Altglasfotografie: sich vertraut machen

Jürgen denkt nach. Soll ja nicht schaden. Es geht um die Bedeutung der Fotografie in seinem Arbeiten. Bisher hat die Fotografie zugearbeitet, Skizzen geliefert, Anregungen gegeben, dokumentiert und die Bilder für den Blog, Instagram und Facebook geliefert. Sie war untergeordnet. Jetzt entwickelt sich da offenbar wieder etwas Eigenständiges, indem Jürgen die alten Objektive auf der gebraucht gekauften Systemkamera verwendet.

Offenbar werden der Inhalt und der Gehalt des Bildes wieder wichtigerer. Gut, das Technische ist ja beim Fotografieren nicht unbedeutend und einige der Fotografen fokussieren sich sehr stark darauf. Die Bilder sind Beiwerk, die Technik ist das Zentrum. Bei Jürgen ist das genau umgekehrt. Wenn da ein Thema existiert und die Fotografie ist das geeignete Mittel, um die wichtigen Anliegen in eine Form zu bringen, dann wird sie eben verwendet. Das nimmt offenbar zur Zeit an Bedeutung zu.

Sein zentrales Thema sind momentan die Faltungen. Und das ist auch ein eigenständiges Thema für das Fotografieren. Damit wurde nun ein Thema von ihm gefunden, bei dessen Umsetzung er die neue Kamera und ihre Handhabung mit den Altgläsern erlernen wird. Er werde sich vertraut machen. Sagt er.

Es geht bei diesem Kennenlernen offenbar um Folgendes: Ausloten der technischen Möglichkeiten, das Spiel von Blende und Tiefenschärfe, das Scharfstellen insgesamt, das Spiel von Schärfe und Unschärfe, das Slow – Fotografieren, die Handhabung von zwei Objektiven und Zwischenringen, das Unscharfe als gestalterisches Mittel, die Nachbearbeitung in Fotoprogrammen.

In dieser Kennenlernphase steckt er jetzt mittendrin.

Buchalov

Künftig/bald/nach vorne: die alte/neue Kamera liefert weitere fotografischen Skizzen zu den Faltungen.

Ich lasse mal die Bilder sprechen. Hier einige fotografische Skizzen vor dem offiziellen Start des Arbeitsvorhabens:

Und hier fotografische Skizzen, die während des Projektes entstanden sind:

Buchalov

ABC – Projekt: G wie Gnadenmadonna und Gnadenkapelle

Die Gnadenmadonna gehört nach Kevelaer und ist als kleines Bildchen in der Gnadenkapelle dort untergebracht. Neben Altötting in Bayern ist Kevelaer nach Jürgens Wissen der bedeutendste Wallfahrtsort in Deutschland und alles in dieser Stadt hier am Niederrhein ist geprägt von den Menschen, die schon seit ewigen Zeiten zu diesem Bildchen pilgern. Hier herrscht eine eigene Stimmung in der Stadt. Jürgen fährt da ab und an schon mal hin, sonntags, läßt wirken und damit ist es dann auch gut.

Gnadenkapelle

Hier der Link zum Projekt: >>>Wortmann<<<

Buchalov

ABC Projekt: F wie Feld mit Fits

Ein Feld, davor eine Fits: das ist der Niederrhein hier an der holländischen Grenze. Die Felder gehen oft bis zum Horizont und die Fits, das ist ein Fahrrad – so nennen die Niederländer dieses Gerät und wir hier auch. Die Sprache hält sich nicht an die Grenze. Und in der Freizeit macht man eben eine kleine Fahrradtour oder Fitstour durch die Felder. Und in Coronazeiten erst recht.

Hier der Link zum Projektaufruf: >>> Wortmann <<<.

Buchalov

für Myriades Impulswerkstatt: eine OrtsMarke

Das da oben ist eine OrtsMarke. Juergen hat sie herausgesucht, weil ihn ein Foto von Myriade dazu angeregt hat.

Es gab dieses Bild eines Steines. Im Blog von Myriade. Gekoppelt mit der Aufforderung sich in einer Impulswerkstatt einzubringen. Das finden Jürgen und ich gut. Hier der Link: https://laparoleaetedonneealhomme.wordpress.com/2020/10/05/frau-flumsel-und-myriade-praesentieren/

Für Juergen ist klar, dass es sich bei diesem Stein auf dem Photo um eine OrtsMarke handelt. OrtsMarken markieren Orte. Orte haben eine Identität und Marken sind ihr Fixpunkt. Sie sind ein Zeichen. OrtsMarken kennzeichnen den Ort und stellen die Verbindung zwischen Ihm und dem Besucher her.

Auf Myriades Foto ist ein Stein zu sehen, ein gigantischer Block, offensichtlich bearbeitet, und er steht so, dass er das Meer sehen kann. Er steht hoch über ihm, denn von dort hat man den schönsten Blick. Er schaut hinaus. Und jeder von Seiten des Meeres aus kann ihn sehen. Ein markanter Punkt halt, mit einem markanten Stein als Zeichen des Ortes.

OrtsMarken sind schon seit geraumer Zeit ein zentrales Thema für Jürgen.

Buchalov

back to the studio, let’s do the loco-motion!

“back to the studio, let’s do the loco-motion!” Das hat Jürgen in den Stories bei Instagram und FB gepostet. Das ist ja auch klar, denn jetzt, wo unser Fahren mit dem Wohnmobil vorbei ist und die dunklen Jahreszeit ansteht, ist das Atelier sein Arbeitsraum. Hier wird das, was sich im Sommer an Material angesammelt hat, vertieft oder abgeschlossen.

Ich habe ihn beobachtet: er tut sich momentan schwer in seinen Räumen. Darauf angesprochen gibt er das auch zu. Der Arbeitsrhythmus falle nicht vom Himmel, auch wenn die Hauptthemen stehen: die OrtsMarken und der Schatten ist der Zwilling.

Also, so sagt er, spiele er erst einmal ein wenig herum, mit dem Fotoapparat, dem Papier, der Tusche. Dann finde er schon den Takt.

Auf einem Zettel machte er dazu Notizen:

Tusche – Kritzeln

Sich auf Formen einlassen

Formen interessant finden, sie beobachten

Keinen Plan haben

das Thema: Verdoppelung, Schatten

auf antrainierte zeichnerische Muster zurückgreifen

Vertrauen haben

jedes Ergebnis hat einen Wert

die Lebendigkeit

sich treiben lassen

auf das eigene Können vertrauen

Buchalov