Christel und Ilona von der Künstlergemeinschaft aus Alpen haben Jürgen vor Tagen im Atelier „Zelle k5“ besucht. Einfach so. Um mal zu schauen. Das Ganze war herzlich und offen. Richtig schön! Und mehr als angenehm.
Solche Besuche sind nicht nur Besuche, sondern in der Regel zwingen sie einen im Gespräch zur Selbstvergewisserung. So war es auch diesmal, meinte Juergen Und das wäre gut so. Mehr als gut so sei es gewesen. Jürgen scheint immer noch davon zu zehren. Deshalb ist dieses Bild für die Beiden als kleines Dankeschön gedacht!
Der Zwickel ist Dada ist Zwickel ist Spielwiese ist Zwickel ist Rhizom ist Zwickel.
Na ja, ich weiß: der Satz klingt kryptisch, typisch für mich, aber er ist ernst gemeint. Denn nächstes Wochenende öffnet wieder das Zwickelbüro, wenn Antje in Juergens Atelier aufläuft und die Beiden drei Tage lang auf „Zwickelreise“ gehen. Rita und Tobias sind ebenfalls vor Ort und wollen „mitreisen“. Sehr schön!
Beim letzten Treffen nahm die Arbeit ihren Anfang aus der Inspiration von Modebildern über Punkmode und endete bei Jürgen in Monotypien und bei Antje in „Colagenmalerei“: >>> [ ]
Diesmal will Jürgen mit zeichnerischen Skizzen starten, die er damals fertigte und die ihn über die ganze Zeit nicht verlassen haben: sie haben sich eingeprägt. Und vielleicht lässt sich aber auch eine Verbindung zu Netzen oder der >>> „Parzelle 268“ <<<, seinem letzten Projekt, herstellen.
Im Notizbuch jedenfalls werden die Einträge immer umfangreicher.
Ist es das Meer oder ist es der Fluss? Ist es die Nordsee oder ist es die Ems? Am Dollart vermischte sich das gestern.
In der „Kunsthalle Emden“, da vermischte sich beim Anschauen von vielen Nolde- Bilder auch einiges. Die „Causa Nolde“ schwebte umher. Hier Zitate aus einer Sammlung von Karten, die Auslagen: ein Kunstwerk ist unschuldig, auch Blumen haben eine Gesinnung, Kulturschock-so sind Menschen, Nolde ist Nolde ist Nolde ist Nolde, künstlerisch ein Genie – menschlich ein Schwein. Mir fällt dazu auch noch Horst Jansen ein. Buchalov nickte.
Wir sind mit der Fähre nach Petkum rüber und dann mit dem Rad nach Emden. Und wir sahen expressionistische Malerei aus der Sammlung Nannen und Ziegler. Bei Juergen hat es „Klack“ gemacht. Er werde, so glaubt er, bei einigen der nächsten Zeichnungen darauf Bezug nehmen. Und bei Kirkeby habe es nicht nur „Klack“ gemacht, sondern „Peng“, meinte Jürgen. Da seien sie wieder hochgekommen, diese zentralen Begriffe wie „Sedimente, Mäander, Schichtung, die Rhyzomformen. Er war richtig begeistert.