OrtsMarken Römö und Montroig-Bahia

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Auf einer der vielen Fahrradrundfahrten auf Römö im Juli letzten Jahres sei er bei einer kleinen Picknickpause über diese Marke gestolpert, so Jürgen. Er könne sich auch immer noch gut an die vielen Trödelstände auf der Insel erinnern. Für ihn seien das echte Höhepunkte gewesen. Überhaupt: was für ein Strand auf dieser Insel!

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Und das hier sei ihm am Strand von „Montroig- Bahia“ in Spanien vor die Füße gefallen, da wo Miro von der „Mas Miro“ aus immer an den Strand gegangen sei. Miro habe dort im Meer gebadet, seine Gymnastik gemacht und Fundstücke vom Strand in sein Atelier mitgenommen, so sagt man.

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einmal Harlesiel und einmal Montroig

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Zwei Tuscheskizzen waren der Anfang, vor Ort in Harlesiel  und Montroig/Spanien entstanden. Und jetzt sind es zwei Holzschnitte geworden: so sieht’s eben aus, wenn Juergen Zeit und Ruhe hat.

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der erste Zwickel

Es falle ja nichts vom Himmel. Einfach so. Man müsse sich schon mit den Dingen beschäftigen, erst gedanklich, dann zeichnerisch. Und schließlich auch irgendwie abschließend. Oder Versuche anstellen, bevor man wirklich loslege.

So sei es auch mit dem Thema „Zwickel“, meinte Juergen. Und hat den ersten Prototyp gestartet. Ein zartes Herantasten an eine Idee im Kopf sei das.

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Was habe ich denn da gemacht?

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Spontan sagte Juergen: „Was habe ich denn da gemacht?“

Wenn er so seine Holzschnitte druckt, dann gibt es den Andruck und es gibt den, so nennt er es, „Abdruck“. Der Andruck ist das erste Blatt, bei dem der Farbauftrag noch nicht die gewünschte Sättigung auf der Platte erreicht hat und wo noch einmal geprüft wird, ob Komposition und Farbwahl stimmen. Denn Juergen arbeitet immer mit dem Prinzip „der verlorenen Platte“.

Der Abdruck ist das letzte Blatt, das er druckt, damit der Druckstock schon mal vorab von der Restfarbe ein wenig gereinigt wird. Er weiss, dass dies kein Fachbegriff ist. Aber so gefällt es ihm.

Und dazu verwendet er immer Papiere aus seiner Papiersammlung, irgendein Blatt, oft eine Fotokopie, das er willkürlich greift und verwendet. Und das war auch diesmal so. Herausgekommen sei etwas, dass ihn überrascht habe, positiv, und das er dann mit Buntstift nachbearbeitet habe.

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Und das sei, so Jürgen, das Zentrum des Geschehens. Es gehe um den Faktor Zufall – zulassen, nicht zulassen, erkennen, nutzen, gezielt herbeiführen. Es gehe um das Situative – Wahrnehmung von Dingen im Prozess, die abweichen, sie nutzen, offen sein, die neuen Wendungen akzeptieren, mit dem Spannungsfeld von Plan und tatsächlichem Ergebnis leben. Es gehe um das Aushalten solcher Dynamiken, um die Umleitung von vermeintlichen Fehlern in Konstruktives. Und es gehe um die Zeit, sich Zeit nehmen, nachdenken, versuchen, den Prozess unterbrechen, später wieder aufnehmen, eigene Zeitsetzungen sausen lassen.

Solche Sachen halt.

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der zweite Schritt: #2 – 2019

Da steht ein Thema an: „der Zwickel“. Zusammen mit Antje. Ein ganzes verlängertes Wochenende lang. Über Karneval. Auch so eine Art von Karnevalsflucht. Sie wollen sich herantasten. Und mit dieser Skizze hat nun die konkrete Umsetzung bei Juergen begonnen.

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mal wieder die Wand …

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Vorher – nachher: Jürgen weiß oft gar nicht mehr, was vorher war, wenn er so seine Wand anschaut. Aber so steht sie im Moment vor ihm, das genügt.

Und morgen ist ein neuer Tag!

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