Gleichgültig, was man tut …

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Juergen heute:

Wenn man nicht von der Kunst leben müsse, werde man als Künstler nicht ernst genommen.

Wenn man von der Kunst nicht leben könne und in prekären Verhältnissen lebe, werde man als Versager wahrgenommen.

Wenn man geerbt habe und Kunst mache, werde man als Privatier eingestuft, aber nicht als Künstler.

Wenn man sage, man sei kein Künstler und suche nur nach Formen, um das Leben zu begreifen, wird man als Spinner oder Trittbrettfahrer oder Hobbykünstler eingestuft.

Wenn man eine Frührente bezieht und als Künstler lebe, wird einem unterstellt man habe sich diese Rente erschwindelt.

Gleichgültig was man tut und sagt, …

Juergen hatte wirklich einen dicken Hals als er dies heute morgen verbittert zu mir sagte. Und ich weiß, dass diese Beschreibungen nicht erfunden sind, sondern das er konkret  Personen aus seinem Umfeld vor Augen hatte.

Buchalov

 

dreimal

IMG_7116Kannst Du mir mal eine Schwalbe zeichnen, fragte ich Juergen. Ich kann nicht zeichnen, entgegnete er missmutig.
Danach war ich abgelenkt. er aber huschelte auf seinem iPad umher.
Und plötzlich waren es drei Schwalben.
Buchalov

einfach mal reinschauen

IMG_1547Juergen bittet mich ja hin und wieder darum, auf Sachen von ihm hinzuweisen. Das mache ich ja gerne. Das gilt auch für seine neuen, digitalen Collagen von „unterwegs“, entstanden auf der Basis seiner Reisetagebücher. Wie er damit weiter umgehen will, weiß er noch nicht.

Einfach mal reinschauen: >>> [unterwegs – Collagen]

Buchalov

unterwegs

17-09:16-10.2013#10#10Splitter, Fetzen, Bruchstücke, wenn die zu einem Ganzen werden, findet Jürgen das mehr als interessant. Der Vorgang habe etwas Spielerisches, Experimentelles, meinte er zu mir, als wir heute bei ihm saßen. Auf seinem iPad hat er mit dem Programm „sketchbook“ seine kleinen Aquarellskizzen und einige Fotofetzen aus der Toskana zu Neuem zusammenbaut. Er wisse auch, dass dies mit „Photoshop“ sicherlich komfortabler zu machen sei, aber in „sketchbook“ sei das Zeichnerische, das Radieren, das Ausschneiden, die Komposition weniger technisch, mehr händisch.

Jetzt hat er sie auf seiner Homepage „Einblick“ eingestellt: >>[…]. Das bedeutet: sie sind fertig. Denn immer wenn er etwas beendet ist, erscheint es an dieser Stelle. Ich habe noch gefragt, wie er sie präsentieren will. Großformatige Holzschnitte seine denkbar, aber da scheue er noch den Arbeitsaufwand, meinte er. Er müsse sich das noch genau überlegen.

Na ja!

Buchalov

dieses Unfertige oder doch Fertige

Hingerspiel KopieNa ja, sagte Juergen heute morgen. Das Zeichnen auf dem digitalen Zeichenbrett oder dem iPad: das bereite ihm schon viel Freude. Diese Kritzeln, dieses Hinschmeißen, dieses Unfertige. Oder doch Fertige.

Und gerne schaue er auch auf folgende Seiten: http://www.sketchbook.com und http://simki68.wordpress.com

Buchalov

For my english readers:

Well, Juergen said this morning. Drawing on the digital drawing board or the iPad: That makes much joy. And he loves to look on the following pages too: http://www.sketchbook.com and http://simki68.wordpress.com

Mischteile 2

05-02-01Juergen meinte, dass doch noch eine weitere Erklärung zu „Mischteile“, diesem Zeichenprojekt mit Klaus Harth notwendig sei.

Es sei aus einer „hingeschmissenen“ Bemerkungen entstanden, weil beiden das Wort „Mischteile“ so gefallen habe. Und sie seien beide so gestrickt, dass sie dann grob ein Vorgehen veinbart hätten und dann sei es eben losgegangen. Und während des Tuns hätten sie dann weitere Vereinbarungen getroffen. Und in einer Mail an Klaus habe er das dann zusammengefasst:

„Hallo Klaus, guten Morgen!

Deine Idee „der Reaktion auf eine Reaktion auf eine Reaktion auf eine Reaktion …“ ist wirklich gut. Wir produzieren im gegenseitig aufeinander Eingehen, jeder kann seinen individuellen Ansatz verfolgen, wir haben ein prozesshaftes Vorgehen, wir wissen nicht, wo es endet und wir können unser Tempo individuelle bestimmen: wirklich gut. Und abgelagert werden die Ergebnisse im Internet, der Postweg mit der zeitlichen Verzögerung entfällt.

Nach meinem Dafürhalten vollzieht sich unsere Arbeit in drei Phasen: der Phase des Experiments als Produktion (Reaktion auf Reaktion …) mit einer Vielzahl von Ergebnissen (die wir sicherlich dann irgendwann sichten sollten, darin sind wir ja erprobt) und der zweiten Phase der Weiterverarbeitung. Momentan denke ich dabei an größere Wandobjekte, größere Holzschnitte und an einen kleinen Film in schwarz – weiß, in dem unsere ausgewählten Zeichnungen auf einen nackten männlichen Körper projiziert werden. Es sollte eine Person mit großem Körperumfang sein, bekleidet mit einer weißen OP-Unterhose und einer weißen Badekappe, vor einer weißen Wand stehend. Du merkst, das ist momentan mein Favorit.Und der dritten Phase der Präsentation. Hier habe ich noch keine Vorstellung. In solchen Dingen bin ich auch nicht so gut und bewundere immer die Kollegen, die offensichtlich keine Probleme haben ihre Ergebnisse im öffentlichen Raum, manchmal mit Finanzierungshilfen von „wer weiß woher“, zu zeigen. Aber das hat ja noch Zeit.

Und jetzt zum Thema „Mischteile“, zum Inhalt.  Die Ergebnisse sind Ergebnisse des freien Kopierens. Ich habe in jeder Deiner Zeichnungen die feste, starre, statische Struktur gesucht, die den Kern bildet. Das war meine erste Ebene. Dann habe ich nach dem expressiven, gestischen, „wilden“ gesucht, das im Gegensatz zum ersten Teil steht und es auf der zweiten Ebene festgehalten. Auf einer dritten Ebene habe ich den Hintergrund in schwarz, ähnlich einem Scherenschnitt, festgelegt. … Jede Ebene hat für mich etwas Eigenständiges. Ich habe Mischteile also als den Versuch definiert, die unterschiedlichen Ebenen einer Zeichnung, die Einzelteile, zu finden, zu bestimmen, zu kopieren und diese als Mix neu zusammenzufügen, inclusive der von mir verursachten Abweichungen im Kopierprozess. Und auf Deine Reaktionen bin ich sehr gespannt. …“

Buchalov

For my english readers:

Juergen said, that it was necessary to do another explanation of „Mischteile“, this sign project with Klaus Harth.

Mischteile

06-03-02Klaus und Juergen sind wie Kinder, bei ihrem neuesten gemeinsamen Vorhaben, den „Mischteilen“, einem Zeichenprojekt. So sagen sie. In den Notizen von Juergen stand: 

„Wir spielen. Wir versuchen etwas. Wir kopieren. Wir reihen aneinander. Wir testen aus. Wir sind ohne Scheu.
Wir sind wie Kinder, die sich ausprobieren und in eine Welt hineintasten. Wir lernen, wir haben Spaß, wir tun es einfach. Wie Kinder eben. Große Kinder.
Und wo tun wir dies? In unserem Spielzimmer.“
Und Klaus Harth zeigte auf seiner Seite erste „Spielereien“:

>>> fünf zeichnungen am computer für ein projekt mit jürgen küster.

Buchalov

For my english readers:

Klaus Harth and Juergen are like children, in their latest project, called „Mischteile“, a sketch  project. „“We are playing. We try something. We copy. We line up. We test out. We are without fear…“