Buchalovs Freunde Tour, Tag 10

Der Trubel hat uns wieder, spätestens auf der A5. Das auf sich selbst Zurueckgeworfensein auf dem Berg bei Ulli Gau in Sallneck hat ein Ende. Wenn man will, kann man sich wieder verstecken, meinte Juergen. Aber will man das?

Wir sind nun auf dem Weg zu „Irgendlink“ nach Zweibruecken mit Zwischenstation in Königsschaffhausen am Kaiserstuhl.

Die OrtsMarken sind in Sallneck entstanden.

Buchalovs Freunde Tour, 18-06-2018, Königsschaffhausen am Kaiserstuhl

BFT, Tag 3

Juergen und ich sind mit den Rädern durch Herford gestreunt, auf der Suche nach offenen Kirchen und Kunst, haben nachmittags Freunde besucht und Juergen hat auf die Schnelle zwei OrtsMarken gefunden. Und sich an Ernst Caramelle gestern im „Marta“ erinnert.

Guter Tag!

Buchalovs Freunde Tour 2018, 11 – 06 – 2018, Herford

Orte und OrtsMarken

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Eine Marke gehöre zu einem Ort. Sie markiert eine Stelle, einen Platz: eine OrtsMarke also. Diese Markierung ist eine optische und über das Gezeichnete auch eine gedankliche. Die Marke kennzeichnet den Ort.

So ist Jürgens gedanklicher Ansatz. Die OrtsMarken habe er bisher immer gezeichnet, aber nie den dazugehörigen Ort, sagte Juergen zu mir. Jetzt hat er begonnen, beides zu zeichnen. Er schließe nicht aus, dass es hunderte von Zeichnungen von Orten im Laufe der Zeit werden könnten. Daher habe er begonnen sie sofort auch zu nummerieren.

Hier zeige ich nun die Skizzen zu Ort 1 bis 12 – weitere werden mit Sicherheit folgen. „Das werde ein Langzeitprojekt, da sei er sicher!“ meinte Juergen.

die „anderen“ OrtsMarken

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Die „anderen“ OrtsMarken, das sind halt andere OrtsMarken: größer im Format und mit schwarzer und roter und grüner Tusche gezeichnet.

Fuer die, die es nicht wissen: Juergen zeichnet an den Orten, an denen er sich gerade befindet, mit Hilfe der kleinen Fundstuecke, die er dort findet, Skizzen von diesen und nennt sie OrtsMarken.

Und auf der Basis der ersten schwarz-weiß hingeworfenen Skizzen, entstehen dann weitere, z.B . diese hier:

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„Mas Miro“

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Gestern war der 20. April. Vor genau 125 wurde Joan Miro in Barcelona geboren: ein besonderes Datum also.

Und Juergen und ich sind daher gestern zur „Mas Miro“ gefahren, dem Bauernhof auf dem Joan Miro seine Jugend verbrachte und bis zu seinem Tod auch eines seiner Ateliers besaß. Die „Mas Miro Foundation“ hat jetzt hier das Sagen. Der Ort liegt ganz in der Nähe unseres Stellplatzes. Dort wurde der Tag mit einem Festakt gebührend gefeiert. Aber ohne Einladungskarte hatten Juergen und ich bei den vielen geladenen Honoratioren keine Chance: wir mussten draußen bleiben und wieder unverrichteter Dinge abziehen.

Vor Tagen allerdings, als das Gelände und der Ort noch frei zugänglich waren, jetzt ist alles hermetisch abgeriegelt,  war  Juergen schon einmal mit dem Fahrrad dort und hat sich vor dem Gebäude und auf dem Gelände ein wenig umgesehen. Ein Schild mit „Zutritt verboten“ hat er nicht gesehen. Jürgen hat – wie immer –  „OrtsMarken“ fotografiert.

Und zum Andenken an Joan Miro und seinem Geburtstag hat er nun dreizehn schwarz – weiß – Skizzen auf der Basis dieser „OrtsMarken“ erstellt, die im Winter, wenn er wieder in seinem Atelier arbeitet, zu Papercuts oder großformatigen Holzschnitten werden sollen. Mal schauen!

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Fundstück: ein Gedanke

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Juergen schrieb vor einigen Tagen einen Kommentar bei Gerda aus Griechenland und im Nachhinein ist ihm  bewußt geworden, dass er da etwas Grundsätzliches zu seinem Umgang mit seinen „OrtsMarken“ und Fundstücken geschrieben hat. Ich soll ihn hier noch einmal wiedergeben.

„Das was uns umgibt, die Natur und die zivilisatorischen Gegenstände, haben fuer mich eine hohe inspirierende Wirkung, insbesondere, wenn der Verfall spurenmässig erkennbar ist. Ich habe allerdings nicht den Ehrgeiz die Gegenstände wie Du zeichnerisch sehr nahe am Original wiederzugeben, sondern mir reicht die zeichnerisch grobe Annäherung. Fehlendes technisches Können lässt sich so eher kompensieren und das Energetische im Tun besser rüberbringen.
Die Gegenstände, die ich aufhebe, müssen klein sein, beschädigt oder von der Natur bearbeitet und in ihrer Formensprache nicht unbedingt dem Gängigen entsprechen. Als Material geht alles, Holz liebe ich. Aber auch bei mir ist es eher ein unbewusster Vorgang.“

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OrtsMarke: Variationen

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Was soll ich sagen: manche Fundstücke, die Juergen in der Nähe seines Wohnmobils findet, entwickeln im Laufe der Zeit ein Eigenleben und werden als Einzelteil häufiger abgebildet als andere. So ging es auch diesem Stück.

„Das Problem bei Variationen ist ja, das beim Betrachten fast schon automatisch zwischen den einzelnen Teilen verglichen wird“, hörte ich Juergen sagen. „Das will ich eigentlich nicht, da jede Skizze ja etwas ganz eigenständiges ist.“

Das Entwickeln von Variationen habe aber auch mit ungesteuertem Wachsen zu tun. Und da sei man dann wieder bei seinem Lieblingsthema, den Rhizomen. Über die Bedeutung von Variationen und Wiederholungen für die Bildung von inneren Strukturen müsse er noch etwas nachdenken.

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