Ich traf Juergen eben bei einem kleinen Abendspaziergang und fragte, wie denn heute das Treffen der Ateliergemeinschaft verlaufen sei. Juergen stockte und erzählte dann, dass man sich mit dem Thema der Autorenschaft beschäftigt habe. Und wie das bei den Kunstwerken sei, die man von jemandem übernommen habe, mit dessen Einverständnis selbstverständlich, und die dann anschließend nach eigenem Plan überarbeitet würden. „Rudolf, der Bildhauer“ und er hätten nämlich diesen Fall gehabt. Und in der Diskussion sei über geistiges Eigentum und „Appropriation Art“ gesprochen worden. Und dann habe man den Bogen ganz weit gespannt und beredet, wie man sich als Kreativer über „copy and paste“ die Welt aneigne und ins eigene Schaffen einfließen lasse.
Aber Juergen wirkte dennoch angespannt. Und als ich nachfragte, meinte er nur, das das mit der Entwicklung der Ateliergemeinschaft als Gemeinschaft über gemeinsame Aktionen oder Themen und dem Dialog in der Gruppe im Moment doch nicht so einfach sei. Das Treffen liege ihm in diesem Punkt sehr im Magen. Es habe aber leckere Berliner zum Kaffee gegeben. Mehr war nicht zu erfahren.
Buchalov
For my english readers:
I met Juergen on a little evening stroll, and asked, what today happened on the meeting in the studio community. Juergen paused and told, that they had dealt with the issue of authorship. And what happened with the works of art, that was taken by someone with his approval, of course , and then was edit by this one in his own way. And in the discussion they had talked about „Appropriation art“.


