Buchalovs Blog

  • Buchalov denkt über Schnittmengen nach

    Jetzt, wo ich den Blog eingerichtet habe mit der Absicht des Dialogs, muss ich sehr genau überlegen, über was ich schreiben soll. Nur solche Themen haben eine Chance auf Resonanz, die ich in meinem Focus für wichtig halte und die gleichzeitig, für meine Gäste von Interesse sind.

    Aber was habe ich zu berichten, über was habe ich zu berichten, das bedeutsam wäre? Wo findet sich die thematische Schnittmenge?

    Heute habe ich plötzlich und unerwartet eine Krone meines hinteren linken Backenzahns verloren. Sie hat sich einfach beim Kauen von Lakritz, das ich beim Tanken in Holland gekauft hatte, gelöst. Der sofortige Anruf beim Zahnarzt brachte eine Termin, in zehn Minuten war ich vor Ort, der Zahn wurde repariert und eine Stunde später war alles wie immer.

    Sind es solche Geschichten, die Interesse finden?

    Daniela ist gestorben. Sie lag morgens neben ihrem Mann tot im Bett. Sie war immer quicklebendig, tanzte, sang, reiste, war beliebt, neugierig auf alles, menschennah und einfühlsam. Auch hübsch, eigentlich schön, der mediteranne Typ. Jetzt ist sie tot, gestorben mit 51 und wir haben sie vorletzte Woche bei Regen und Schnee und eisiger Kälte begraben. Und es klingt abgetroschen, wenn man sich fragt, was das jetzt sollte? Wo da der Sinn war? Oder ob das der Sinn ist? Und wie man da helfen kann?

    Oder sind es solche Themen, die es auf den Punkt bringen?

    Ich werde einfach aus meinem Leben berichten. Fertig!

    Buchalov

  • die Sehnsucht

    Es gibt einen Film von mir und meiner Sehnsucht.

    In meiner Garage habe ich eine Maschine gebaut, oder besser: ich baue immer noch an dieser Maschine. Sie ist zu nichts nütze. Sie läuft nur. Und ich liebe Sie.

    Aber was soll ich so viele Worte machen: hier ist der Film !

    Buchalov

  • geboren

    Hier wurde ich geboren – hinter diesem Fenster in einem Raum, einer Mischung aus Wohnzimmer und Esszimmer, 1950.

    Meine Eltern schliefen auf  Schlafsäcken, gefüllt mit Stroh. Und ich lag in einem Wäschekorb, meinem Kinderbett. So wurde mir erzählt.

    Mein Name ist Buchalov, Sergej Buchalov.

    Der Krieg war damals fünf Jahre vorbei. Das war mein Glück. Ich habe einen Krieg nie am eigenen Körper erfahren müssen.

    Es geht mir heute gut – im Großen und Ganzen.

    Buchalov