intuitiv

Klar, ein grober Rahmen sei schon abgesteckt. Das Ziel sei auch klar: Horchgeräte. Oder OrtsMarken. Und das Wissen darum, wo es ungefähr, ganz grob hingehen könne, sei auch vorhanden.

Aber der Rest sei Umschauen im Atelier, Papiere und Pappen finden, Zeichnungen so ungefähr im Kopf haben, als Vorlage, Schere, Kleber, Cuttermesser, das Vertrauen darauf, dass man gedanklich abrufen könne, was man in der Situation benötigt und dann werde angehalten, geklebt, ausprobiert, verworfen, neu geklebt, weggeschnitten, umk4eist und und und. Fertig!

So beschreibt Juergen seine momentane Arbeitsweise bei der Herstellung der Papierplastiken. Ich finde das ganz vernünftig. Und intuitiv.

Buchalov

OrtsMarken und Restepapier

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Manchmal solle man sich einfach auf seine Wurzeln besinnen. Auf das, was man kann und was manchmal im Laufe der Zeit verschüttet wurde. Und das, was man liebte. Meinte Juergen. Zum Beispiel an Papier und an Kleber, an die Lust am Modellbau mit Papierschnittbögen, an das Kleben, an das Schneiden, an das Fummeln und Frimmeln, wenn man die kleinen Teile zusammenfügte. An die klebrigen Hände. Als kleiner Junge und auch als Jugendlicher habe er das so gerne gemacht. Wenn es keinen Kleber gab, habe Vater mit seinem Holzleim aus dem Werkraum im Keller oder Mutter mit so einer Art Mehlpampe nachgeholfen. Na ja.

Und jetzt sehe ich wie Juergen aus Abfallpapier, aus schon bedruckten Bögen und all dem Papierkram der im Atelier „Zelle k5“ herumfliegt und herumliegt „OrtsMarken“ baut und sich ohne Plan einfach so „voranwurstelt“, bewußt unperfekt. Rhizomartig halt. Und Restepapier ist ja im Überfluss vorhanden.

Ich glaube, das wird was.

Buchalov