Schlagwort: Zeichnung

  • vom Zeichnen

    Wir traffen uns beim Jazzfrühschoppen an der Burgruine in Wachtendonk.

    Juergen hörte aufmerksam zu als Boris von der Bedeutung des Zeichnens für seine Arbeit redete und meint, dass er, wenn er thematisch im „Loch hänge“ viel lese, aber genauso viel zeichne, morgens, nach dem Frühstück, bevor er das Haus für die Arbeit verlasse. Diese kurze Zeitspanne zwinge zur Konzentration auf das Wesentliche, thematisch und zeichnerisch, wirke hingehuscht – lebendig und da habe Boris recht, irgendwie ergebe sich daraus dann ein Thema. Er zeichne oft auf Resten der Post oder Zeitungen und wenn sich dann eine „rote Linie“ zeige, nehme er eine Zeichenkladde. Auch in den Filmen nehme das Zeichnen einen immer größeren Raum ein.

    Die Bedeutung des Zeichnens sei ihm erst in den letzten Jahren wieder aufgegangen. Das habe auch mit der KGB – Arbeit zu tun.

    Buchalov

  • zeichnen

    Boris war gestern hier und hat mir bei einigen Reparaturen in der Garage geholfen. Dann haben wir eine Tasse Kaffee getrunken und über Kunst geredet. Boris erzählte, dass er, wenn alles funktioniert, auf der Niers fahren will, allein, in dem blauen Faltboot, das er sich vor Jahren auf dem Trödel gekauft hat und das bisher unbenutzt in seiner Garage lag. Das sei ein Traum. Sein Traum.

    Und er will zeichnen, was er sieht. Und dieses Zeichnen ist nur zeichnen, ohne klaren Plan und er will sehen, wohin ihn das führt, ob aus den Zeichnungen mehr wird. Denn in der Regel sei dies so, dass man einfach so zeichne und dann plötzlich merke, dass sich da etwas entwickle: ein Thema, ein Motiv, etwas Tragfähiges. Das Zeichnen sei immer der Anfang. Übernachten wird er im Zelt.

    Bin gespannt.

    Buchalov

  • Surium 15-06-2011

    Nach der Fülle kommt die Leere. Nach einem solch langen und intensiven Projekt wie „Surium“ stellt sich natürlich die Frage “ Was nun?“

    Ich weiß es nicht. Im Atelier wartet zwar noch ein  Holzschnitt auf Fertigstellung und auch mein Internet -Buch „Lara Zeichnungen“ muss noch fertiggestellt werden. Aber ich weiß dennoch nicht wie es inhaltlich weitergeht. In der Regel kommen die Themen zu mir – bisweilen muss ich nachhelfen.

    Ich werde wohl wieder den Weg über die Zeichnung suchen: zuhause einfach in eines meiner leeren Blankbooks zeichnen, irgendwelche spontanen Dinge und sehen, wohin mich das trägt. In der Regel entsteht daraus ein neues Projekt.

    Oder ich lasse es ruhig angehen und mache erst einmal nichts – eine Pause. Wenn das denn überhaupt geht, denn die Maschine, das Gehirn – wie ich es nenne , läuft ja immer weiter in Richtung Kunst.

    Mit diesem Eintrag heute schließe ich das „Online Tagebuch Surium“. Ich bin klar, mit uns, mit mir, mit dem Projekt. Das Ergebnis liegt vor. Die Ergebnisse sind im Internet eingestellt. Das Projekt  und das Tagebuch haben funktioniert. Danke für das Interesse und die Unterstützung – im Namen von uns Dreien!

    Ab morgen schreibt wieder „Buchalov“ seine Geschichten und Jürgen führt sein Tagebuch ebenfalls weiter.