und die Praktikantin hörte zu …

IMG_8892

Ich ging mit Juergen in den „Copyshop“ und irgendwie sind wir da in so ein Gespräch mit Oliver hineingeschlittert. Seine Praktikantin saß im Hintergrund, mit offenen Ohren zuhörend. Manchmal schmunzelnd.

Und es ging, ich glaube aus einem Wortspiel heraus, um „Tiefe“: um die Tiefe im Leben, in den alltäglichen Dingen. Und umgekehrt um unsere Oberflächlichkeit und Flüchtigkeit, zum Beispiel auf Facebook. Und Oliver erzählte, dass ihn ab und an in einem Beitrag dort die Tiefe anspringt, aber eher selten. Und erzählte ein Beispiel, bei dem er etwas über Hospizarbeit gelesen habe und was das mit den Helfern vor Ort mache, insbesondere dem Autoren des Blogeintrags.

Und Juegen erzählte von dem Versuch aufmerksam durchs Leben zu gehen, genau hinzuhören, genau zu schauen, die Störungen, die man erzeuge zu beseitigen, es gebe sie schließlich immer, um so der eigenen Tiefe etwas näher zu kommen. Vom Sterben haben sie auch geredet. Klar!

Und die nette Praktikantin hörte immer noch genau hin und stellte ihre Arbeit sogar kurzzeitig ein. Das, was sie da sah und hörte, kam wohl auch nicht alle Tage vor.

Beim Rausgehen sagte Juergen zu mir: „Das war irgendwie ein guter Moment jetzt, oder?“

Buchalov

die Prinzessinnen und der Prinz gehen und es kommt …

QIMG_1528

Susanne fand den Arbeitstitel „die Prinzessinnen und der Prinz“ für das Projekt von Heike, Juergen und ihr selbst nicht mehr ganz so toll. „Sie hat ja recht“, meinte Juergen. Eine „vernünftige“ Projektüberschrift soll nun her: kurz, knapp, sachlich treffend. So Ihre Vorgaben. Und Juergen ergänzte im Gespräch mit Ihr das Ganze um die Kategorie „Humor“. Dann wäre er sehr zufrieden.

Und jetzt wartet er auf Vorschläge von Susanne und Heike und hat die seinen schon im Notizbuch des Handys abgespeichert. Drei Ideen gefallen ihm Momentan – aber das kann sich ja auch schnell wieder ändern: „über was auch immer“, „3 x selbst“ und „aushalten“. Mal schauen, bin gespannt, was die Drei ausbaldowern.

Buchalov

nicht immer einfach

IMG_3005

Weil Weihnachten naht, hat Juergen jetzt erste Versuche als Probedrucke mit seiner „Weihnachtsedition“ vorgenommen. Zu Weihnachten erstellt er nämlich immer eine kleine Edition, ein Blatt diesmal, das dann den Weg in die Welt finden soll und an seine Freunde verschenkt wird. Auf weihnachtliche Motive verzichtet er möglichst, aber eine inhaltliche Nähe zum Fest soll schon irgendwie bestehen. Das ist nicht immer einfach.

Momentan „spielt“ er mal wieder rum. Na ja. Er wird das schon machen.

Buchalov

Jörgs Atelier

IMG_3001

Juergen hat Jörg getroffen. Letzten Samstag. In dessen Atelier am Brühlschen Weg in Geldern. Sie hatten sich wohl lange nicht gesehen.

Das sind schon so zwei Typen, die Beiden. Die mögen sich, keine Frage.

Und sie haben sich was zu sagen. Heute auch. Beim Kaffee und Capuccino. Es ging vorrangig um die Atelierszene in Geldern, und was sich da so getan hat. Aber auch um die anstehenden Projekte – von Jörgs Beteiligung auf dem Geldener Weihnachtsmarkt bis hin zu Juergens Ausstellung mit Susanne Haun im Sommer in Rees.

Und vorher hat Joerg ihm noch ganz kurz sein Atelier gezeigt.

Buchalov

die Prinzessinnen und der Prinz

IMG_2945

„Dieses Projekt hat es wirklich in sich. Das macht einiges mit einem“, meinte Juergen gestern zu mir. Er meinte die Kooperation mit Susanne Haun und Heike Schnittker unter dem Titel „die Prinzessinnen und er Prinz“. Man schickt sich „Selbst – Portraits“ im Kreislauf zu und die anderen dürfen sie ohne Einschränkung bearbeiten und verändern.

Erst einmal müsse man aushalten, was man da als Endergebnis zurückbekomme, wissend wie das Ausgangsbild ausgesehen habe, welche Energien damals da  hineingeflogen seien und sehend, was man nun als Endergebnis zurückbekomme. In der Regel sei es keine Wiedergabe mehr von sich selbst. Heftig, heftig!

Weiterhin sei bisher oft mit voller Energie in das Ergebnis der Anderen „hineingebaut“ oder gezeichnet worden. Die Vereinbarung habe das ja auch zugelassen. Aber dennoch müsse man auch hier starke Nerven haben, wenn man dann sehe, wie der eigene Beitrag allmählich in den Arbeitsspuren der Anderen verschwunden sei und sich verloren habe.

Was man allerdings beim Betrachten seiner Meinung nicht leugnen könne: die Bilder hätten verdammt viel Energie in sich.

Aber es beginne ein Umdenken. So sein Eindruck. Er, Juergen zum Beispiel, habe sich  jedenfalls mittlerweile eine größerer Zurückhaltung auferlegt. Gestern habe er in einem Bild nur eine Linie gezogen, fertig! Mehr nicht. Und damit sei das Bild für ihn fertig gewesen. Er habe diesmal insgesamt lange gebraucht bis er fertig gewesen sei, denn er habe vieles bedenken müssen, weil er nichts zerstören wollte.

Bei einem Bild sei ihm das aber auch nicht gelungen. Das bekomme Susanne nun zurück, und er bitte sie, komplett von vorne zu beginnen..

Die nächsten Werke habe er jedenfalls jetzt wieder zu den Prinzessinnen auf den Weg gebracht.

Buchalov

Tauschobjekte BFT 2017

img_2963.jpg

Ich sah Juergen über die Schulter und vor ihm auf dem Ateliertisch lagen die Blätter und Dinge, die er auf seiner  >>> „Buchalovs Freunde Tour 2017“ <<< getauscht hatte. Jetzt entstehen daraus freie Zeichnungen. Und daraus dann Weiteres. Ich bin gespannt, denn Juergen hat außer der Methode des Vorgehens, natürlich rhizomartig, keinen Plan. „Und was bedeutet in diesem Falle rhizomartig“, habe ich ihn gefragt?

„Treiben lassen und Keimstellen suchen“, war seine kurze Antwort.

Buchalov