Juergen räumt momentan auf, in seinem Atelier, denn nur so könne er in die nächsten Wochen starten, behauptet er. Und dabei ist ihm aus seiner Materialkiste dies hier vor die Füsse gefallen:
Wer sich wiedererkenne, möge sich bitte melden, meinte er schmunzelnd.
Ein Selbstporträt ist ein Portrait, von sich selbst, klar. Und doch ist man dies nicht selbst, den man da abbildet, sondern man ist ein künstlerisches Objekt wie viele andere, die man im Laufe der Zeit bearbeitet hat. Man tritt in Distanz zu sich selbst. Man ist sein eigenes Objekt und Subjekt zugleich. Spannend! Mehr als spannend!
So Juergen heute morgen zu mir in „Zelle k5“ als wir frühstückten. Bisweilen tun wir dies.
Hier die unfertigen Bilder, die Juergen momentan in diesem Zusammenhang erstellt hat, und die ihren Weg zur weiteren Übermalung zu Susanne Haun und Heike Schnittker finden sollen. Sie alle drei arbeiten nämlich gemeinsam am Projekt „die Prinzessinnen und der Prinz“.
"So, Heike ist fertig", sagte Juergen zu mir. Manchmal sagt er auch liebevoll "Prinzessin". Mehrere Tage hat er mit dem Ergebnis gekämpft, das ist wahr. Susanne Haun, Heike Schnittkerund er schicken sich nämlich rundum Selbstportraits und übermalen diese.
Nach seiner Philosophie "der Präsentation nach dem Prinzip des Rhizoms" sei es aber nicht nur dieses eine Bild, sondern die gesamte Sammlung an Material, die von Bedeutung sei und das Bild ausmache. Sollte es zu einer Ausstellung kommen, müsste dies alles arrangiert und gezeigt werden. So Juergen.