„Mas Miro“, Teil 2

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Mig, Juergen und ich sind mal wieder zur „Mas Miro“, dem ehemaligen Wohnsitz und Atelier von Joan Miro gefahren. Es gab einen Tag der offenen Tür und die Mitarbeiter der „MasMiro Foundation“ empfingen uns und waren sehr an unserer Zufriedenheit interessiert.

Wir durften umherstromern, auf dem Gelände und in den Gebäuden, und alles begutachten. Was wir auch zwei Stunden lang taten. Miros Studio oder Atelier hatte es uns besonders angetan. Am besten lasse ich die Fotos sprechen:

Buchalov

Marokkos Sedimente

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Im Nachgang hat Juergen nun einiges auf der Basis der Fotos aus Marokko in seinem Atelier „Zelle k5“ gezeichnet und gehofft, so sagte er mir, dass sich da im Zeichnen selbst und in den Ergebnissen etwas offenbare. Eine Erkenntnis vielleicht. Ein besonderer Blick. Etwas das ihn Besonders berührt habe. Oder etwas, das für immer halte.

Aber bisher sei noch nichts geschehen.

Vielleicht ist aber auch die Vorstellung, dass da etwas auf einen herabfahre und wie ein Blitz einschlage, die falsche. Ich musste an unseren Künstlerfreund Peter Maschke denken, der schon mal davon redete, dass das, was während oder nach dem Reisen mit einem geschehe vergleichbar sei mit der Bildung von Sedimenten. Sedimente in einem selbst.

Buchalov

Marokko: ein paar Bilder

 

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Man drückt auf den Auslöser und im Bild findet sich das Gegenüber wieder. Und wenn man genau hinschaut, sieht man sich selbst. Wer das Fremde fotografiert, fotografiert auch immer sich selbst. Das meinte Juergen gestern zu mir. Wir fahren ja eigentlich  nicht  in die Fremde, um das Andere kennenzulernen. Es ist immer die Fahrt zu sich selbst. Juergen weiss, dass dies eine etwas versponnenen Sicht der Dinge sein kann. Na ja! Meine Unterstützung dabei hat er jedenfalls.

 

Was macht man damit?

„Das Jahr fängt ja gut an“, fand Juergen heute morgen. Er und Nanni haben sich in seinem Atelier am Ostwall in Geldern  getroffen und jetzt wollen sie eine Woche lang gemeinsam arbeiten. Ich begleite sie. Ihre thematische Schnittstelle: sie waren 2017 beide in der Welt unterwegs, Nanni auf Bali und Juergen in Südeuropa, und von diesen Fahrten haben sie einiges mitgebracht – Fotos, Skizzen, Fundstücke, Gedanken, Notizen und und und.

Und was macht man nun damit? Und was hat das Ganze mit uns gemacht? Das sind die Fragen, die sie nun umtreiben werden – eine Woche lang.

Und morgen gehe ich dann ins Detail und berichte genauer, versprochen!

Buchalov