Die Pause sei beendet, sagte Juergen, rückte auf seinem Zeichentisch die Tuschegläser zurecht, sortierte die Federn und Pinsel und legte los. „Dann wollen wir mal wieder nullen!“ Er hatte richtig Spaß. Das konnte ich sehen.
Er freue sich wirklich auf die Fortsetzung des zeichnerischen Dialogs mit Susanne Haun.
Als Jürgen nach seiner „Buchalovs Freunde Tour“ im Juli Berlin wieder verließ, gab Susanne Haun ihm die erste Zeichnung des neuen Projekts mit auf den Weg. Ein zeichnerisches Zwiegespräch sollte es werden.
Die Prämissen für dieses neue Projekt waren einfach und schnell aufgezählt:
1. Der Titel lautete „wegschütten“
2. Die Arbeiten dürfen nicht größer als A4 sein und sollen mit Tusche gezeichnet werden.
3. Das Trägermaterial der Zeichnungen kann beliebig gewählt werden
4. Der Dialog geschieht ohne sprachlichen Kommentar – nur die Zeichnung bestimmt das Miteinander
5. Die Zeichnungen werden per Mail hin und her gesendet.
6. Das Projekt fand im August 2015 statt.
Und heute hat Juergen mir erzählt, dass das dazugehörige Künstlerbuch nun auch fertiggestellt sei:
Ein dialogischer Stau sei es gewesen. So Juergen. Und er bezog sich auf das zeichnerische Projekt „das Jahr Null“ mit Susanne Haun. Die Beiden sind mitten in einem zeichnerischen Dialog und hatten wohl Verständnisprobleme. Juergen wußte nicht, was Susanne ihm mit ihren letzten Bildern sagen wollte und daher war er leicht blockiert. Sie haben sich daraufhin per Mail ausgetauscht.
Ich habe ihm vor Tagen über die Schulter geschaut als er die nächsten Zeichnungen angefertigt hat. Von Blockade war da nichts mehr zu spüren.