Latos Netze

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Ich sollte Euch von Lato und seiner Werkstatt erzählen. Einiges über Lato findet ihr hier: >>>[ … ] <<<. und hier: >>>[ … ]<<<  Und in seiner Werkstatt arbeitet er sich an dem ab, was ihm so über den Weg läuft, wenn er durchs Land reist und die Stille sucht.

Und jetzt sind es Juergens Netze. Denn eins ist ja klar: wenn Juergen schon Netze erstellt, umkreist und sich in ihnen vertieft, dann ist das auch eine  Sache für Lato. Und daher hat Juergen sich entschlossen, seine Netze Lato zu überlassen. Soll der sich weiter damit beschäftigen. Und dem wird so sein: Lato hat zugestimmt. Dann werden es zukünftig „Latos Netze“sein.

Buchalov

 

morgens um Acht

Morgens um Acht oder 8:30 Uhr, so ungefähr jedenfalls, nach der Morgengymnastik,  geht Juergen immer zum Meer und schaut und schaut und schaut und fotografiert. Der Verlauf des Wassers im Sand, dann, dieses Spiel, wenn die Wellen heranrauschen oder sich zurückziehen, das findet er spannend. Und unter grafischen Aspekten fasziniert ihn das erst recht.

Die Fotos sind Vorstudien für Zeichnungen, die später einmal Radierungen oder Scherenschnitte werden sollen, und die zu der Serie „als Lato das Meer sah“ gehören werden.

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die XYZ-Woche: Tag 2

Anknüpfen, die roten Fäden von gestern wieder aufgreifen- darum ging es heute zuerst einmal. Es sei schon erstaunlich, das man, wenn man eine Nacht über die Dinge geschlafen habe, mit einem frischen Blick auf die Ergebnisse schaue, meinte Juergen. Er arbeitet mit Antje und Elke zusammen in seinem Atelier In der XYZ-Woche am Thema „Portrait“.

Der eine rote Faden waren die großformatigen Zeichnungen der „Kartoffelköpfe“. Die werden so langsam. Es geht jetzt um Körperlichkeit und um die kompositorische Verankerung der Form in der Fläche.

Der andere rote Faden, das waren Portraits auf der Basis seiner Buntstiftskizzen. Da hat er nun auf einen großen Papierbogen das nächste Portrait vorskizziert.

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Und dann sind da noch die kleinen Tuscheportraits nach Bildern auf seinem Handy, seine morgendliche Einstiegsübung sozusagen..

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Und eine neue Ebene ist dazugekommen: einige von Latos Köpfen sind wieder aufgetaucht und werden bearbeitet.

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P.S. Und dann gab es da noch so eine Art gymnastische Demonstration als Antje die Verteilung des Körpers auf der Fläche und die Wirkung auf die Proportionen anschaulich darstellte.

 

Antje kommt!

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Antje kommt, morgen. Das weiß Jürgen schon seit geraumer Zeit. Er freut sich daher schon lange. Und mit ihr kommt Elke. Und sie alle drei wissen noch nicht viel von dem, was sie machen wollen. Eines aber schon: sie wollen eine Woche gemeinsam arbeiten und sich gegenseitig inspirieren. Und paar schöne Tage in Juergens Atelier verbringen.

Juergen hat gegrübelt, was denn von seiner langen Liste an Themen bearbeitet werden könnte und hat hin und her überlegt. Zuerst möchte er dort anknüpfen, wo sie letztes Jahr geendet haben. Da gab es ein paar Kartoffelköpfe von Antje und ihm. So eine Art Porträt, aber mehr als kryptisch und zufällig. Die wird er als Ausgangspunkt benutzen.

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die Kartoffelköpfe

Und dann fragt er sich ja immer, was er so von den Dingen weiß. Eine Zeichenserie ist daraus im Laufe der Monate geworden, in der Portraits von Menschen dominieren. Und was er von sich selbst weiß, ist ja auch immer so eine Frage. Also wird es in einem zweiten Schritt in Richtung Portraits und Selbstportrait gehen. Besonders angetan hat es ihm hier der „heilige Titus von Isselhorst“ und ein paar fotografische Selbstpotraits. Also schauen wir mal. Ich bin ja wie immer an seiner Seite. Wird schon schiefgehen.

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der heilige Titus von Isselhorst

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im Halbschlaf

Im Halbschlaf, morgens, gehe ihm so manches durch den Kopf, meinte Juergen zu mir.

Heute Nacht habe er gespürt, dass es hier in Oliva so langsam zuende gehe. Ende nächster Woche starte ja die Rückfahrt. Er habe daher im Halbschlaf das, was im Skizzenbuch so in den Wochen entstanden sei, thematisch geordnet. Eine komische Sache, so etwas zu tun, im Halbschlaf. Na ja!

OrtsMarken:

Was weiß ich schon von …

Meeresgetier:

Mir ist langweilig:

Ein paar freie Seiten habe das Skizzenbuch noch und es blieben ja auch noch ein paar Tage bis zur Abfahrt. Er bleibe also dran!

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Meeresgetier oder Ähnliches

Sie bringen ihm wieder Stücke, wie im letzten Jahr: Steine. Muscheln. Plastikteile. Und daraus wird momentan gezeichnetes Meeresgetier, oder Ähnliches. Ab und an ist auch eine OrtsMarke dabei.

Sie, das sind einige von den Frauen, die Juergen beim Spülen trifft, beim Plausch auf dem Weg oder am Strand oder die sehen, dass er unentwegt in sein Skizzenbuch zeichnet. Und die wissen, weil man sich das erzählt, und weil sie es sehen, dass er so etwas sucht und sammelt.

Und weil hier am Strand viel herumspaziert wird, rauf und runter, bringen Sie die Fundstücke zu ihm. Juergen freut sich jedes Mal.

Die Männer scheint das alles nicht zu interessieren.

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