Buchalovs Freunde Tour | BFT 2021 | to take a view | Leeuwarden/NL

Dieses Jahr war irgendwie der Wurm drin. Jürgen und ich fahren schon seit 2015 oder 2016 unsere „Buchalovs Freunde Tour“, einmal im Jahr. So genau weiß ich das gar nicht mehr. Manchmal nennt Jürgen sie auch nur „Buchalovs Tour„. Die Ergebnisse der Tour, Skizzen, Fotos, Gedanken und und und, werden dann im Winter aufgearbeitet. Dieses Jahr wurden durch private Termin-Turbulenzen aber alle Planungen über den Haufen geworfen.

Und so haben wir es jetzt mal gerade sechs Tage lang geschafft die BFT 2021 zu realisieren. Wir waren in Friesland in der Nähe von Leuwarden.

Es war eigentliche eine Tour, die keine richtige war und nur wenige Kontakte brachte, nur kurze Ortseindrücke mit sich brachte, wenig Kontakte mit Kunst, die wirken konnte, und Jürgen schaffte mal gerade vier Zeichnungen. Allerdings gab es sehr viele Altglasfotografien von Menschen auf Booten und am Wasser. Planvoll sind die nicht entstanden. Jürgen weiss garnicht, was er damit anfangen soll. Wahrscheinlich landet das alles im Archiv. Hier die vier Skizzen:

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Täterätä

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Es folgt also nun der zweite Teil der Skizzen, die auf der „Buchalovs Tour 2020“ entstanden sind. Ich habe Jürgen noch gesagt, er solle nicht so ein „Taterätä „um diese Skizzen machen. Aber er will, dass sie gezeigt werden. Also: Viel Spaß dabei!

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die Erinnerung geschieht auch auf dem Papier

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Die Zeit vergeht. Ja, die Zeit vergeht. Und im Strom der Zeit versinkt einiges, taucht unter, aber bisweilen kann es wieder nach oben befördert werden. So ist es geschehen. Sagt Juergen.

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Jetzt ist es schon über eine Woche her, dass er und ich an der Sieg, dem Westerwald, dem Rhein und der Lahn unterwegs waren. Der Erinnerung hat es gut getan. Uns hat es gut getan. Auch dem Blick nach vorne hat es geholfen.

Zeichnungen sind entstanden – wie immer auf der Buchalovs Tour. Die Erinnerung geschieht auch auf dem Papier, natürlich. Ein wenig von dem, was sich Juergen da so „zusammengekritzelt“ hat, habe ich schon gezeigt. Einige Skizzen hat Juergen aber auch überarbeitet. Jetzt darf ich in der Summe zeigen, was so entstanden ist. Also hier der erste Teil:

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Buchalovs Tour 2020: Loreley, Tag zwei

Heute war nicht viel. Jürgen und ich haben in einem Weltkulturerbe gesessen und uns ausgeruht. Wir schauten die Loreley an, und sie schaute zu uns. Wir haben uns ausgeruht, ein Nickerchen, und sie sang mit lieblicher Stimme dazu. Wir waren glücklich und zu jeder Dummheit bereit. Dann wachten wir auf.

Über Mittag hatten wir einen Energieschub. Also wurde gespült, Fahrrad gefahren, die Toilettenkasette geleert und Nachdenkenswertes gezeichnet. Die kleine Fahrradtour ging über Oberweser, Bacharach, Lorch und Kaub incl. zweimal die Rheinfähre. Es ist traumhaft schön hier. Das findet auch Jürgen.

Wir haben unterwegs eine Kerze für euch mit den besten Wünschen angezündet. Juergen hatte das in Kloster Marienstatt vergessen und Ursula hat zurecht auf dieses Versäumnis hingewiesen.

Aber auch das Perfekte hat bisweilen einen Makel: Es ist ziemlich laut hier. Und viele sind hier unterwegs. Jürgen hatte Zweifel, ob man die Loreley überhaupt singen hören könne. An jedem Rheinufer verläuft eine dicke Straße, eine zweigleisige Bahnstrecke, dann der Schiffsverkehr und auch in der Luft tummelt sich so einiges. Der Raum ist wirklich begrenzt hier. Und so ein Güterzug macht ganz schön Radau. Die Anwohner sind zu bedauern und manche sind erbost. Das zeigen die Protestschilder.

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Es gab da …

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Es gab da ein Motiv in Juergens „BFT2019 – Skizzenbuch“. Und es gab da ein Reststück Linolium. Beides fand nun seinen gemeinsamen Weg in die Überdruckung von Restepapier und das wiederum findet seinen Weg in in das Thema „BFT2019 Remember“. Klingt kompliziert. Ist es vielleicht auch. Und das hat mit Jürgens Ansatz zu tun, dem rhizomartigen Vorgehen. Klingt auch kompliziert. Also, so Juergen, solle ich mal lieber die Ergebnisse zeigen. Was ich hiermit tue:

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„Buchalovs Freunde Tour 2019“: Linolschnitte

 

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So, jetzt hat er auch die Linolschnitte und Drucke fertiggestellt, die ihm noch zur Aufarbeitung seiner „Buchalovs Freunde Tour 2019“ fehlten. Insgesamt seien es jetzt schon sechs Fahrten, die er seit 2014 absolviert und so dokumentiert habe. Wenn er so drüber nachdenke sei es an der Zeit das gesamte Projekt, vielleicht auch eine soziale Plastik, in einem Buch festzuhalten.

Jürgen meinte, dass dies, was jetzt hier so liege, alles so unscheinbar aussehe, aber er habe bei einigen Bildern wegen der Vielzahl an Farben doch häufig drucken müssen. Er arbeite ja vorzugsweise nach dem Prinzip der verlorenen Platte. Es stecke verdammt viel Arbeit in den kleinen Arbeiten.

Und wie immer habe er sich auch an einigen Stellen überraschen lassen müssen, weil das Drucken so seine eigenen Gesetze habe und der Zufall immer hineinarbeite – zum Glück. Aber er habe das diesmal gut meistern können. Er sei zufrieden.

Und es habe sich in den letzten Tagen gezeigt, dass er doch noch nicht am Ende ist. Da knospt es noch an zwei Stellen. Bei „BFT2019 Remember“: da geht noch was!

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BFT: Buchalovs Freunde Tour 2019, Scherenschnitte

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So sieht es aus, das ist der Stand, im Moment. Neudeutsch heißt das wohl: work in progress. Jürgen arbeitet an der Aufarbeitung seiner diesjährigen „Buchalovs Freunde Tour.“ Scherenschnitte.

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Buchalovs Freunde Tour: kleines Skizzenbuch

Er hat es tatsächlich schon fertiggestellt: das kleine Skizzenbuch zur „Buchalovs Freunde Tour 2019“. Alle unterwegs entstandenen Zeichnungen haben ihren Platz in diesem selbstgebundenen Heftchen gefunden und Jürgen ist sehr zufrieden. Hier ein paar Bilder:

Im Herbst und Winter werde er, sagt er jedenfalls, das Heftchen wieder herausholen und  noch ein paar Drucke erstellen, also eine kleine Edition zur Tour anfertigen. Das mache er ja schon seit Jahren so. Bin gespannt!

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Gerdas Frage

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Das war Gerdas Frage, auf unserem Blog, vor ein paar Tagen:„Kommt es mir nur so vor, oder war dies eine ganz besonders fruchtbare Tour?“

Jürgen versuchte das für sich zu klären und hat sich daher gefragt, was denn auf der „Buchalovs FreundeTour 2019“ für ihn nun wirklich und ernsthaft fruchtbar gewesen sei?

An jedem Ort sei ihm tatsächlich so viel an Kunst vor die Füße gefallen sei, dass er sie nicht nur wahrgenommen habe, sondern das, was er gesehen hatte, auch Wirkung gezeigt habe. Da sei schon einiges gewesen, was ihm durch den Kopf gewandert sei. Vielleicht außer in Lemmer.

In Hoorn: diese altmeisterlichen Portraits überall und dieses eine Objekt aus Holz und Draht in der Butterhalle – wie der Pustesamen des Löwenzahns.

In Lemmer: da gab es die Schiffchen, die zu sehen waren, ansonsten: Kunstfreie Zone.

In Ditzum: der Besuch der Kunsthalle in Emden und diese beiden impressionistischen Sammlungen bis hin zur „Causa Nolde“. Und dann dieses eine blutrote Sedimente -Bild von Per Kirkeby.

In Münster: diese Performences an den vielen Plätzen der Stadt im Rahmen der „Flurstücke“. Und eben Sean Scully – Wahnsinn diese Streifen.

Und weil es dann auch nach Einzug in die Zeichnungen gefunden habe, ja, daher sei es fruchtbar gewesen. Und die Masse der Zeichnungen genüge jetzt beim zweiten und dritten „Drüberschauen“ durchaus seinen eigenen Ansprüchen. Da es jetzt zu einem kleinen selbstgebundenen Skizzenbuch werden wird, dass im kommenden Winter auf weiter Vertiefung wartet, sei ohne Zweifel.

Mein Gott, die Menschen und die Begegnungen mit Ihnen habe er bei aller Schreiberei fast vergessen. Aber das sei einen eigenen Beitrag wert. Demnächst. Vielleicht.

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