Buchalovs Tour 2020: also ganz oben waren wir

Also ganz oben waren wir schon, dem Himmel verdammt nah: Bad Marienberg / das ist der Hohe Westerwald. Und da haben wir die letzte Nacht verbracht – kalt war es, aber ansonsten – sogar einen Brötchenservice gab es. Jürgen und ich fahren momentan die „Buchalovs Tour“, und wir stehen jetzt in St. Goar am Rhein, da wo die Loreley singen soll.

Es gab heute morgen eine Zwischenstation auf dem Weg an den Rhein, denn Juergen wollte unbedingt zum Kloster Marienstatt – muss was Besonderes sein. Sein eher wenig christlicher Vater fuhr gerne mit allen an diesen Ort an der Nister. Hier der Link: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Abtei_Marienstatt. Wir haben die zwei Stunden dort genossen. Und da war er dann wieder, der liebe Gott. Und die Engel. Und die Wucht und Stärke der Präsentation einer Idee.

Auf solch einer Fahrt schlagen wir ja einen Bogen zwischen gestern und heute, keine Frage. Es ist weniger die Nostalgie die Triebfeder als der Versuch herauszufinden, ob das was früher Gültigkeit hatte und prägte, noch heute Bestand hat. Das Kloster zählte für ihn dazu. In der Erinnerung sind die Dinge ja noch vorhanden, was für eine starke Prägung spricht, aber ob sie das Heute mitbestimmen, müsse erst einmal herausgefunden werden, meinte Jürgen. So gehen Roadstories, glaube ich.

Die Fahrt über den Westerwald runter zum Rhein lief wie geschnitten Brot. Die Sonne schien, die Enge wich der Weite, die Musik stimmte, Juergen hat fleißig mitgesungen, wir fühlten uns gut und hier ist es wirklich schön. Jetzt stehen wir am Rhein und blicken auf den gewaltigen bedeutungsschwangeren Felsen. Ich werde Juergen bitten, mal die Augen zu schließen: vielleicht hört er ja den lieblichen Gesang der Loreley.

Ursula Panke-Felder, das fiel Juergen noch ein, Künstlerin aus Venlo, hat sich in einem Projekt seit 2019 mit der Loreley beschäftigt: https://www.ursula-pahnke-felder.eu/das-loreley-projekt.html

Buchalov

 

aus Jürgens Materialkiste #4 – 2016

„Hermann der Vernetzer“ hat diese Photos geschossen. In „Zelle k5“. Ich war dabei. Juergen war ganz entspannt. Und plötzlich hat er wohl an „double bind“ gedacht. Vermute ich.

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Buchalov

Pausenzeichen #2

Hl. Michael, um 1620 – 30, Lindenholz mit alter Fassung, im Kolumba, in Köln.

Und wie steht im Ausstellungsführer: „Mit lässiger Geste besiegt der Erzengel den androgyn dargestellten Teufel als Verkörperung des Bösen“.

Buchalov

 

ein weiterer Engel

IMG_1940Ein weiterer Engel ist fertig geworden. Ein düsterer. Es ist Engel Nr. 6. Juergen hat ihn mir gezeigt. So „husch husch“ im Vorbeigehen.

Buchalov

Berliner Blätter (Teil 3)

Susanne Haun

 Es gibt noch viele, viele Blätter von Jürgen Küster und mir in den nächsten Tagen zu sehen.

Berliner Blätter Februar 2014 (c) Zeichnungen von J.Küster und S.Haun 0008 Berliner Blätter Februar 2014 (c) Zeichnungen von J.Küster und S.Haun 0008

Es ist für mich im nachhinein unglaublich wieviele Arbeiten entstanden sind und wie konzentriert wir stundenlang hinter einander gearbeitet haben.

Ich möchte heute den Kommentar von Helga Stattler zu unseren Berliner Arbeiten zitieren:

„Mir gefällt besonders die Beschreibung eurer Zusammenarbeit. Diese Art der Kommunikation, die Meinung des anderen wertschätzend zu hören, die eigene Meinung sagen können und erleben wie aufmerksam das Gegenüber zuhört, beides gelten zu lassen – und das gemeinsame Ergebnis ist mehr als es jeglicher Kompromiss gewesen wäre. Das würde ich mir oft in Gesprächen/Verhandlungen/Entscheidunssitzungen von ManagerInnen wünschen! Das bestärkt meine Überzeugung, dass Organisationen so viel von KünstlerInnen lernen könnten!“
(hier kommt ihr zum Blog Kunst und Wirtschaft von Helga)

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