Schlagwort: Altes Wasserwerk

  • Vorboten

    Es war kurz vor Mittag: wir haben die Reifen der Fahrräder aufgepumpt und sind mal los, rund um den Ort, eine Stunde lang: der Start unserer Fahrradsaison. Während der gesamten Fahrt haben Juergen und ich über den Schnitt im Arbeitsprozess, der jetzt durch die Ausstellung entsteht, und  über die anstehenden Projekte in „Zelle k4“ geredet. Wir haben alles kleingearbeitet und klargeredet. Juergen will jetzt wieder  stärker in sein Blumenprojekt einsteigen, obwohl ihm das nach der Zwischenzäsur der Ausstellung schwerfällt, und den Schwerpunkt auf „Blumen brechen“ legen. Seine Phantasien reichen von Zerschneiden bis Verbrennen.

    Der Faszination der Blumen konnte er sich aber dennoch nicht entziehen. Am „Alten Wasserwerk“ hat er Bilder von Schneeglöckchen gemacht. Sie sprangen uns ständig farblich und bejahend an. Als Vorboten. Und die Schafe schauten dümmlich zu.

    Buchalov

  • EdenZwo: Treffen

    EdenZwo nimmt Fahrt auf.

    Wir sind neun Künstler der Region Niederrhein und werden im Mai – Juni fünf Wochen lang am Alten Wasserwerk in Wachtendonk zum Thema „EdenZwo“ arbeiten. Und wir trafen uns gestern in „Zelle k4“, um weitere organisatorische Dinge zu klären. Das war sehr erfolgreich und wir werden unsere Arbeit u.a. auch in einem Blog dokumentieren: „EdenZwo“. Also bitte, wenn möglich, mal öfter vorbeischauen.

    Juergen

  • kleine Welten

    Es sind Welten, kleine Welten. Und sie sind mteinander verbunden.

    Erste kleine Welt: Gestern hatte ich einen freien Tag und habe mich mit Juergen, nachdem ich meinen Blog geschrieben hatte – eine Welt für sich-  in Geldern getroffen.

    Zweite kleine Welt: Juergen musste zum Arzt, wegen einer Schnittverletzung. Ich ging mit und wartete im Wartezimmer bis seine Behandlung vorüber war.

    Dritte kleine Welt: In Geldern sind wir zu P. in die Karmeliterstrasse gegangen. Der saß dort in seinem Atelier mit vielen auf engem Raum. Es waren die Freigänger aus der JVA Geldern mit ihren Sozialarbeitern. Es wurde gepafft und gepafft und geredet und geredet und  über Selbstporträts diskutiert und es wurden Selbstbildnisse entworfen.

    Vierte kleine Welt: Im Atelier „Zelle k4“ traf sich Juergen mit einigen seiner Kunstfreunde und besprach dort bei Kaffee und leichter Zimmerkälte die Vorbereitungen für das „EdenZwo -Projekt“ im Mai am Alten Wasserwerk in Wachtendonk.

    Fünfte kleine Welt: Als alle gegangen waren, habe ich mit Juergen im Dunkel des Ateliers und großen Beamerprojektionen ganz intim und abgeschlossen an seinem Film weiter gebastelt.

    Kleine Welten, vielleicht auch nur verschiedene Orte.

    Aber immer ging es um Menschen, um das, was uns bewegte, darum, wie wir miteinander verbunden sind, darum, welche Bedürfnisse uns vorantreiben, darum, wie wir uns gegenseitig organisieren und weiter verbandeln können und nicht zuletzt darum, dass wir uns selbst wiederfinden. Mit unseren Welten im Einklang sind. Und die einzelnen kleinen Welten immer weiter zu unserer eigenen Zufriedenheit miteinander verknüpfen.

    Es war ein wirklich schöner Tag. Das habe ich Juergen heute morgen auch noch schnell telefonisch gesagt.

    Buchalov