der Prinz erhielt Post

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Der Prinz erhielt Post. Von Susanne Haun. Vor ein paar Tagen. Der Prinz, das ist natürlich Juergen, und ich, Buchalov, bin sein Chronist.

Also: Susanne hat die fertigen und verarbeiteten Selbstportraits von Juergen an ihn zurückgeschickt und ein Selbstportrait von sich beigefügt. Susanne, Heike und er haben nämlich vereinbart, schon seit geraumer Zeit, sich gegenseitig Selbstportraits zuzuschicken, die die anderen überarbeiten sollen und dürfen. Und man will ausloten, was da malerisch möglich ist. Und was das mit einem macht.

Und jetzt bringt Juergen Folgendes auf den Weg:

Aber, sagte Juergen, die räumliche Distanz sei ein Problem, denn damit geschehe kein wirklicher Dialog zwischen Ihnen über das, was da mit ihnen geschehen. Die Mailkorrespondenz und die Beiträge im Blog reichten einfach nicht aus. Das sei ein echtes Manko.  Ohne das gemeinsame Gespräch gehe es einfach nicht. Da müsse eine Lösung her. Vielleicht lasse sich da was auf seiner „Buchalovs Freunde Tour 2018“ im Juni organisieren.

Buchalov

Tag 4

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Heute möchte ich ein wenig von >>> Nanni Wagner <<< berichten und weniger von Juergen. Nanni arbeitete heute den vierten und letzten Tag mit Juergen gemeinsam in „Zelle k5“. Sie loten ja schon seit einigen Tagen aus, was das Reisen in 2017  mit ihnen gemacht hat und fragen sich, wie sie die Eindrücke und das Material, das sie mit nachhause gebracht haben, verarbeiten können.

Nanni war im Spätsommer sechs Wochen lang auf Bali und ist dort mit ihrer Schwester umhergereist. Im Atelier hatte sie, was diese Fahrt anbelangte, zwei thematische Motive in den Mittelpunkt gestellt: einmal die Fische im Wasserbecken eines Kaiserlichen Parks und zum anderen zwei kleine Kapseln von Früchten, die sie stellvertretend für sich selbst und die Beziehung zu ihrer Schwester ausgewählt hatte. Das erste Arbeitsvorhaben sollte Gesehenes wiedergeben, das zweite Klarheit schaffen.

Ich durfte mit dabei sein, als Nanni und Juergen heute ihre „Abschluss-tasse-kaffee“ tranken. Nanni war sehr zufrieden mit sich, ihrer Arbeit. Und mit Juergen – auch wenn sie mit ihren Arbeiten noch nicht ganz fertig geworden ist. Das wird wohl in den nächsten Tagen geschehen. Leider hatten sie ja beide nur vier Tage zur Verfügung.

Und morgen wird aufgeräumt. Ich werde Juergen dabei helfen. Und später noch einiges von seinen Ergebnissen zeigen. So ganz fertig ist er allerdings auch noch nicht.

Buchalov

 

die Prinzessinnen und der Prinz gehen und es kommt …

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Susanne fand den Arbeitstitel „die Prinzessinnen und der Prinz“ für das Projekt von Heike, Juergen und ihr selbst nicht mehr ganz so toll. „Sie hat ja recht“, meinte Juergen. Eine „vernünftige“ Projektüberschrift soll nun her: kurz, knapp, sachlich treffend. So Ihre Vorgaben. Und Juergen ergänzte im Gespräch mit Ihr das Ganze um die Kategorie „Humor“. Dann wäre er sehr zufrieden.

Und jetzt wartet er auf Vorschläge von Susanne und Heike und hat die seinen schon im Notizbuch des Handys abgespeichert. Drei Ideen gefallen ihm Momentan – aber das kann sich ja auch schnell wieder ändern: „über was auch immer“, „3 x selbst“ und „aushalten“. Mal schauen, bin gespannt, was die Drei ausbaldowern.

Buchalov

die Prinzessinnen und der Prinz

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„Dieses Projekt hat es wirklich in sich. Das macht einiges mit einem“, meinte Juergen gestern zu mir. Er meinte die Kooperation mit Susanne Haun und Heike Schnittker unter dem Titel „die Prinzessinnen und er Prinz“. Man schickt sich „Selbst – Portraits“ im Kreislauf zu und die anderen dürfen sie ohne Einschränkung bearbeiten und verändern.

Erst einmal müsse man aushalten, was man da als Endergebnis zurückbekomme, wissend wie das Ausgangsbild ausgesehen habe, welche Energien damals da  hineingeflogen seien und sehend, was man nun als Endergebnis zurückbekomme. In der Regel sei es keine Wiedergabe mehr von sich selbst. Heftig, heftig!

Weiterhin sei bisher oft mit voller Energie in das Ergebnis der Anderen „hineingebaut“ oder gezeichnet worden. Die Vereinbarung habe das ja auch zugelassen. Aber dennoch müsse man auch hier starke Nerven haben, wenn man dann sehe, wie der eigene Beitrag allmählich in den Arbeitsspuren der Anderen verschwunden sei und sich verloren habe.

Was man allerdings beim Betrachten seiner Meinung nicht leugnen könne: die Bilder hätten verdammt viel Energie in sich.

Aber es beginne ein Umdenken. So sein Eindruck. Er, Juergen zum Beispiel, habe sich  jedenfalls mittlerweile eine größerer Zurückhaltung auferlegt. Gestern habe er in einem Bild nur eine Linie gezogen, fertig! Mehr nicht. Und damit sei das Bild für ihn fertig gewesen. Er habe diesmal insgesamt lange gebraucht bis er fertig gewesen sei, denn er habe vieles bedenken müssen, weil er nichts zerstören wollte.

Bei einem Bild sei ihm das aber auch nicht gelungen. Das bekomme Susanne nun zurück, und er bitte sie, komplett von vorne zu beginnen..

Die nächsten Werke habe er jedenfalls jetzt wieder zu den Prinzessinnen auf den Weg gebracht.

Buchalov

Untersuchung eines Malstückes

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Das „Prinzip Rhizom“ als Methode: Juergen hat eine kleine bemalte Wellpappe, ein Malstück wie er sagt, als Ausgangspunkt weiterer kreativer Aktivitäten genommen. Das Malstück ist sein Keimling. Ein unscheinbares Teil mit Farben, die Juergen so nicht zusagen. Es sind die Farben von Jöer Möller, und er hat Juergen dieses Malstück mit bedeutungsschweren Worten ans Herz gelegt und übergeben – als Teil des gemeinsamen Projektes „zweifertig“. Jeder gibt dem anderen einen Teil eines Kunstwerkes mit der Bitte, es nun fertigzustellen. Sie sind jetzt im Laufe der Zeit beim „Block neun“ angelangt.

Juergen hat dieses Malstück nun untersucht: fotografisch, zeichnerisch, malerisch und drucktechnisch. Das entspricht seiner momentanen Vorgehnsweise. Und dabei kommt er, so meint er jedenfalls, den Dingen auf die Spur und erfährt wie sie zu ihm stehen.

Buchalov

man sieht, was man sehen will

IMG_2354Über den Atelierrundgang in Düsseldorf von letzter Woche möchte ich nicht reden. Das sieht Juergen auch so.

Über den Atelierrundgang an der Kunstakademie in Münster gestern gäbe es vieles zu sagen: positives, positives. Juergen hat heute schon begonnen in sich hineinzuhorchen, um herauszufinden, was da besonders wirkt und warum er so positiv angetan war. Hier ein Link: >>> [ … ] <<<

Es hat uns dort wirklich gut gefallen. Klar: man sieht, was man sehen will – wie Juergen immer sagt. Aber das bedeutet ja auch, das man sich an solchen Orten in der Flut von Bildern und Objekten und Präsentationsformen auch wiederfindet. Und nicht verloren geht.

Buchalov