ein Netz gefunden

Natürlich ist es Plastikmüll. Und darüber, dass diese Art von Müll eine Riesensauerei und zu einer unzumutbaren Belastung der Umwelt geworden ist, muss ich wohl nichts mehr schreiben.

Aber es ist auch, so wie es da liegt, ein Netz. Und Netze sind fuer Juergen ein zeichnerisches Thema.

Buchalov

Zeichen – Serien – doubel bind – Berliner Blätter

Berliner Blätter 02 2014 - 2  (c) Zeichnungen von J.Küster und 0007

Susanne Haun

„Zeichen – Serien – doubel bind – Berliner Blätter – Jürgen Küster und Susanne Haun“

Die Überschrift meines heutigen Beitrags hört sich an, wie eine Einkaufsliste, ich wollte viel vom folgenden Inhalt unterbringen.

Berliner Blätter 02 2014 - 2  (c) Zeichnungen von J.Küster und 0007 Berliner Blätter 02 2014 – 2 (c) Zeichnungen von J.Küster und 0007

Heute bin ich auf vom Begriff „Serie“ in der Kunst auf Monet gekommen.

Claude Monet war der erste, der eine Bilderserie malte. Er nahm damit die Herausforderung der Fotografie an. Die Fotografie übernahm die Funktion der Abbildung und somit schien die Malerei zuerst einmal sinnlos. Die Maler problematisierten somit die Wahrnehmung der Gegenstände und nicht mehr das reale Abbild!

Monet fuhr 1892 nach Rouen und mietete sich gerade über der Kathedrale ein, um immer wieder seinen Fensterausblick zur Kathedrale zu malen. Er fertigte so 30 Bilder die immer den gleichen Ausschnitt der Kathedrale zeigten und sich nur vom Licht und dem dargestellten Wetter unterschieden.

Leider…

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Alles Gute!

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Es müsse schon ein Bild sein, das trage. Eins, das positive belegt sei und nach vorne weise. Immerhin starte er damit seinen Blog in 2014, meinte Juergen. Blumen und Pflanzen gingen immer. Das sei so, als wenn man das Jahr mit Winterblumen begrüsse. Er habe da was in seiner Materialkiste gefunden. Das könne ich nehmen, wenn ich wolle. Tue ich auch.

Euch  allen alles Gute im Neuen Jahr!

Buchalov

EdenZwo beendet

„Jetzt ist EdenZwo für mich wirklich beendet“, sagte Juergen zu mir, als ich mir in „Zelle k4“ seinen Druck mit dem Titel „Garten Eden“ ansah. Und wir haben uns danach noch einmal in den Blog zu diesem Projekt vertieft.

Buchalov

grau

Sie saßen da im Raum, den sie Bibliothek nennen, tranken Kaffee, ich sah auch zwei Rotweingläser, und sahen zum Fenster hinaus. Juergen und Rudolf, der Bildhauer. Juergen hatte an seinen Holzschnitten gearbeitet, pflichtbewusst, aber ohne große Lust, und Rudolf hatte einfach nur im Raum umgeräumt. Und gestaubsaugt. An einem Werk arbeitet er momentan nicht.

Sie haben sich über Franz West unterhalten. Und über Manfred Pernice. Juergen findet deren bildhauerischen Ansatz so schön schräg und daher sehenswert. Rudolf mag kein Papier und keine Pappe und kein Pappmaschee als bildhauerisches Material. Er ließ seiner Skepsis freien Lauf. Alles wirkte grau.

Ich habe Ihnen eine Blume ins Wasserglas gestellt. Das sollte die Stimmung heben.

Buchalov

tauschen

Juergen kam diesmal nicht aus dem Atelier bei mir vorbei, sondern von zuhause und strahlte mal wieder über beide Backen. Er tauscht so gerne seine Bilder mit anderen, wobei er vorher nie mit seiner Tauschpartnerin oder seinem Tauschpartner genau festlegt, was man für Motive tauscht. Er sagt, dass sei wie ein „blind date“. Jedenfalls stellt er sich das so vor. Er hatte ja noch nie eins. Und ich erinnere mich, dass das Tauschen auch schon mal daneben gegangen ist. Er erzählte mir aber auch, dass er viele Künstler kennt, die mit anderen tauschen. Der Zeitpunkt, so meinte er, spiele auch eine große Rolle.

Juergen tauscht auch Postkarten. Aber darum geht es heute nicht.

Diesmal war er besonders glücklich, weil sein Tausch mit Susanne Haun so perfekt abgelaufen ist – für beide wohl – und war daher mächtig zufrieden mit dem Tauschergebnis. Das hat ihm, sagte er, wohl Mut gemacht für weitere Versuche.

Und ich soll auf diesem Wege Susanne noch einmal von ganzem Herzen danken.

Buchalov

große Freude

Juergen rief mich heute morgen sogleich an – so groß war seine Freude über die Post, die er aus China erhalten hatte. Shan oder besser ZhouShan hatte ihm im Tausch gegen Jürgens Karten im Rahmen von „Postcrossing“,  Postkarten aus China geschickt. Juergen fand sie einfach toll. Es sind u.a. Kartenmotive der chinesischen Maler Wu Changshuo und Xu Wei. Juergen kann sich gar nicht satt sehen an diesen feinen kalligrafischen Pinselzeichnungen.

Buchalov

wieder da

Juergen war jetzt schon seit Tagen nicht mehr im Atelier. Als er heute morgen kam und sich einen Kaffe kochte, schaute ich über seine Schulter und er sagte, dass man, und so sei es in den letzten Tagen bei ihm gewesen, die Nerven behalten müsse, sich auf seine innere Stimme verlassen solle und abwarten müsse, in Ruhe, bis der Prozess den Punkt erreicht habe, der eine dann wieder handlungsfähig mache. Das sei jetzt so weit.

EdenZwo und das, was er wolle werde immer klarer. Und er habe jetzt wieder den Mut zu mehr schrägen Bildern und glaube einen Schritt nach vorne tun zu können.

Und „Jeschy le Song“ habe ihm aus Berlin Textfragmente geschickt, die ihn auch sehr faszinierten, beschäftigten und berührten. Noch sei er mit diesen Stücken zeichnerisch zu Gange, er experimentiere, auch mit dem digitalen Zeichenbrett, aber da könnte zusätzlich musikalisch noch was entstehen.

“ … wenn warme Winde wiegen Sonnenstrahlen, hörst Du der Blätter leise raschelnd Lied?“

Er ist wieder da, habe ich gedacht.

Buchalov