„Hier ist aber ordentlich aufgeräumt!“

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„Hermann, der Vernetzer“ hatte Besuch, eine junge Dame. Na ja, ihr Alter war schwer zu schätzen.

Sie kam auch in Juergens Atelier, er hatte sie zu einem Kaffee eingeladen, und im Türrahmen stehend sagte sie, dass es hier ja verdammt ordentlich sei. Ich bemerkte, wie Juergen irritiert schaute.  Ich glaube, seine Eigenwahrnehmnung von seinem Atelierraum ist eine andere. „Was meint schon ordentlich?“, entgegnete er.

Dann habe ich mich auch mal umgeschaut, das habe ich schon lange nicht mehr getan,  und festgestellt, das Juergen Depots und Materialhaufen  im Raum verteilt hat: Bilder, Fundstücke, Skizzen, Blätter, Fotos, Kopien und so was halt. Man kann das Ordnung nennen. Man kann das auch Suche nennen. Oder gedankliche Stolperfallen. Oder die Suche nach Sicherheiten. Oder Verbindungen. Na ja!

Buchalov

nicht die Themen, sondern das Material

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o.T. Sigrid Neuwinger

Nicht Themen waren der Ausgangspunkt der künstlerischen Aktivitäten. Das Material stand im Mittelpunkt: das experimentelle und spielerische Gestalten mit den unterschiedlichsten Stoffen. Und der grenzüberschreitende Austausch, denn die Künstlerkolleginnen stammten in der Mehrzahl aus den Niederlanden. Ein wenig babylonisches Sparchengewirr war also auch angesagt.

Juergen und ich haben auf Einladung von Sigrid Neuwinger ( siehe hier: >>> ) das ArToll in Bedburg- Hau bei Kleve besucht: ein toller Ort! Wir waren nach diesem Nachmittag so richtig „angefixt“ und die Eindrücke, aber sich die Gespräche aus den Winterateliers wirken immer noch nach. Was für eine liebevoller und freundliche Begrüssung: wir danken Euch!

Licht, Leder, Schaumstoff, Plastiktüten, Pappe, Papier, Schaumstoff, Abdeckplanen von LKWs, Gelatine, und und und.: das waren die Materialien, aus denen die Werke produziert wurden, die uns ins Auge sprangen.

Ich lasse mal ein paar Bilder sprechen:

 

Und hier der Link zum ArToll: >>> ….  <<<<

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Papiere

IMG_1179Wenn man Juergens „rosa Zimmer“ in der „Zelle k5“ betritt, sieht man erst mit dem zweiten Blick, was er da so alles an Papieren, blanko und bebildert, groß und klein, in seinem Regal angehäuft hat. Er sammelt alles, alles, was nur irgendwie im Copyshop um die Ecke vervielfältigt werden kann oder auf das man drucken kann.

Man findet auch große Poster, Reste vom Andruck aus Druckereien, oder großformatiges Chinapapier. Einiges wird ihm vorbeigebracht und geschenkt. Vieles nimmt er so im Vorbeigehen mit. Irgendwie kann er immer alles gebrauchen.

Er liebt besonders Blätter aus Atlanten, aus anatomischen Büchern, von Flugobjekten, technische Zeichnungen, Konstruktionspläne, Landkarten und und und. Wenn er sie als Datei findet, druckt er sie aus und lagert sie hier. Irgendwie seltsam, wo er doch so gerne mit dem Digitalen arbeitet.

Momentan sucht er gezielt Bilder zum Thema „Haut“ und „der künstlichen Befruchtung“. Juergen hat nichts dagegen, wenn ihm Material zugeschickt wird. Da freut er sich. Sagt er.

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