Es gab da …

IMG_1951

Es gab da ein Motiv in Juergens „BFT2019 – Skizzenbuch“. Und es gab da ein Reststück Linolium. Beides fand nun seinen gemeinsamen Weg in die Überdruckung von Restepapier und das wiederum findet seinen Weg in in das Thema „BFT2019 Remember“. Klingt kompliziert. Ist es vielleicht auch. Und das hat mit Jürgens Ansatz zu tun, dem rhizomartigen Vorgehen. Klingt auch kompliziert. Also, so Juergen, solle ich mal lieber die Ergebnisse zeigen. Was ich hiermit tue:

Buchalov

„Buchalovs Freunde Tour 2019“: Linolschnitte

 

IMG_1950

So, jetzt hat er auch die Linolschnitte und Drucke fertiggestellt, die ihm noch zur Aufarbeitung seiner „Buchalovs Freunde Tour 2019“ fehlten. Insgesamt seien es jetzt schon sechs Fahrten, die er seit 2014 absolviert und so dokumentiert habe. Wenn er so drüber nachdenke sei es an der Zeit das gesamte Projekt, vielleicht auch eine soziale Plastik, in einem Buch festzuhalten.

Jürgen meinte, dass dies, was jetzt hier so liege, alles so unscheinbar aussehe, aber er habe bei einigen Bildern wegen der Vielzahl an Farben doch häufig drucken müssen. Er arbeite ja vorzugsweise nach dem Prinzip der verlorenen Platte. Es stecke verdammt viel Arbeit in den kleinen Arbeiten.

Und wie immer habe er sich auch an einigen Stellen überraschen lassen müssen, weil das Drucken so seine eigenen Gesetze habe und der Zufall immer hineinarbeite – zum Glück. Aber er habe das diesmal gut meistern können. Er sei zufrieden.

Und es habe sich in den letzten Tagen gezeigt, dass er doch noch nicht am Ende ist. Da knospt es noch an zwei Stellen. Bei „BFT2019 Remember“: da geht noch was!

Buchalov

BFT: Buchalovs Freunde Tour 2019, Scherenschnitte

IMG_1912.jpg

So sieht es aus, das ist der Stand, im Moment. Neudeutsch heißt das wohl: work in progress. Jürgen arbeitet an der Aufarbeitung seiner diesjährigen „Buchalovs Freunde Tour.“ Scherenschnitte.

Buchalov

Buchalovs Freunde Tour: kleines Skizzenbuch

Er hat es tatsächlich schon fertiggestellt: das kleine Skizzenbuch zur „Buchalovs Freunde Tour 2019“. Alle unterwegs entstandenen Zeichnungen haben ihren Platz in diesem selbstgebundenen Heftchen gefunden und Jürgen ist sehr zufrieden. Hier ein paar Bilder:

Im Herbst und Winter werde er, sagt er jedenfalls, das Heftchen wieder herausholen und  noch ein paar Drucke erstellen, also eine kleine Edition zur Tour anfertigen. Das mache er ja schon seit Jahren so. Bin gespannt!

Buchalov

Gerdas Frage

IMG_0156.jpg

Das war Gerdas Frage, auf unserem Blog, vor ein paar Tagen:„Kommt es mir nur so vor, oder war dies eine ganz besonders fruchtbare Tour?“

Jürgen versuchte das für sich zu klären und hat sich daher gefragt, was denn auf der „Buchalovs FreundeTour 2019“ für ihn nun wirklich und ernsthaft fruchtbar gewesen sei?

An jedem Ort sei ihm tatsächlich so viel an Kunst vor die Füße gefallen sei, dass er sie nicht nur wahrgenommen habe, sondern das, was er gesehen hatte, auch Wirkung gezeigt habe. Da sei schon einiges gewesen, was ihm durch den Kopf gewandert sei. Vielleicht außer in Lemmer.

In Hoorn: diese altmeisterlichen Portraits überall und dieses eine Objekt aus Holz und Draht in der Butterhalle – wie der Pustesamen des Löwenzahns.

In Lemmer: da gab es die Schiffchen, die zu sehen waren, ansonsten: Kunstfreie Zone.

In Ditzum: der Besuch der Kunsthalle in Emden und diese beiden impressionistischen Sammlungen bis hin zur „Causa Nolde“. Und dann dieses eine blutrote Sedimente -Bild von Per Kirkeby.

In Münster: diese Performences an den vielen Plätzen der Stadt im Rahmen der „Flurstücke“. Und eben Sean Scully – Wahnsinn diese Streifen.

Und weil es dann auch nach Einzug in die Zeichnungen gefunden habe, ja, daher sei es fruchtbar gewesen. Und die Masse der Zeichnungen genüge jetzt beim zweiten und dritten „Drüberschauen“ durchaus seinen eigenen Ansprüchen. Da es jetzt zu einem kleinen selbstgebundenen Skizzenbuch werden wird, dass im kommenden Winter auf weiter Vertiefung wartet, sei ohne Zweifel.

Mein Gott, die Menschen und die Begegnungen mit Ihnen habe er bei aller Schreiberei fast vergessen. Aber das sei einen eigenen Beitrag wert. Demnächst. Vielleicht.

Buchalov

Buchalovs Freunde Tour 2019: das Ende darf kein Ende sein!

Es ist vorbei. Für dieses Jahr. Münster war der Abschluss. Die „Buchalovs Freunde Tour 2019“ hat ein Ende gefunden. Aber dieses Ende wird kein Ende sein. Nächstes Jahr geht es weiter.

Es war hier in Münster ein guter Abschluss, mit vielen Anregungen. Das müsse erst einmal verarbeitet werden, meinte Juergen. Und eben nicht wieder noch etwas drauf satteln, indem wir einen weiteren Ort ansteuern. Nein! Jetzt gelte es sacken zu lassen.

Dazu gehört auch Sean Scully: Streifen, Wände, Fenster, Netze, Skizzen, Diptychon und und und.

Dann noch: die Beziehung von Linie, Objekt und Flaeche und Raum.

Nicht zu vergessen die Drachen und der Wind: hier schließt sich mit den Arbeiten von Roul Walch ein Kreis. Denn Juergen hat jahrelang Drachen in allen möglichen Variationen gebaut und war infiziert.

Auch der Flashmob im Foyer des LWL gehört dazu:

Im „Pablo Picasso Museum“ spürte Juergen wenig, so sagte er. Er sah zwar viel Energie, weniger das Licht, eher den Rhythmus, aber es war enttäuschend, denn da sprang kein Funke über. Dies Kunst hatte ihre Zeit, in den Fünfzigern, und ins Jetzt war für Juergen nichts mitzunehmen. Nur Pablo Picasso als Besonderheit: ein cooler Typ eben.

Ach ja, da war noch das Foucaultsche Pendel von Gerhard Richter: das Richtige, um nach so einem anstrengenden Tag zur Ruhe zu kommen.

Buchalov

Buchalovs Freunde Tour 2019: Ditzum – Petkum – Emden, Emden – Petkum – Ditzum

Ist es das Meer oder ist es der Fluss? Ist es die Nordsee oder ist es die Ems? Am Dollart vermischte sich das gestern.

In der „Kunsthalle Emden“, da vermischte sich beim Anschauen von vielen Nolde- Bilder auch einiges. Die „Causa Nolde“ schwebte umher. Hier Zitate aus einer Sammlung von Karten, die Auslagen: ein Kunstwerk ist unschuldig, auch Blumen haben eine Gesinnung, Kulturschock-so sind Menschen, Nolde ist Nolde ist Nolde ist Nolde, künstlerisch ein Genie – menschlich ein Schwein. Mir fällt dazu auch noch Horst Jansen ein. Buchalov nickte.

Wir sind mit der Fähre nach Petkum rüber und dann mit dem Rad nach Emden. Und wir sahen expressionistische Malerei aus der Sammlung Nannen und Ziegler. Bei Juergen hat es „Klack“ gemacht. Er werde, so glaubt er, bei einigen der nächsten Zeichnungen darauf Bezug nehmen. Und bei Kirkeby habe es nicht nur „Klack“ gemacht, sondern „Peng“, meinte Jürgen. Da seien sie wieder hochgekommen, diese zentralen Begriffe wie „Sedimente, Mäander, Schichtung, die Rhyzomformen. Er war richtig begeistert.

Buchalov