XXX – Woche: Tag 3

 

Wir sind heute erst später dazugestoßen. Während Antje und Elke in Juergens Atelier „Zelle k5“ schon an ihren Portraits gearbeitet haben, sind wir Beide erst einmal nach Issum gefahren und haben Juergens anstehende Ausstellung im „Weißen Häuschen“ aufgebaut. Juergen zeigt dort einige seiner „OrtsMarken“.

Danach ging es zurück ins Atelier. Hier sind einige Ergebnisse vom Rest des Tages, wobei Juergen heute mit sich und seinen Arbeiten gar nicht zufrieden war. Er habe schon bessere Tage gehabt, sagte er.

Portraits in Tusche von einer Fotografie, die er in seiner Papierbilderkiste gefunden hatte:

Die „Kartoffelköpfe“ sind heute im Papierkorb gelandet. Nur zwei Bilder haben es noch auf den Arbeitstisch geschafft und sind jetzt eher Behälter oder Kapseln oder so etwas ähnliches. Mal sehen, ob sie den Montag überstehen:

Buchalov

Kleines Handgepäck

Das macht alles nichts: es gibt keine richtige Einladungskarte und auch keinen Flyer. Aber es gibt diese Einladung hier im Blog. Zu was?

Also:

Einladung #1

 

Und wer zwischen 12 und 18 Uhr an diesem 4.11. vorbeikommen möchte,  ist bei der zeitlich verlängerten Vernissage gern gesehener Gast. Sagt Juergen.

Nanni zeigt malerische Arbeiten und Stickbilder, inspiriert durch einen Besuch auf Bali letztes Jahr. Und Juergen präsentiert Zeichnungen, Objekte, Drucke und Scherenschnitte von seinen „OrtsMarken“, entstanden ebenfalls letztes Jahr als er durch Europa tourte.

Buchalov

 

Winterateliers „ArToll Kunstlabor“

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Seit Anfang Dezember laufen wie jedes Jahr die Winterateliers des >>> „ArToll Kunstlabors“ <<< in Bedburg-Hau.

Und am Sonntagnachmittag sind Juergen und ich dann zum Tag der offenen Tür hingefahren und haben uns angeschaut, was über Wochen so entstanden ist. Und haben den Kontakt gesucht. Und gequatscht. Und Musik gehört, bei einer Tasse schönen, schwarzen Kaffees.

Auf der Rückfahrt meinte Juergen, dass man ja immer dass zuerst sehe, was einen selbst beschäftige, was einem im Moment gedanklich nahe sei. So auch heute. Und ins Auge gesprungen seien ihm die Leichtigkeit der Arbeiten, das Feine, das Filigrane. Für seinen Wunsch das Zweidimensionale seiner Holzschnitte und Scherenschnitte irgendwie aufzulösen, habe er daher auch Inspirationen erhalten. Was wolle man mehr.

Hier das, was uns Beiden besonders nahe gewesen ist:

Nicky Murphy

NN

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Rita Beckmann

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Jacqueline Hanssen

Marlies Lebesque

Sigrid Neuwinger

Buchalov

dickes Paket

IMG_7301„double bind“: was ist das?

Susanne HaunJuergen Kuester: was ist denn da für eine Zusammenarbeit über die Jahre gewachsen?

Was sagt ihr zu meinen Bildern?

Fühlt ihr Euch hier in „Zelle k5“ wohl?

Kann man künstlerisch zu allen drei großen Religionen gleichzeitig arbeiten?

Welchen Stellenwert hat die Zeichnung heute?

Was treibt uns Menschen eigentlich an?

Kann ich meinen Beitrag zum Projekt „Energielinien“ leisten?

Ist das ein Sandkasten hier?

Ist das Kunst oder nur Spielerei?

Darf ich dich näher kennenlernen?

Was sind denn so die Unterschiede zwischen Berlin und Geldern?

Was macht das Bild mit mir?

Was macht die Musik mit uns?

Seid Ihr zufrieden mit dem selbstgebackenen Kuchen?

Darf man Kritik einfach so äußern, um der Wahrheit willen?

Wieviel Kritik werde ich aushalten?

Wie differenziert sehen Männer Frauen und Frauen Männer?

Kann Kunst heilen?

Das sei nur ein Ausschnitt der Fragen und Themen gewesen, die bei Buchalovs Salon und der anschließenden Vernissage zu „double bind“ durch den Raum geschwebt seien, meinte Juergen heute morgen zu mir.

Ein ganz schön dickes Paket, habe ich gesagt, Mann oh Mann!

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doppelt gebunden

IMG_7307Man solle sich da mal nur nichts vormachen, sagte Juergen. Wir alle seien irgendwie „doppelt gebunden“, double bind. Und die Nähe zur Schizophrenie sei auch stets gegeben.

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was sein muss, muss sein

Die Atelierräume aufräumen, Staub saugen, den Flur streichen, den Müll entsorgen, Unnützes in die Ablagen verfrachten, die Wände von alten Bildern befreien, Material sichten, Post in Empfang nehmen, Getränke besorgen, und und und.

Es sei schon einiges zu tun, meinte Juergen. Und das, bevor ein Bild an der Wand hänge, für die anstehende Ausstellung am nächsten Wochenende. Was sein muss, muss sein.

Hier noch einmal der Link zur Einladung: >>> [ …]

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