intuitiv

Klar, ein grober Rahmen sei schon abgesteckt. Das Ziel sei auch klar: Horchgeräte. Oder OrtsMarken. Und das Wissen darum, wo es ungefähr, ganz grob hingehen könne, sei auch vorhanden.

Aber der Rest sei Umschauen im Atelier, Papiere und Pappen finden, Zeichnungen so ungefähr im Kopf haben, als Vorlage, Schere, Kleber, Cuttermesser, das Vertrauen darauf, dass man gedanklich abrufen könne, was man in der Situation benötigt und dann werde angehalten, geklebt, ausprobiert, verworfen, neu geklebt, weggeschnitten, umk4eist und und und. Fertig!

So beschreibt Juergen seine momentane Arbeitsweise bei der Herstellung der Papierplastiken. Ich finde das ganz vernünftig. Und intuitiv.

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daraus will noch was werden

Daraus will noch was werden. Nur was? Das weiß Juergen wohl auch nicht so richtig.

Ich habe ihn gefragt und er meinte, dass sei eben so, wenn man rumexperimentiere und rumspiele. Da gehe man sicher manchen Irrweg. Aber wenn schon. Irgendwann passe es dann schon.

Er könne mir, wenn ich wolle, den Weg beschreiben, den er bisher gegangen sei,  vom Ausgangspunkt bis zu dem, was momentan vorliege. Ich habe mich bedankt, bin aber gegangen. Ich hatte keine Lust, mir das anzuhören. Vielleicht später.

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Vertrauen

Ich weiss ja, dass eine Plastik im additiven Verfahren der Anhäufung von Material entsteht. Aber das aus diesen kleinen Papierrollen mal etwas Bildhauerisches werden soll, kann ich noch nicht so recht glauben.

Das habe ich Juergen auch gesagt, als er heute an diesen Objekten arbeitete. Er aber meinte, dass er da schon ein grosses Vertrauen in den Prozess, das Material und den Einfallsreichtum habe. Zur Not könne er ja auch „Rudolf, den Bildhauer“ fragen. Wenn er denn in der Ateliergemeinschaft anwesend sei. Der habe für das Technische eigentlich immer eine Lösung.

Er, Juergen, tendiere momentan zu Fliesenkleber, den er auf die dünne Pappe aufbringen möchte. Und dann sehe man weiter.

Ich bin gespannt.

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festgebissen

IMG_1958Ich war auf „Googas Boote“ gespannt, auf den Arbeitsfortschritt, und war mehr als überrascht als ich heute im Atelier „Zelle k5“ sah, dass sich Juergen an seiner „Nullkiste“ festgebissen hatte. Es sind schon Probedrucke entstanden, die heute dazu geführt haben, dass er die Kiste noch weiter geschnitten hat.

Im neuen Jahr will er die einzelnen Seiten drucken – das Netz der Kiste, die Außenfläche. Im Inneren sei die Kiste ein „Nullraum“. Sagte er.

Hier ein paar Bilder von den Zwischenergebnissen:

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hier soll was zusammenwachsen

Ob er wieder male, wurde Juergen von „Hermann, dem Vernetzer“, gefragt, als der einen Blick in Jürgens Atelier „Zelle k5“ warf. Juergen verneinte sogleich. Gott bewahre, er sei kein Maler. Das, was er da sehe, seine nur Hintergründe, Hintergründe für die neuen Scherenschnitte.

Juergen zeigte Hermann dann die Tuschzeichnungen, die als Vorlage für die Scherenschnitte dienen. Das solle jetzt alles zusammenwachsen. Die Tuschzeichnungen habe er auf der Basis der Werke erstellt, die er auf seiner „Buchalovs Freunde Tour 2015“ getauscht habe. Die Zeichnungen sind hier in „Zelle k5“zu sehen: >>> [ … ] <<<

Ich konnte mich erinnern, dass er das letztes Jahr auch so gemacht hatte – bis hin zu den Wandobjekten.

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