Schlagwort: Beuys

  • Pingpongpeng #140 und #141 | Buchalov und der Samen | Kollaboration | experimentelle Altglasfotografie

    Buchalov“ und „der Löwe“ realisieren das gemeinsame Fotoprojekt „pingpongpeng“. Beide verwenden das gleiche Fotoequipment und man führt damit das Bild des Vorgängers fort – inhaltlich oder formal oder motivisch.

    Der Löwe hat mit seiner Aufnahme von den Emmerkörnern auf das Vorgängerbild von Buchalov mit „seiner Löwenbäckerei“ reagiert: s.hier: >>>>>

    Buchalov sagt über sein Nachfolge-Foto: „Das „Emmer-Foto“ des Löwen führte mich an einen Endpunkt. Wie soll man ein paar Körner, die als Urgetreide gelten, bildnerisch fortführen. Da war kein Anpack, kein Impuls, nichts. Dann sagte M., dass ich doch unser Vogelfutter als Motiv nehmen könne. Und zusätzlich kam da das bestellte Buch über die Mythen bei Beuys herein, in dem ich „die liegende Frau mit dem Samen“ sah. Da hatte ich dann zwei Motive, die passten. Auf der Terrasse habe ich die Vogelfutterstation fotografiert und auf einem Resteblatt habe ich eine Liegende gezeichnet und mit Sonnenblumenkernen bestreut. Bei Beuys sind ja Samen und Keimlinge zentral, denn sie sind für ihn Ausgangspunkt für neues Leben, für Gestaltwerdung und Erneuerung. Das gefällt mir.“

    Kamera: Sony A 7ii
    Objektiv: Heidosmat Diaobjektiv 2,8/85 mittels 3D-Druckadapter auf M42 adaptiert mit einfacher Aufsteckschlitzblende

    Copyright von Buchalov’s Bildern: Jürgen

    Copyright von Löwen’s Bildern: Bernhard

    Für die, die unser Projekt auf Instagram verfolgen wollen, hier der Link: Instagram: pingpongpeng

    Buchalov

  • Energie und Vernunft

    DSC02464Juergen hat momentan sein „Angelus – Thema“und Rudolf der Bildhauer arbeitet an der Skulptur eines sich „verändernden Kubus“. Sie saßen im Atelierzimmer am Frühstückstisch, ich brachte die Brötchen vorbei und Juergen meinte, dass es bei beiden Vorhaben in erster Linie um Energie gehe.

    Er habe sich ja seine alten Sachen beim Umzug der letzten Tage oft unter dem Aspekt der Kraft, der Energie angesehen. Neben einer „schrägen Ästhetik“, die er über alles liebe, sei es die Wahrnehmung der Kraft in einem Werk, die er für besonders wichtig halte. Energie übertrage sich. Und gerade die Energie aus solchen Werken wirke ja auf den Betrachter. Der könne sich dem nicht entziehen. Und sei dann emotional betroffen oder besser getroffen. Und die eigene Kraft fließe auch in das Werk ein. Das könne man spüren.

    Rudolf der Bildhauer hielt das für Firlefanz. Über den Kopf sollten sich die Dinge erschließen. Vernunft sei angesagt. Und eine Skulptur sollte genau dies wiedergeben. Wenn sein Kubus sich verändere, sei das Ergebnis dieses Prozesses wichtig, nicht so sehr der Prozess und die dabei freiwerdende Energie. Er habe auch nie den energetischen Ansatz von Beuys nachvollziehen können. Theoretische Überhöhung sei das, esoterisches Gequassel.

    Ich habe gestaunt.

    Buchalov

    For my english readers:

    In addition to an „schräge Ästhetik“, that he loves, the perception of the force in a work was particularly important for Juergen. Energy transfers itself. And just the energy from such works would have an impact to the viewer. Nobody could escape for that. And then the viewer is  emotionally affected, Juergen means.

    Rudolf the sculptor thought, that this was nonsense. Only over the head itself things could be understand. Rationality was announced.