ABC – Projekt: G wie Gnadenmadonna und Gnadenkapelle

Die Gnadenmadonna gehört nach Kevelaer und ist als kleines Bildchen in der Gnadenkapelle dort untergebracht. Neben Altötting in Bayern ist Kevelaer nach Jürgens Wissen der bedeutendste Wallfahrtsort in Deutschland und alles in dieser Stadt hier am Niederrhein ist geprägt von den Menschen, die schon seit ewigen Zeiten zu diesem Bildchen pilgern. Hier herrscht eine eigene Stimmung in der Stadt. Jürgen fährt da ab und an schon mal hin, sonntags, läßt wirken und damit ist es dann auch gut.

Gnadenkapelle

Hier der Link zum Projekt: >>>Wortmann<<<

Buchalov

künftig/bald/nach vorne #4: Faltungen

Es ist Zeit für einen weiteren Blick nach vorne. Die Einschränkungen der Pandemie wirkten sich offenbar positiv auf Jürgens Projekt “künftig/bald/nach vorne” aus: im geschützten Raum des Ateliers kann er die Dinge ohne großen Einfluss von außen vorantreiben, die er schon immer angehen wollte, und die für ihn eine Perspektive haben. Und die Faltungen als Thema beginnen sich ihm nun zu nähern, denn er sucht schon im Atelier nach alten Ergebnissen, fotografiert fleißig und sucht im Internet nach Anregungen.

Falten, entfalten, knicken: Faltung: was ist das? Ist dies eine für Jürgen zukünftig zu nutzende Technik? Ist das Basic so wie die Linie oder der Punkt oder die Transformation oder das Wasser? Es wird Zeit da einiges zu klären! Das Thema scheint wichtig zu sein, denn schon seit Jahren tauchen in Jürgens Werk vereinzelt Faltarbeiten auf, von denen er, so sagt er, nicht genau wisse, was das eigentlich solle. Scheinbar gebe es da eine Faszination und ein verzagtes Umsetzen von Ansätzen. Wenn ein Thema jetzt nach vorne weise, dann sei es das „der Faltung“.

Also hat er sich wieder einige Fragen gestellt, hat Handlungsanweisungen zu ihrer möglichen Beantwortung entwickelt und will in den nächsten Tagen mit diesem Thema im Atelier starten. Wer teilnehmen möchte ist dazu herzlich eingeladen. Jürgen würde sich sehr freuen.

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Zeitmaschinen: das sind sie!

Die gedankliche Kette bei Jürgen war folgende: Garten Eden, die Zeit, die Zeit ohne Zeit, die Zeitmaschinen.

In Jürgens Vorstellung, so sagte er mir, ist die Zeitmaschine etwas, das pumpt und drückt und schiebt und bewegt. Der zu bewegende Gegenstand ist die Zeit. Da kommt etwas rein und geht etwas raus. Unentwegt. Ständig. Immer und ewig.

Und jetzt hat sich da einiges angesammelt, dass den Begriff der Zeit zu fassen versucht. Nur wer etwas in eine Form bringen kann, wird die Dinge klären – so lautet wohl seine Devise. Also:

Die Zeitmaschinen, entworfen für die „Schweizer Miniprint Competition“:

Die Zeitmaschine, die aus einer Landschaftsskizze zu den Bunkeranlagen von Hirtshals entstanden ist:

Die Zeitmaschine, die eine Person sein könnte:

Und die Zeitmaschine als Quader aus Papier und Pappe, gewachsen ohne Plan, einfach so aus Resten zusammengeklebt und fotografiert mit Jürgens neuem Spielzeug, der Altglaskamera:

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die Zeit und die Zeitmaschine

Zwei Druckstöcke, tiefe Griffe in den Stapel der Papierreste mit anschließendem ungeplanten, aber spontane Drucken. Und die Titel waren vom Anbeginn an klar: die Zeit, personalisiert, und die Zeit als Maschine.

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„schauen, wundern, schlucken – Norwegen“: Holzschnitte Teil 2

Wenn es läuft, dann läuft es. Manchmal!

In diesem Falle: Neun Holzschnitte von einer Reise durch Norwegen waren es, und das gibt in Regel bei allen Variationen einen reichen Bestand an Drucken. Einige davon habe ich auf Bitten von Jürgen schon gezeigt. Hier also deshalb der zweite Teil zum Thema:

In einem zweiten Arbeitsrutsch gab es dann noch das hier:

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„schauen, wundern, schlucken“: So müssen sich Ameisen fühlen!

Keine Frage: Es war überwältigend schön damals. Und es war die Natur, die einen ganz klein werden ließ, im positiven Sinne, die einen auf ein Normalmaß zurechtstutze, und die einen überwältigte. So müssen sich Ameisen fühlen.

2016 sind wir einige Wochen in Norwegen unterwegs gewesen, und es entstand eine reich gefülltes Skizzenbuch. Die Skizzen sind so angelehnt, als wenn von außen auf eine Natur und Landschaft geschaut wird, die sich in einem Bühnenszenarium präsentiert. Landschaft als Szenarium. Es ging Reduktion in der Darstellung von Landschaft, mit reduzierten „Bühnenanweisungen“ bestehend aus Punkten, Clustern, einzelnen Worten, kleinen literarischen Hinweisen und und und. Dieses Skizzenbuch hat Jürgen wieder ausgegraben und setzt jetzt einiges davon in Holzschnitten um, kleinschrittig, klein im Format und reduziert in den Farben.

Neun Motive als Holzschnitte sind es geworden. Und das ging so: Reste von Holz gesucht, in das sperrige Zeug die Motive geschnitten, das Splittern in Kauf genommen, das Verschneiden zum gestalterischen Prinzip erhoben, Vorabdrucke in schwarz/ weiß erstellt und dann den Rest nach dem Prinzip der verlorenen Platte mit verschiedenen Farben realisiert, Titel: schauen, staunen, schlucken – Norwegen.

Es sind so viele Ergebnisse geworden, dass Jürgen meinte, ich solle sie in zwei Schritten zeigen. Das hier wäre also Teil 1.

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Altglasfotografie: da hat ihn wohl jemand angesteckt!

Jürgens Gitarre, Sony NEX 5, Objektiv mamiya sekor sx, f=55mm/1,8

Da hat ihn wohl jemand angesteckt. Der Amateurfotograf, Link hier: >>> amateurphotograph <<<, hat von seiner Leidenschaft der “Altglasfotografie“ berichtet. Das bedeutet nicht, das man einen Altglascontainer oder Altglasflaschen fotografiert, sondern das man mit alten Objektiven fotografiert, liebevoll Altglas genannt. Jürgen kamen seine alten Objektive und seine alte Spiegelreflexkamera wieder in den Sinn. Das ist die Kamera, die er sich als Student vom Munde abgespart hat, und die er wie einen Schatz hütet bzw. liebt. Mit der allerdings in Zeiten des Verschwindens von analogem Filmmaterial kein Fotografieren mehr möglich scheint.

Dann wenigstens der Einsatz der Objektive hat sich Jürgen wohl gesagt und eine gebrauchte Systemkamera Sony NEX5 für 59 Euro gekauft, einen Adapter für die Objektive, eine Speicherkarte besaß er noch, und dann legte er los.

Seine erstes Bild mit dem alten Objektiv und der neuen Kamera habe ich oben gezeigt. Warum tut er das jetzt? Er liebt seine alte Spiegelreflexkamera, die aus der Zeit gefallen ist, für die es kaum noch Filme gibt und die so herrlich unhandlich in der Handhabung ist: Motiv suchen, Bildausschnitt bestimmen, scharf stellen, Blende auswählen, Tiefenschärfe beachten und all diese Dinge: Langsames Fotografieren. Und dabei geht einiges schief. Das genau aber ist es: Bilder mit Fehlern, darin besteht der Reiz.

Das hier sind ausgewählte Aufnahmen der ersten zwei Tage :

Jürgen hat mir sehr breit erzählt wie er sich die Zukunft mit dieser Kamera vorstellt: Fotoskizzen für Zeichnungen erstellen, Fotos zum Thema Zwickel und Stoffe, Fotos unperfekt und mit zufälligen Fehlern, kleine Fotoprojekte, Fotoexpertimente mit Filtern oder billigen Vorsätzen, Fotos vom Basismaterial für die OrtsMarken, Fotoskizzen, die die Druckskizzenbücher ergänzen, Schwarzweiß – Fotografie, Fotobücher und und und. Mein Gott, meinte er, da gebe es so vieles, was man fotografisch machen könne und was die Holzschnitte und Zeichnungen ergänze, ihnen vielleicht sogar zuarbeite.

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ABC Projekt: F wie Feld mit Fits

Ein Feld, davor eine Fits: das ist der Niederrhein hier an der holländischen Grenze. Die Felder gehen oft bis zum Horizont und die Fits, das ist ein Fahrrad – so nennen die Niederländer dieses Gerät und wir hier auch. Die Sprache hält sich nicht an die Grenze. Und in der Freizeit macht man eben eine kleine Fahrradtour oder Fitstour durch die Felder. Und in Coronazeiten erst recht.

Hier der Link zum Projektaufruf: >>> Wortmann <<<.

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