eden gibt, sammle sie.

Sind Inseln Paradiese? – Immer dort, wo der Rückzug möglich ist, entsteht eine Insel im weitesten Sinne. Ich möchte Dich bitten, einen solchen Rückzug zeitlich begrenzt zu vollziehen, erkläre einen Raum zur Insel,  und das Ergebnis zu zeigen.

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Buchalov

künftig/bald/nach vorne #3: Eden3

Das dritte Vorhaben im Rahmen dieser Projektreihe taucht wohl langsam am Horizont auf. Jürgen deutet in den letzten Tagen so etwas an. Nach „Wasser“ und „Transformation“ geht es jetzt um das Paradies: Eden.

Er nennt es Eden3, denn es gibt das geschichtliche Eden, dann das Eden2, mit dem sich Jürgen vor Jahren mit einigen anderen Künstlern im Alten Wasserwerk in Wachtendonk beschäftigt hat und jetzt eben Eden3.

Es ist Ende Januar, im Laufe der nächsten Woche will er starten, und es stellen sich Fragen: Eden, was bist Du? Eden, wo bist Du? Eden, was kannst Du? Tja, so ist das mit den Sehnsüchten.

Jürgen will da noch einmal ein Thema aufgreifen, dass schon vor einigen Jahren von ihm bearbeitet wurde, siehe hier: >>> [ EdenZwo] <<<. Dieses Thema gewinnt für ihn an zukünftiger Aktualität. Seine Fragen zu diesem Komplex hat er schon fixiert. In dem Projektbereich “künftig/bald/nach vorne” geht er immer so vor, dass er abklärt, welches Thema für ihn in die Zukunft führt. Diesmal ist es Eden, denn das Paradies als Sehnsuchtsort ist ihm momentan sehr nahe. Dann stellt Jürgen eine lange Liste von Fragen auf, die er hat und versucht Handlungsanweisungen zu entwickeln, die ihm helfen könnten diese Fragen zu beantworten. Und dann arbeitet er mit diesen Handlungsanweisungen. Das klingt jetzt sehr kompliziert und sehr geplant, sehr diszipliniert, sehr geordnet. Aber das ist es beileibe nicht, denn im konkreten Umsetzen entwickelt sich da vieles spontan und der Zufall ist dabei immer Jürgens Partner.

Bald soll es losgehen – in ein paar Tagen- und dann circa zehn bis vierzehn Tage lang. Mitstreiter und ihre Beiträge sind natürlich herzlich willkommen. Sie sollten, wenn möglich, mit diesem Blog verlinkt werden. Wir würden uns sehr freuen!

Buchalov

Projekt ohne Namen: „Bla ist grüner als La blau…“

Szene Eins: wir sitzen am Frühstückstisch und werfen uns gegenseitig halbe Sätze zu, die irgendwie mit dem ersten Satz von Susanne Haun, den man oben lesen kann, zu tun haben.

Szene zwei: Jürgen erfindet Halbsätze ohne Sinn und Verstand – einfach so.

Szene drei: es gibt so tolle Tiere. Man könnte eines davon im farbigen Zusammenhang verwenden.

Ihr fragt Euch sicher, wovon ich schreibe. Das Projekt “Projektohnenamen” geht weiter. Dabei schicken sich Susanne Haun und Juergen gegenseitig Halbsätze zu, die der andere vervollständigen soll und zusätzlich visualisiert. Surreales, Nonsens, Dada, Ernstes, Alltägliches: alles das ist möglich. Der letzte Beitrag erschien im November 2020. Aber jetzt geht es weiter. Und oben habe ich beschrieben wie Jürgen und ich diesmal mit der letzten Zusendung von Susanne umgegangen sind.

Susannes Halbsatz lautete: „Bla ist grüner als La blau…“

Und Juergen antwortet nun: „… und der Schleimpilz schweigt ein Gelb.“

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Und nun schickt er an Susanne den Halbsatz: der Berg, das Boot, der Baum und schon …

Buchalov

corona notes2: Stichworte

(am Anfang steht immer die Skizze)

Also, meinte Jürgen. Jetzt wolle er noch einmal in einem letzten zusammenfassenden Akt alle Stichworte zu Thema „Corona“, die ihm so in den letzten Wochen über den Weg gelaufen seien, auflisten. Das gebe die thematische Gemengelage, die seltsamen Positionen, die befremdlichen Diskussionen und die Gereiztheit ganz gut wieder. Er jedenfalls sei ihm Moment vom Kopf her in seinen Postionen ziemlich klar. Mehr sei ja auch nicht beabsichtigt gewesen.

Buchalov

ein paar Kronen

Zwei Kronen, altes Material, irgendwie altbacken, hat Jürgen in seinem Atelier gefunden. Die beiden Kronen haben auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel und gehörten mal zum Thema „Blumenkönig“.

Und da er die Papierarbeiten auch immer gerne um etwas Plastisches, ebenfalls aus Papier ergänzt, ist ja genug im Atelier vorhanden, sind weitere drei Kronen entstanden. Sie gehören zu den „corona notes“.

Buchalov

corona notes2: Leporello

Da gibt es eine Restepapierrolle – von wo auch immer, geschenkt wahrscheinlich.

Da gibt es einen langen Tisch.

Da gibt es den Versuch, das Papier auf diesem langen Tisch auszurollen und mit farbigen Kreisen zu versehen.

Und da gibt es am Schluss dann einen langen Papierstreifen, der alle wichtigen Linolschnitte zu „corona notes2“ enthält und der gefaltet zum Leporello werden wird – in den nächsten Tagen.

Buchalov

„corona notes2“: Wandtafeln

Also, die Anzahl der kleinformatigen Linolschnitte habe ich nicht gezählt. Jürgen wohl auch nicht. Vielleicht hat er auch den Überblick verloren. Bestimmt! Denn wer zählt, hat einen roten Faden. Und Halt. Und den hat Juergen bei diesem Thema momentan nicht. Stattdessen experimentiert er, denkt viel nach, liest einiges, hört manches und spielt mit dem Material herum.

Auf zwei Wandtafeln verteilt – er nennt das so, weil es ihn an die Wandtafeln in der Schule erinnert, die mit dem Rundholz oben, an einer Kordel aufgehängt – auf zwei Wandtafeln also hat er die wichtigsten Motive aufgedruckt. Das Papier war mal wieder Restepapier aus seinem großen Papierhaufen, der rechts hinterm Eingang im Atelier liegt.

Buchalov

Projekt ABC: A wie Atelier!

Wöchentlich ein Photo, beginnend am 10-01-2021 mit dem Buchstaben A. Ich habe von dieser Sache Jürgen erzählt, und er meinte, da finde sich sicherlich etwas. Oben sein Bild, ein Blick in den Druckraum und das Lager seines Ateliers.

Hier der Link zum Projektaufruf: >>> […Wortman …] <<<

Buchalov

für Myriades Impulswerkstatt: die Null

Myriades Impulswerkstatt, s. hier >>>, enthält als möglichen kreativen Impuls immer ein paar Photos. Da Jürgen ein bequemer Geist ist, entsteht beim ihm als Impuls eigentlich nichts Neues, wenn er die Bilder sieht, sondern er überlegt immer ganz kurz, ob es motivisch etwas aus seinem Bestand gibt, dass mit diesen Bildmotiven korrespondiert, und dann zeigt er es. Myriades Impuls reicht also bei ihm nicht allzu weit.

Diesmal seien es die Halbkreise, die ihn erinnert hätten, und ihn folgendes zeigen lassen:

Dieser Holzschnitt ist zum Thema „die Null“ entstanden, einer Collaboration mit Susanne Haun in 2016. Hier kann man auf meinem Blog noch mehr sehen: >>> [die Null ] <<<

Buchalov