Kombination

Aus dem Gegensatz von Natur und Zivilisation, aus Organischem und Mechanischem lässt sich eine Spannung entwickeln, sagt Juergen und kombinierte heute zeichnerisch  seine Rosen mit den Weltprojektionsmaschinen, die er vor einiger Zeit schon einmal entworfen hatte. Rudolf der Bildhauer schaute sich den ersten Entwurf im Atelier an und hatte Bedenken. Damit war Juergen zufrieden, denn er bürstet momentan aus seiner aktuellen Stimmung heraus gegen den Strich.

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Funktionieren und Freiheit

Das ist für mich ein altes Thema und hat damit zu tun, dass ich mein tägliches Brot mit dem LKW verdiene, aber gleichzeitig an der Maschine bastele und mich dabei immer wieder frage, wieso ich mich nicht ganz auf das Weiterbauen einlassen kann, obwohl ich es gerne möchte. Stattdessen bin ich immer wieder gezwungen mich einzuschränken, zeitlich und inhaltlich, weil ich mit dem Job, der das Geld bringt, auch klarkommen muss. Ich fahre gerne LKW, darin liegt es nicht. Aber ich kann durch den Job nicht vollkommen frei entscheiden, wann ich zu meiner Maschine gehe. Die Maschine ist aber schließlich meine Sehnsucht.

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P.S.

Zur Illustration habe ich ein Foto aus Juergens Atelier „Zelle k4“ genommen. Von meiner Maschine gibt es schon so viele Bilder.

irgendetwas stimmt nicht

Mit meiner Maschine in der Garage stimmt etwas nicht.

Vor Tagen hatte ich im hinteren Teil eine neue Drehscheibe installiert, die Querverbindungen zum Motor hergestellt und eine Flashlightlampe angeschlossen. Der Probelauf war problemlos und seitdem war alles ständig im Einsatz. Es sah einfach toll aus.

Aber seit heute stimmt etwas nicht: die Drehscheibe lief viel zu langsam und vor einer Stunde hat sie ihre Bewegung eingestellt. Der gesamte Maschinenteil ist ausgefallen. Kein Licht mehr, keine Bewegung. Die Stromversorgung ist auch zusammengebrochen. Dieser Teil der Maschine ist nun tot.

Am Freitag kam die Nachricht, das Claudia aus der Lohnbuchhaltung plötzlich und unerwartet gestorben ist. Mit zweiundvierzig. Ein echter Schock. Das ist schon der fünfte Todesfall in diesem Jahr. Ich kann mich nicht dran gewöhnen.

Irgendetwas  stimmt  einfach nicht.

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Frau R.

Frau R. ist eine ganz Liebe. Ich mag sie sehr. Frau R. ist Fotografin. Und liebt alles, was mit Stoffen und Papier zu tun hat. Sie wohnt in der Nachbarschaft.

Sie besucht mich bisweilen in der Garage und redet mit mir: über Fotografie und Textiles, über Familie und Menschen. Bisweilen blitzt in den Gesprächen ihre Sehnsucht auf, die Sehnsucht nach den Dingen hinter den Dingen und wie sie dem auf der Spur ist. Sie hat ein schlechtes Gewissen, weil sie sich zu wenig um ihre Fotografie kümmert. Sie habe ein Zeitproblem.

Ich aber sehe, dass sie auf dem Weg ist. Es ist die Sehnsucht.

Nach den Gesprächen habe ich manchmal den Eindruck, dass ich zuviel von der Maschine und über die Maschine erzählt habe. Beim nächsten male werde ich mehr zuhören und weniger reden.

Heute Vormittag, ich hatte frei, war sie bei mir in der Garage.  Sie hat mir ganz viel Papier, Aquarellpapier, Papier für Ölarbeiten und Skizzenpapier, geschenkt – für meine Malecke im Schlafzimmer.

Ich war etwas verlegen.

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Weltprojektionsmaschine 10

Maschinen sind Maschinen sind Organismen sind organisch sind anatomisch.

Diese Mischung aus mechanischen und anatomischen Teilen im Inneren der Maschinen findet momentan meine ganze Aufmerksamkeit. Ich nähere mich dem Ziel der gesamten Beschäftigung mit diesen Weltprojektionsmaschinen in dieser Form der Darstellung.

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