Gibt es ein Konzept? Eine Haltung?

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Gibt es ein Konzept? Eine Haltung? Einen Plan? Eine Methode? Die Ahnung eines Vorgehens? Oder arbeitet man nur so vor sich hin? Wie wirken die Dinge um uns herum auf uns, wenn ich kein gesellschaftliches Neutrum bin. Juergen hat so seine Phasen. Und dann geht es um diese Fragen, die, die ihn und seine Kunst und die Verortung in der Welt betreffen.

Christel und Ilona von der „Künstlergemeinschaft Alpen“ waren schon vor längerer Zeit zu Gast in seinem Atelier und schon war man mitten in diesem Thema, genau in diesem Thema. Und auch mit seiner neuen Atelier Nachbarin hat er jetzt schon des Öfteren darüber geredet.

Juergen zählt ja zu den Vertretern, die dem Zufall im Arbeitsprozess vertrauen. Ja, er ist geradezu gespannt wie ein Flitzebogen auf zufällige Ergebnisse. Manchmal provoziert er sie sogar. Vielleicht auch als Gegengewicht zu dem vernunftbetonten und eher gleichmäßigen Arbeiten in seiner Kunst. Das gibt es nämlich auch. Juergen meint sogar, dass der Zufall in die Prozesse des Lebens und der Maschinen insbesondere der künstlichen Intelligenz als fester Bestandteil eingebaut sein müsste.

Aber dennoch vertraut er ebenso dem Prinzip des methodischen Vorgehens – manchmal auch, um den Zufall zu provozieren.

Buchalov

 

Na, dann wollen wir mal wieder!

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Das neue Jahr hat begonnen und meine Blogger-Pause ist vorbei. Juergen ist momentan im Atelier, seiner „Zelle k5“, und schaut mal, was ihn so ab morgen dort erwartet. Er wird an diesem für ihn so besonderen Ort genauso weiterarbeiten wie in 2019: „OrtMarken“ sind das Thema, einmal in der Form von Zeichnungen oder Holzschnitten und als Papierobjekte. OrtsMarken haben mit der Vermessung eines Ortes zu tun, meinte Juergen.Und vermessen hat mit begreifen zu tun, in den Griff bekommen. Na ja!

Und dann gibt es noch die kleinen Aktionen, die schon für 2020 geplant sind: >>> siehe hier <<<.

Die Tage über die Jahreswende war er in Cadzand an der holländischen Küste und hat von dort das hier mitgebracht:

Buchalov

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BFT ist jetzt

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BFT – Buchalovs Freunde Tour 2019 –  die war im August. Hier der Link: >>> [ …]

Und jetzt sei es an der Zeit, einiges aus dem damals entstandenen Skizzenbuch tiefer zu arbeiten. BFT sei jetzt. So Juergen. Daher hat er sein damals angelegtes Skizzenbuch durchforstet und die Entscheidung für drei Skizzen getroffen, die nun zu Linolschnitten, Scherenschnitten und zu Papierobjekten werden.

Ich schaue ihm mal, wie so oft, bei der Arbeit über die Schulter. Hier ein paar erste Eindrücke.

Buchalov

 

im Zwickelbüro: Tag 3

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Natürlich sei das ein Experiment, meinte Juergen am Tag 3 im „Zwickelbüro“. Einmal, weil man im „Zwickelbüro“ mit Formen und Techniken herumspiele und nicht wisse, ob man sich dem Thema wirklich annähere.  Zum anderen sei man im Ergebnis vollkommen offen und alles sei möglich – auch das Scheitern. Aber man könne ja drüber reden, schließlich seien sie zu viert bei diesem Projekt.

Und während Juergen an seiner Linoliumplatte herumschnitt und Antje Hintergründe montierte, tauchte zwischen ihnen im Gespräch das Thema vom Zufall und vom geplanten Zufall auf. Für Juergen ist das ein wichtiges Thema, denn er geht gerne auf zufällige Impulse im Arbeitsprozess ein – wenn er sie den wahrnimmt. Obwohl: sensibilisiert ist er dafür schon. Überhaupt die Hintergründe: immer wieder sind sie ein Thema zwischen den Beiden und haben gerade im malerischen Prozess von Antje eine große Bedeutung.

Hier ein paar Ergebnisse von Juergen und Antje:

Rita, die Dritte im Bunde, saß mitten im großen Raum, an einem kleinen Arbeitstisch und zeichnete spielerisch an einem oder mehreren Gehirnen und rollt die Gehirnwindungen zeichnerisch ab. Der Zwickel als keilförmiger Teil des menschlichen Gehirns läßt sie nicht los.

Und Tobias ist wohl noch am weitesten vom Thema „Zwickel“ entfernt, denn er schnitt pflanzliche Formen aus und übertrug sie auf Holz oder er experimentierte mit verschiedenen Transferpasten, die Fotokopien auf Holz abbilden können oder sollen. Wenn mehr Zeit zur Verfügung stehen würde, ja dann ….

An dieser Stelle sage ich nun „Tschüss“ aus dem Zwickelbüro. Im nächsten Jahr geht es zum Thema der weiter, im Februar 2020.

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Im Zwickelbüro: erster Tag

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Wenn sich vier Personen treffen und an einem gemeinsamen Thema arbeiten, dann müssen sie sich erst einmal wirklich treffen. Und reden. Und sich beschnuppern. Und etwas zeigen. Oder wild umherdenken. Oder wirken lassen. Und gemeinsam essen. So war es heute. Das Zwickelbüro nahm seine Arbeit auf: heute wurde es geöffnet.

Juergen hat gezeichnet. Wenn er sich einer Sache annähert, dann oft zeichnerisch und fotografisch. Oder klebetechnisch. So auch heute. Morgen will er einige zeichnerische Versuche mit denen er heute unzufrieden war, als Monotypie versuchen.

 

Antje ging forsch zu Werke: Ratz Fatz hing einiges an der Wand, wurde teilweise übermalt und das war der Einstieg. Der Rest waren Versuche auf Papier mit Farbe und Papier um die Zwickelform zu fassen. Sie war sich mit Jürgen einig, dass das Repertoire an Zwickelformen unbedingt erweitert werden muss: Zwickelformen müssen her.

 

Rita hatte vorrecherchiert und brachte Erkenntnisse zum Zwickel im Gehirn mit – was für einige ein gänzlich neuer Aspekt war. Ansonsten ließ sie sich treiben und versuchte einen Weg zum Thema zu finden.

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Und Tobias zog seine Kreise. Er näherte sich den Dingen, indem er sie leise umkreiste, fotokopierte, oder kopierte oder ausschnitt. Er experimentiere, so sein Kommentar.

 

Buchalov

das Zwickelbüro öffnet wieder für drei Tage

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Der Zwickel ist Dada ist Zwickel ist Spielwiese ist Zwickel ist Rhizom ist Zwickel.

Na ja, ich weiß: der Satz klingt kryptisch, typisch für mich, aber er ist ernst gemeint. Denn nächstes Wochenende öffnet wieder das Zwickelbüro, wenn Antje in Juergens Atelier aufläuft und die Beiden drei Tage lang auf „Zwickelreise“ gehen. Rita und Tobias sind ebenfalls vor Ort und wollen „mitreisen“. Sehr schön!

Beim letzten Treffen nahm die Arbeit ihren Anfang aus der Inspiration von Modebildern über Punkmode und endete bei Jürgen in Monotypien und bei Antje in „Colagenmalerei“: >>> [  ]

Diesmal will Jürgen mit zeichnerischen Skizzen starten, die er damals fertigte und die ihn über die ganze Zeit nicht verlassen haben: sie haben sich eingeprägt. Und vielleicht lässt sich aber auch eine Verbindung zu Netzen oder der  >>> „Parzelle 268“ <<<, seinem letzten Projekt, herstellen.

Im Notizbuch jedenfalls werden die Einträge immer umfangreicher.

Buchalov

Parzelle 268: #7

Ein paar Zeichnungen und Photos sind in den letzten Tagen noch entstanden. Aber sein Projekt laufe nun langsam aus, meinte Juergen. Die „Parzelle 268“ werde wohl geschlossen werden, denn Ende der Woche gehe es heimwärts.

Buchalov