Manchmal findet man Dinge, die einen erstaunen, weil man sie mal gemacht hat. Auch wenn man sie heute so nicht mehr erstellen würde. Das gilt für den obigen Film aus 2010.
Das Prinzip aber, die sokratische Methode, ist aus Jürgens Arbeiten und deren Entstehung nicht wegzudenken, bis heute.
Man – ich sollte sich – mir schon Rechenschaft darüber ablegen, was einen – mich antreibt bei der Erstellung und der Pflege eines solchen Blogs.
„Buchalovs Blog“ ist spontan und situativ entstanden. Beim Stöbern im Netz bin ich auf „WordPress“ und die dortigen Blogmöglichkeiten gestoßen. Die Anmeldung, das „sign up“ war, dann ein Klacks. Danach habe ich die konzeptionelle Idee zu diesem Blog vorangetrieben, eingebettet in mein „Buchalov Projekt“ in „Zelle K4“, und bei den Settings umgesetzt. Den letzten Schliff zur Gestaltung des Blogs kam von Guido Terlinden.
Und das Motiv? Warum blogge ich?
Wer Kunst macht, macht sie in erster Linie für sich selbst. Aber auch für die Öffentlichkeit. Und ich habe gerne die Kontrolle über meine gesamten kreativen Prozesse. Der Blog läßt dies alles zu.
Wer Kunst macht, ist auf Dialog angelegt. Dies ist die Intention eines Blog. Also macht ein Blog Sinn.
Der Dialog ist auf Zugewinn an Erkenntnis angelegt. Hier ruft der alte Sokrates. Dies lässt sich durch Bloggen erreichen.
Und nicht zuletzt: der Blog zwingt mich, Ordnung in meine Gedanken zu bringen. Sehr wichtig.
Dieser Satz stammt von Thomas Struth. Heute gelesen in der RP. Beim Frühstück.
Es stimmt. So empfinde ich auch.
Wenn ich in meiner Garage sitze vibriert die Maschine, an der ich baue. Vor der Tür steht die Welt und oft weiß ich nicht, ob es die Maschine ist oder die Welt, welche vibriert.
Ich versuche zu verstehen, wie das alles zusammenhängt und ich finde, dass ich auch schon ganz schön weit gekommen bin in meinen sechzig Jahren.