der zweite Schritt: #1 – 2019

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„Source“ oder „Quelle“ oder „Skizzenbuch“ oder „blankbook“ oder „Ideenkiste“: so wollte Juergen eigentlich diese neue thematische Linie nennen, die ihn neben „husch husch“ und „aus Juergens Materialkiste“ zukünftig ab 2019 begleiten soll. So hatte er sich das ausgedacht.

Denn bei Juergen fängt ja alles damit an, dass ihm im Alltag irgendetwas auffällt. Oder das er Fragen stellt, zu allem und jedem. Und dass er es per Foto oder Skizze oder Notiz festhält. Die erste Fixierung halt. Das erste Festhalten. Aber es ist eigentlich der zweite Schritt im Prozess, der zweite Schritt der Aneignung und Verarbeitung, der so bedeutend ist. Dann beginnt es wirklich. Denn der erste Schritt ist ja die Entdeckung, der Gedanke, die Idee, das, was ins Auge springt.

Ob es einen dritten und weiteren Schritt gibt, zeigt sich im Laufe der Zeit.

Den zweiten Schritt möchte er zukünftig hier häufiger zeigen. So hat er es mir erzählt.

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ein paar Köpfe

Ein paar Köpfe aus „Zelle k5“ gibt es zu sehen,  vielleicht auch Portraits – aber wer weiß das schon. Sie sind in den letzten Wochen entstanden. Einiges ist dabei sicher vereinzelt schon einmal hier im Blog gezeigt worden.

Latos Köpfe

Langeweile-Köpfe

Köpfe aus der XXX -Woche

Selbstportrait

Was weiß ich schon von …

„Zelle k5“, das ist der Name für Juergens Atelier, in dem ich oft und immer öfter mit Juergen umherstreune. Mit Zelle, so hat er mir gesagt, meint er weniger Gefängniszelle als eine Klosterzelle, den Rückzugsraum, der als Energiequelle dient und von dem etwas ausgehen kann.

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die XXX-Woche: Tag 2

Anknüpfen, die roten Fäden von gestern wieder aufgreifen- darum ging es heute zuerst einmal. Es sei schon erstaunlich, das man, wenn man eine Nacht über die Dinge geschlafen habe, mit einem frischen Blick auf die Ergebnisse schaue, meinte Juergen. Er arbeitet mit Antje und Elke zusammen in seinem Atelier In der XXX-Woche am Thema „Portrait“.

Der eine rote Faden waren die großformatigen Zeichnungen der „Kartoffelköpfe“. Die werden so langsam. Es geht jetzt um Körperlichkeit und um die kompositorische Verankerung der Form in der Fläche.

Der andere rote Faden, das waren Portraits auf der Basis seiner Buntstiftskizzen. Da hat er nun auf einen großen Papierbogen das nächste Portrait vorskizziert.

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Und dann sind da noch die kleinen Tuscheportraits nach Bildern auf seinem Handy, seine morgendliche Einstiegsübung sozusagen..

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Und eine neue Ebene ist dazugekommen: einige von Latos Köpfen sind wieder aufgetaucht und werden bearbeitet.

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P.S. Und dann gab es da noch so eine Art gymnastische Demonstration als Antje die Verteilung des Körpers auf der Fläche und die Wirkung auf die Proportionen anschaulich darstellte.

 

Antje kommt!

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Antje kommt, morgen. Das weiß Jürgen schon seit geraumer Zeit. Er freut sich daher schon lange. Und mit ihr kommt Elke. Und sie alle drei wissen noch nicht viel von dem, was sie machen wollen. Eines aber schon: sie wollen eine Woche gemeinsam arbeiten und sich gegenseitig inspirieren. Und paar schöne Tage in Juergens Atelier verbringen.

Juergen hat gegrübelt, was denn von seiner langen Liste an Themen bearbeitet werden könnte und hat hin und her überlegt. Zuerst möchte er dort anknüpfen, wo sie letztes Jahr geendet haben. Da gab es ein paar Kartoffelköpfe von Antje und ihm. So eine Art Porträt, aber mehr als kryptisch und zufällig. Die wird er als Ausgangspunkt benutzen.

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die Kartoffelköpfe

Und dann fragt er sich ja immer, was er so von den Dingen weiß. Eine Zeichenserie ist daraus im Laufe der Monate geworden, in der Portraits von Menschen dominieren. Und was er von sich selbst weiß, ist ja auch immer so eine Frage. Also wird es in einem zweiten Schritt in Richtung Portraits und Selbstportrait gehen. Besonders angetan hat es ihm hier der „heilige Titus von Isselhorst“ und ein paar fotografische Selbstpotraits. Also schauen wir mal. Ich bin ja wie immer an seiner Seite. Wird schon schiefgehen.

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der heilige Titus von Isselhorst

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Gesichter

Ein Gesicht. Und noch ein Gesicht. Und noch eines.

Beim Durchblättern von Juergens Skizzenbuch blieb ich daran hängen. Sie fielen mir auf. Sie schauten mich an und schwiegen. Gesichter: hat Juergen sich etwa selbst angeschaut?

Aber es bleibt dabei: was wissen wir schon. Und man kann den Menschen nur vor den Kopf schauen. Oder ins Gesicht. Daher kann es nach meiner Auffassung nur zwei Wege der Annäherung geben, wenn wir auf die Anderen treffen: den Weg des Vertrauens oder den des Misstrauens. Meine Entscheidung und auch die von Juergen ist klar.

Und an Heike musste ich denken und daran, was sie über das Selbst geschrieben hat. Und wie wenig ich über die Theorie des Selbst weiß. Juergen und ich werden uns da mal ein wenig einlesen.

„Was weiß ich schon von ..“ Daran sollte Juergen vielleicht in diesem Zusammenhang auch mal wieder weiterarbeiten.

Und das alles wegen der Gesichter im Skizzenbuch, erstaunlich!

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„Die Buchalovs Freunde Tour 2018“

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Heute ist Juergen das wohl plötzlich bewusst geworden. Dies sagte er jedenfalls zu mir: „die Buchalovs Freunde Tour 2018“ sei ja schon gestartet. Im Januar, als er  eine Woche  mit Nanni zusammengearbeitet habe. Hier der Link: >>> [ … ] <<<

Und am Samstag war dann schon die zweite Station dieser Tour in 2018. Den gesamten Samstag hat er nämlich mit Antje von „MachArt“ in „Zelle k5“ verbracht, sie hat Portraits gezeichnet, er hat an den Horchgeräten gearbeitet, und sie haben sich rege ausgetauscht, bei Nudelsalat und frisch gebackenem Brot. Das war die zweite Station.

Also noch einmal: die „Buchalovs Freunde Tour“ ist gestartet. Wer mehr über die Fahrt wissen will, kann dies hier tun: >>> [ … ] <<<

In der zweiten Hälfte im Juni 2018 will er dann längere Zeit die Tour fahren, bis in den Juli hinein. Seine erste Station soll Heike in Paderborn sein. Er muss sie noch fragen, ob es passt. Und er freue sich schon jetzt auf ein Treffen mit ihr. Und danach? Vielleicht nach Berlin. Oder an die Ostseeküste. Oder ins Saarland. Mal schauen.

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