Dede puppets

Juergen kam zu mir ins Schlafzimmer. Wir saßen an meinem Zeichentisch und er fragte, was das denn auf sich habe mit den „Dede puppets“. Er habe da etwas mitbekommen.

Ich habe ihm erklärt, dass es in Neuseeland eine deutsche Künstlerin gebe, Dietlind Wagner, die an unser beider Verhältnis –  Juergen und Buchalov, Buchalov und Juergen – Gefallen gefunden hätte. Und darüber geschrieben habe. Und so eine ähnliche „Alter Ego – Geschichte“ lebe sie mit ihren Puppen. Was sie da mache, sei mehr als spannend: es sei ungewöhnlich und liebevoll und kreativ und selbstbezogen. Sie arbeite aber mit über 30 Figuren, um kreativen Streitpunkte zu klären und erhofft sich aktuell mehr intellektuelle Tiefe von ihren Puppen. Wir beide, er und ich, wir würden uns ja selbst genügen. Ich habe ihm auch gesagt, dass ich diesen Kontakt gerne ausbauen möchte – für uns beide und weil mir die Art von Dietlind so gut gefällt. Er hat genickt.

Näheres über das Projekt könne er hier lesen, habe ich abschließend gesagt: >> […]

Buchalov

For my english readers:

I explained Juergen, that there was a german artist, in New Zealand, dietlind Wagner, which was interested in our both relation -Juergen and Buchalov, Buchalov and Juergen. And that she wrote about it. And she lived  a similar „alter ego – history“ with her dolls there. What she was doing was more than exciting: it was unusual and loving and creative and self-centered.

#1 – Identität

Buchalov ist eine Kunstfigur, meine Kunstfigur, mein Alter Ego.

Buchalov  besitzt eine eigene Identität. Aber die Grenzen zwischen dem, was ihm eigen ist und dem, was zu mir gehört, sind fließend. Realität und Phantasie werden sich mischen. Diese Figur wird sagen, was ich denke und tun, was ich nie tun würde, wird Sachverhalte öffentlich werden lassen, die meiner Kreativität entsprechen und dennoch jeglicher Wahrheit entbehren. Diese Figur wird nicht sein wie ich und doch so sein wie ich bin.

Haltet also nicht alles, was ihr lest, für wahr. Und glaubt doch alles, was ihr hier vorfindet.