Projekt ohne Namen #44: „um sich aus der Gemengelage von Krone, Grundrechten und Kontaktsperre heraus zu graben, bedarf es….“

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Susanne schrieb: : „um sich aus der Gemengelage von Krone, Grundrechten und Kontaktsperre heraus zu graben, bedarf es….“

Das muss Juergen nun fortführen, denn er hat mit Susanne im „Projekt ohne Namen“ die Vereinbarung getroffen, dies zu tun. Und etwas Visuelles abzuliefern. Und da er ein braver Junge ist, tut er dies auch.

Diesmal gibt es zwei Bilder mit zwei Halbsätzen als Ergebnis. Warum das so ist ? Im ersten Schritt hat Juergen nach textlichen Antworten gesucht, eine Vielzahl von Möglichkeiten gefunden und die beiden unten gefielen ihm dann am Besten. Die passenden Druckstöcke fanden sich später im Atelier.

Und hier sind die Sätze:

„… einer Aktentasche, die den Plan enthält.“

„… eines Planes, den mein Nachbar, seine Frau und meine Fischverkäuferin kennen.“

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Und folgenden Halbsatz schickt Juergen nun an Susanne:

„Ein Zitronenfalter flog vorbei …“

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Kapseln und Gefäße

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Fragen, nichts als Fragen. Aber Fragen können ja, gestellt und irgendwie beantwortet, Klarheiten anbahnen, etwas klären. Das habe ich Juergen gesagt. Und er hat genickt. Im Hintergrund laufen „Passenger“ mit „to be free“.

Corona – auch da gibt es Fragen:  Womit schützen wir uns? Womit sichern und schützen wir unsere Dinge ?Gibt es den Rückzugsraum? Garantiert soziale Isolation wirklich Schutz? Bringen Abschottung und Isolation den erhofften Zugewinn? Was macht das Abkapseln mit uns? Solche Fragen halt.

Das dazugehörige Motiv bei Juergen ist „das Gefäß, die Kapsel“. An ihm kann er solche Fragen gut festmachen. Das Thema mit diesem Motiv war schon einmal bei ihm auf dem Schirm. Da trug es den Titel „Latos Kapseln“, 2018. Siehe hier: >>> [ _____] <<<<

Und das hier solltet ihr Euch auch anschauen, Stoff für mehrere Tage, das Neueste zum Thema halt:

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da hat sich einiges an Druckstöcken angesammelt

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Da hat sich einiges an Druckstöcken angesammelt.

Im Atelier arbeitet Juergen momentan alleine. Alle Ateliermitglieder scheinen sich in Luft aufgelöst zu haben. Nur ich bin an seiner Seite. Und während ich in der Ecke seines Raumes sitze, Kaffee trinke und in den Kunstmagazinen blättere, schneidet Juergen an kleinen Linolschnitten herum. Vier Motive hat er im Focus: die Krone, den Titanen Atlas, diverse Gefäße oder Kapseln und das Boot.

Ohne Vorzeichnung variiert er da so einiges. Und schneidet. Und sortiert. Und arrangiert auf seinem Arbeitstisch. In er Vergangenheit ergab sich dann meist etwas, eine Idee, ein Hinweis, ein Weg. Wie das nachher alles zusammenpasse wisse er noch nicht. Deshalb schiebt er hin und her. Er hoffe auf den Zufall und eine Eingebung.

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er hat aus dem Fenster gesehen

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Keine Frage: Juergen hat sich gelangweilt. Er ist durch die Ateliers der Ateliergemeinschaft in Geldern „gestromert“, hat zu dem einen oder anderen Fenster rausgeschaut,  und landete im gemeinsamen „Raum fürs Grobe“, da wo die Werkbank steht und die Maschinen auf ihren Einsatz warten. Dort hat er den Müll durchsucht und eine bemalte Pappe gefunden. Die Malgruppe von Andrea entsorgt da schon mal einiges. Mit dem Cuttermesser hat er seinen Frust an diesem Stück ausgelassen, es zum Druckstock erklärt und heute dann abgedruckt. Zuerst hat er sich gefragt, was da geschehen und was da entstanden ist. Aber dann hat er zusätzlich gezeichnet und das Gedruckte ergänzt.

Und jetzt weiß er es: er hat aus dem Fenster gesehen. So kam es ihm jedenfalls vor. Das, was er da zu Papier gebracht hat, hat er gesehen als er aus dem Fenster schaute. So stellt er sich das jedenfalls jetzt im Nachhinein vor. Damit hat Juergen den Titel gefunden.

Jetzt sucht er noch eine Präsentationsform, die ihm zusagt.

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aus dem Zwickelbüro – ein Rückblick, Teil 3

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Heute zeige ich Euch wie Juergen seine vier Linolschnitte auf malerische Hintergründe aufgebracht hat. Die Hintergründe hat Antje gemalt und Juergen während der Tage „im Zwickelbüro“ zur Verfügung gestellt.

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HOCH/TIEF DRUCK

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Juergen ist auch mit dabei. Am Tag der Druckkunst. Im Ausstellungsraum von Dagmar Reichel in Viersen. Er präsentiert seine „Seelenkästen“ und zeigt zudem wie der Hochdruck als Holzschnitt funktioniert. Besucher sind gerne zum Mittun eingeladen.

Dagmar und Juergen sind Teil des bundesweiten BBK – Projektes. Und hier der Link für die bundesweite Aktion: >> [ … ] <<

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XYZ – Woche: der siebte Tag ist der mit den Begriffen.

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So eine Woche der Zusammenarbeit bringt nicht nur Fortschritte in der Kollaboration, sondern bedeutet auch in den vielen Gesprächen, die man führt, eine Foccussierung auf zentrale Begriffe. Und ihr Durchdenken. Das wurde mir heute klar als ich Dagmar und Juergen beim Gespräch im Atelier beobachtete. Als neues Begriffspaar ist bei Juergen jetzt „Recherche und Rapport“ aufgetaucht. Vorher war es die Rhozomtheorie mit der Keimung und Sprossung, der Unterschied zwischen Preaentation und Installation, die Bedeutung der Vernetzung, das methodische in der Kunst und das Spannungsverhältnis von Prozess und Plan beim Arbeiten.

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Die Farbe grün in Kombination mit schwarz, die hat es Juergen momentan angetan. Vier kleine Platten mit Motiven zum Thema „Strich, Kreis, Seelenkasten und Radarkasten“ sind fast fertiggestellt. Die verlorene Platte als Technik wurde dabei verwendet. Und Juergen hat heute fleißig die Druckstöcke geschnitten.

 

Dagmar hat jetzt auch für sich klar wie es weitergeht. Ausgangspunkt ist ihr an der Maas gefundenes zersplittertes Plastik- Frühstücksbrettchen mit den vielen Schnittspuren. Drei Tiefdruckplatten sind im entstehen: die Eine zeigt eine Uferlandschaft, die Zweite die Schnittspuren des Brettchens und die Dritte Kreise als „Maaseinheiten“. Alles wird im Druck zusammenmontiert werden.

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