Notizen von Juergen Kuester und seiner Kunstfigur Buchalov
Schlagwort: Nullkralle
Solche Pausen sind nicht so prickelnd, sagte Juergen heute zu mir. Er meinte die Tatsache, dass er jetzt eine Woche lang kaum gezeichnet hatte und das sein „Flow“ zum Thema „Null“ mit Susanne Haun unterbrochen sei. Sie schicken sich nämlich gegenseitig zeichnerische Antworten zu und wenn zügig geantwortet wird, ja, dann fließt es zwischen den Beiden. Und sie sind zufrieden.
Kein Zweifel: die Beschäftigung mit dem Thema „Null“ – ein dialogisch, zeichnerisches Projekt zwischen Susanne Haun und Juergen – konzentriere sich momentan auf den Nullraum und die Nullwerkzeuge. Meinte Juergen eben zu mir.
Und da sei dann noch der Kommentar von Gerda, der ihm durch den Kopf tanze. Aber das habe er gedanklich noch nicht klar. Das müsse erst wachsen.
Wenn man auf bildnerische Vorgaben antwortet, so Juergen zu mir, als wir von der „Bar terassa“ in Montroig aus aufs Meer blickten, wenn man also auf Vorgaben antwortet, sucht man Punkte in der Zeichnung oder der Titelunterschrift, bei denen man sich einklinken kann, die einen anspringen und die mit dem, was man schon vorher angemacht hat, korrespondieren. Juergen und Susanne Haun schicken sich nämlich per Mail Zeichnungen zu, auf denen auch zeichnerisch geantwortet werden soll. Das Thema ist „die Null“.
Er gab also unumwunden zu, dass er sich schon vorher überlegt, was er antworten könne – so ungefähr zumindest – und dass er dies dann anschließend mit Impulsen aus Susannes Zeichnungen verbindet. Wenn man auf das, was die Partnerin sagt, achten möchte und den Dialog vorantreiben will, um nicht auf der Stelle zu kommunizieren, so „dozierte“ er, sei das eben notwendig.
Ich fand jetzt die Lichtreflexe auf dem Meer sehr interessant.