Schlagwort: husch-husch-Bilder

  • schwebte im Raum

    IMG_6383In „Zelle k5“ standen sie, Juergen, „Rudolf, der Bildhauer“ und „Jella, die Energetische“, und die Kunst schwebte mit Macht durch den Raum. Oder besser: es war die Frage, was denn Kunst sei, ob sie Künstler seien, die die drei heftig beschäftigte. Erst dachte ich, sie streiten sich, aber dann nahm ich wahr, dass es der Versuch war, eine Frage engagiert zu klären, die allen Dreien wohl sehr wichtig war und von der Juergen, das weiß ich, mittlerweile glaubt, dass sie eine unsinnige ist.

    Er meinte letztens noch, dass sich ihm diese Frage nicht mehr stelle. Er nehme wahr, dass die Menschen ihr Leben führten und Teil dieses Lebens seien auch kreative Prozesse und ihre Darstellung und das sei es dann schon. Und es seien oft hochinterressante Menschen. Ob die Ergebnisse solcher Lebensdokumentationen Kunst seien, sei für ihn als Punkt vollkommen unwichtig geworden. Alles sei ja zum großen Mix geworden: Kreatives, Konsum, Kunst, Produkte, Design, Esoterik, Privates, Fotos, Filme, Digitales. Und es werde alles gezeigt. Er empfinde sich selbst auch nicht mehr als Künstler. Was er in der Beschäftigung mit diesen Menschen und ihren Darstellungen für sich mitnehmen könne und wie es auf ihn wirke, das allein zähle. Die Frage nach der Kunst sei für ihn überflüssig geworden.

    Und „Jella“ schwieg.

    Und „Rudolf, der Bildhauer“, erwiderte, dass gute Kunst ihm wichtig sei, dass ihm die alten Meister am Herzen lägen, weil sie etwas zu sagen hätten, dass diese auch Wert auf das Technische gelegt hätten, heute werde ja alles nur noch hingerotzt, mit dem Ziel, es expressiv aussehen zu lassen, damit es sich besser verkaufe. Er gehe deshalb auch sehr selten in Museen mit Moderner Kunst, das Zeitgenössische finde er oberflächlich und von Genius könne ja bei den Zeitgenössischen wirklich keine Rede sein. Kunst sei für ihn letztlich nur das, was ihn innerlich berühre.

    Juergen war in diesem Gespräch irgendwie unausgeglichen und hat sein Unbehagen in zwei Skizzen einfließen lassen, die er während des Gesprächs anfertigte und in der hitzigen Debatte einfach so an die Wand klebte. Fertig!

    Buchalov

    For my english readers:

    They are standing and talking in the studio and art was flying with mighty power through the room. It was the question: What is art? Are we artists?

  • husch husch: #7 – 2013

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    Kalt, kalt, sagte Juergen heute, die Atelierräume sind ausgekühlt, husch husch also: die Heizung ist immer noch ausgefallen. An richtiges Arbeiten ist daher nicht zu denken.

    Buchalov

    For my english readers:

    Cold, cold, said Juergen today, the studio is chilled to the bone, husch husch: the heater its always broken.

  • Pläne

    IMG_0960Als ich Juergen heute morgen in „Zelle k5“ besuchte, saß er da, im Mantel, mit dickem Schal und die Mütze über beide Ohren gezogen: die Heizung war übers Wochenende ausgefallen und die Räume waren merklich ausgekühlt.

    Juergen zeichnete dennoch auf dem iPad, schnell, husch husch, da es ja wirklich kalt war, und zeigte mir die zeichnerischen Entwürfe für seinen nächsten Holzschnitt, einen Seelenkasten. Der soll richtig groß werden, 100 x 140 oder 130 x 180, vielleicht zweiteilig. Da müsse er mal schauen.

    Einen Stempel lasse er sich davon auch fertigen. Den möchte er dann bei seiner „Postcrossing Korrespondenz“ einsetzen. So sei jedenfalls der Plan. Aber Pläne seine ja das Eine.

    Buchalov

    For my english readers:

    When I visited Juergen this morning in „Zelle k5“, he was sitting there, in his coat, drawn with a thick scarf and a hat over both heels: the heater was out for the weekend and the rooms were cooled noticeably.

    Juergen was drawing on the iPad, quickly, husch hush, because it was really cold, yes, and he showed me the graphic designs for the next woodcut.