ausgelutscht

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„Zuerst die Mathematik“, sagte Juergen.

Acht kleine Motive, auf zwei Druckstöcken verteilt, auf 70 x 100 und auf 70 x 50, jeweils in der Auflage von fünf gedrückt. Und dann die acht Motive einzeln geschnitten, auf acht fotokopierten Papierträgern und auf acht Dekopapieren, in der Auflage von jeweils drei dann weiter gedruckt.

Ergibt in der Summe einen riesigen Stapel von Bildern. Er hat wohl nicht durchgezählt.

Und jetzt tauchen die Motive auch noch in einem kleinen selbst hergestellten „Druckskizzenbuch“ auf. Doch davon später mehr.

Er hat die acht Motive auf den ersten zwei Druckplatten, später acht, wirklich bis zum letzten „ausgelutscht“ – so nennt Juergen das dann immer.

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etwas steigt hoch

Da steigt etwas hoch, bei Juergen, ein Wort, ein Wort, das schon einmal vor Jahren im künstlerischen Beisammensein mit Peter Maschke herumgeisterte, in Juergens Geschichte von Lato (hier der Link: >>> ) vorkommt und nun bei der Beschäftigung mit Per Kirkeby wieder von unten nach oben steigt:

  • Sediment
  • Sediment
  • Sediment
  • Sediment
  • Sedime
  • Sedim
  • Sedi
  • Sed
  • S

Und dann ist da ja noch die Methode des rhizomartigen Vorgehens. Ich bin ja wirklich gespannt, wo das hinführt und ob das Wort „Sediment“ an der Oberfläche bleibt, und wächst, und ob er es zu fassen bekommt, der liebe Juergen.

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so viele Ablenkungen

Diesen Winter sei es schon verhext, so Juergen. Er versuche kontinuierlich im Atelier zu arbeiten, aber ständig komme etwas dazwischen: Privates, Familiäres, schon länger getätigte Terminanbsprachen, spontane Treffen, Besuche bei Ärzten, Krankheit, Therapietermine, Reparaturen im Haus, Einladungen zu Treffen, notwendige Autofahrten, Besuche auf den Weihnachtsmärkten und und und. Es seien einfach zu viele Ablenkungen und andere Dinge. Ständig werde sein Arbeitsprozess unterbrochen.

Die kommende Woche werde er daher zur „Atelierklausurwoche“ erklären. Vielleicht helfe das ja.

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Pläne

Juergen schrieb in sein Notizbuch und zeigte es mir dann:

Plan 1: endlich mal die kleinen schwarzen Finelinerzeichnungen zu „Lato und das Meer“ als Radierungen umsetzen.

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Plan 2: eine große OrtsMarke drucken, mindesten 1,5 x 2 Meter, vielleicht diese hier:

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Plan 3: Papierobjekte, Plastiken aus Pappe, Papierresteverarbeitung, Thema: BFT oder die OrtsMarken.

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Plan 4: Holzschnitte zum Thema „OrtsMarken“, von der Skizze zum fertigen druckgrafischen Blatt.

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Plan 5: die Orte 1 bis 50 als Zeichnungen existieren bereits. Der nächste Schritt ist das Erreichen der Zahl 100.

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Na ja, Pläne. Und wie das mit Plänen so ist: einiges kommt ans Laufen und einiges, vielleicht sogar das meiste, muss verschoben werden und löst sich manchmal in Wohlgefallen auf.

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mühsam

Vier Stunden hat es heute gedauert bis Juergen am Punkt war. Es sei mühsam gewesen, meinte er. Es gab wohl vieles zu bedenken. Und die Erinnerung war schön.

Er hat das gesamte Material seiner „Buchalovs Freunde Tour“ vom Sommer gesichtet, gewogen, bewertet, sortiert, neun Skizzen ausgewählt, und die Wand begonnen, an der er alles zum Thema deponiert- situativ und rhizomartig. Auch dort kommt er manchmal den Dingen auf die Spur.

Und beim Verlassen des Ateliers ist das noch eine Skizze entstanden: wer weiß schon warum. Armin Rohrs Kommentar zur Zeichnung als Drahtstück auf weißem Papier als Hintergrund von gestern geisterte wohl noch durch seinen Kopf.

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XXX -Woche: Tag 5

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Es war der letzte Tag heute. Die „XXX – Woche“ mit dem Themenschwerpunkt „Porträt“  fand heute ihr Ende. Für dieses Jahr jedenfalls.

Und Antje hat Juergen die Kontrolle über seine blutroten Köpfe wiedergeben, mit denen er die letzten Tage so gehadert hatte. Sie waren am Samstag schon auf dem Stapel der Bilder gelandet, die aussortiert worden waren. Von dort hat Antje sie wieder auf den Tisch geholt und collageartige Vorschläge entwickelt, die Juergen so überzeugten, dass er sich wieder reingestürzt hat in die Gestaltung dieser Serie.

Das, was Antje da vorgeschlagen hatte, ist allerdings als Idee nicht so einfach vom Himmel gefallen, sondern fand seine Anbahnung schon im Laufe der letzten Woche, weil das Collagenartige schon Anwendung woanders in Anwendungen gefunden hatte, weil  die Komposition des Körpers in der Fläche schon Thema war, und weil Antje Papierbögen mitgebracht hatte, die von ihr schon vorweg als Hintergrundbögen angelegt worden waren. Sie konnte jetzt wunderbare zerrissen und eingeklebt werden

Juergen fand nach diesem Motivationsschub auch Zugang zu seinem „Heiligen Titus von Isselhorst“ und drei kleinen Tuscheskizzen.

 

Im Januar werden sich Juergen und Antje wiedertreffen, denn  sie mögen sich, sie agieren auf Augenhöhe, unkompliziert und offen, und sie wollen experimentieren. Das Thema wird dann wahrscheinlich „der Zwickel“ sein, weil er als Gesprächsgegenstand während der letzten Tage  oft im Raum stand und bei Beiden zu den wildesten Assoziationen führte.

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Die XXX-Woche: Tag 1

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XXX, das steht dafür, das Juergen und Antje und Elke bisher nicht so genau wussten, was thematisch anstehen könnte. Gemeinsames Arbeiten, das ja, das war der Plan. Eine Woche lang. Und jetzt setzen Sie das um und arbeiten gemeinsam in Juergens Atelier, seiner „Zelle k5“.

Mittlerweile wissen sie auch, um was es gehen soll: „Portraits.“ Das wird ihr Thema sein. Das XXX hat sich damit eigentlich erledigt. Und mit diesem Thema sind sie heute gestartet. Zum Mittag gab es Kartoffelsalat und Würstchen.

Hier ein paar visuelle Eindrücke!

Und auf Instagram ist auch etwas zu sehen: https://www.instagram.com/stories/buchalov/

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