Alles ist Kunst, mehr oder weniger – auch Bonbonpapier!
Buchalov
Notizen von Juergen Kuester und seiner Kunstfigur Buchalov
Der Zufall spiele schon eine große Rolle. Und man solle ihm nachgeben. Ihn vielleicht sogar provozieren. Dies meinten „Rudolf der Bildhauer“ und Juergen unisono.
Sie standen vor einer Kleinplastik von „Rudolf dem Bildhauer“, sahen das kleine, braune Ausgangsmodell, umliefen die zum Trocknen aufgestellte größere Form und sprachen darüber, dass der Zufall einem schon helfen könne, einen konventionellen Weg zu verlassen. Wenn er die Plastik zum Trocknen des Bodens nicht seitlich gelagert hätte, sei ihm die nun entstandene neue und faszinierende Form nicht in den Sinn gekommen, meinte „Rudolf der Bildhauer“. Er werde wohl noch eine zusätzliche Plastik mit dieser anderen Form anfertigen. Da war er sich sicher. Und diese würde dann über das Konventionelle der ersten Plastik hinausgehen. Das wiederum fand Juergen sehr gut.
Buchalov
Wenn man Juergens „rosa Zimmer“ in der „Zelle k5“ betritt, sieht man erst mit dem zweiten Blick, was er da so alles an Papieren, blanko und bebildert, groß und klein, in seinem Regal angehäuft hat. Er sammelt alles, alles, was nur irgendwie im Copyshop um die Ecke vervielfältigt werden kann oder auf das man drucken kann.
Man findet auch große Poster, Reste vom Andruck aus Druckereien, oder großformatiges Chinapapier. Einiges wird ihm vorbeigebracht und geschenkt. Vieles nimmt er so im Vorbeigehen mit. Irgendwie kann er immer alles gebrauchen.
Er liebt besonders Blätter aus Atlanten, aus anatomischen Büchern, von Flugobjekten, technische Zeichnungen, Konstruktionspläne, Landkarten und und und. Wenn er sie als Datei findet, druckt er sie aus und lagert sie hier. Irgendwie seltsam, wo er doch so gerne mit dem Digitalen arbeitet.
Momentan sucht er gezielt Bilder zum Thema „Haut“ und „der künstlichen Befruchtung“. Juergen hat nichts dagegen, wenn ihm Material zugeschickt wird. Da freut er sich. Sagt er.
Buchalov