Schlagwort: artwork

  • drei Orte stehen auf der Liste

    Die Beschreibung eines Ortes, eines Ortes, zu dem Jürgen eine besondere Beziehung hat: das könnte das nächste Thema sein. Und es würde darum gehen diese Beziehung zeichnerisch und fotografisch und irgendwie gestalterisch zu dokumentieren oder zu beschreiben. Diesen Ansatz hat er schon mehrmals verfolgt, auf seinen Fahrten. Mit den Orten und deren Umkreisen hat er es nämlich. Momentan wird aber nicht gereist, also könnten es auch Orte von hier am Niederrhein sein. Meinte Jürgen.

    Drei Orte stehen auf seiner Liste:

    das Altes Wasserwerk in Wachtendonk: Hierzu wäre denkbar sich mehrere Tage in dieses Gebäude mit dem weitläufigen Gelände zurückzuziehen, und wie ein Eremit das Gesamte auf sich wirken zu lassen. Hier könnte man ungestört arbeiten. Das ist praktisch möglich, da man das Gebäude für kreative Aktionen anmieten kann. Das gefällt ihm sehr. Einen Titel für das Ganze hat er schon: I have never been in the Altes Wasserwerk before.

    der Hoogen Dyck, ein Wirtschaftsweg am Rande von Kerken an der Grenze zu Wachtendonk: Auch das hat einen großen Reiz, einen sehr großen sogar, denn hier geht er oft entlang, hier ist er seit einem halben Jahr ständig kurz anzutreffen, hier ist der Wald, die Natur im Großen und Kleinen, hier sind die vielen Hunde mit ihren Besitzern, hier sind die Menschen, die Spazierengehen, hier ist das Paulsenkreuz, und es existieren schon einige Photos, die er hier geschossen hat. Das Arbeiten vor Ort wäre etwas schwieriger zu organisieren, aber machbar. Der Titel des möglichen Vorhabens steht auch schon: Hoogen Dyck notes.

    Und das kleine Waldstück mit den Bienen, das sein Freund Hajo bewirtschaftet: Auch hierhin fährt er gerne mit dem Fahrrad und schaut über den Zaun oder geht mit Hajo direkt zu den Bienen und wildert im Gelände des Waldes herum. Das Arbeiten vor Ort wäre etwas schwierig. Arbeitstitel für dieses Vorhaben könnten sein: im Wald oder bei Hajos Bienen oder Parzelle Hajo.

    Buchalov

  • Projekt ohne Name #69: „die Wahrheit liegt zwischen den Faltungen, weil …“

    „Die Wahrheit liegt zwischen den Faltungen, weil …“

    Das war der Halbsatz, den Susanne geschickt hatte, und der sich auf Jürgens aktuelles Projekt der Faltungen bezog, aber auch auf die Frage, was denn eigentlich die Wahrheit sei. Eine ernste Angelegenheit. Ein philosophisches Unterfangen.

    Jürgen und Susanne schicken sich schon seit Jahren gegenseitig Halbsätze, die der andere vervollständigen muss, inklusive eines kleinen Werkes. Und das zeigen sie dann hier auf Jürgens oder Susannes Blog. Und auf Instagram: projektohnenamen.

    Am Frühstückstisch gab es dann, wie fast immer, ein kurzes Brainstorming mit mir und das ergab dann folgende Halbsätze:

    … sie sich gerne versteckt.

    … sie Schutz sucht.

    … sie ein scheuer Zeitgenosse ist.

    … der Gral der Wahrheit nicht so einfach zu finden ist.

    … die Wahrheit ein scheues Reh ist.

    … es so viele Wahrheiten gibt.

    Und geworden ist es dann: … die Wahrheit ein scheues Reh ist.

    Jetzt haben wir also folgenden ganzen Satz: „Die Wahrheit liegt zwischen den Faltungen, weil … … die Wahrheit ein scheues Reh ist.

    Und vom philosophischen Teil hat Jürgen nur noch erwähnt, dass es ja immer viele Wahrheiten der einen Sache gebe, und dass das Bezugssystem von Bedeutung sei, um zu wissen, was wahr sei. Das Bezugsystem müsse man kennen oder erforschen, eine mühsame Angelegenheit, der sich heute in der Schnelle der Zeit und der Schnelle der sozialen Medien nicht alle unterwerfen möchten. Und gepaart mit den narzistischen Anwandlungen der Einzelnen werde ja oft die abweichende Meinung gar nicht mehr zugelassen. Die abweichende Wahrheit habe dann eben keine Chance. Im Mainstream sind die einfachen Wahrheiten ja auch einfacher zu vertreten, die Differenzierung hat es da schwer.

    An Susanne schickt Jürgen nun folgenden Halbsatz: „Eine alte Dachdeckerweisheit lautet: …“

    Buchalov

  • falten mal literarisch

    Jürgens ist immer wieder erstaunt, welch großen Kreise er mit dem zieht, was er so veröffentlicht. Man erzeuge Wirkungen, die man oft gar nicht kenne, manchmal erahne und bisweilen auch konkret erfahre. Das sagte er zu mir gestern.

    So sei es auch in diesem Falle als „Lyrifant“ Kontakt aufnahm, und Jürgen auf seine Faltungen hin einen literarischen Nachhall erfuhr. Den kann man hier lesen: https://lyrifant.wordpress.com/2021/05/08/faltungen-lyrisch/

    Jürgen ist dankbar.

    Buchalov