Magadan

IMG_6013Von meinem „Postcrossing – Projekt“ habe ich schon lange nicht mehr berichtet.

Gestern habe ich eine Postkarte erhalten, die war etwas wirklich Besonderes. Sie zeigt die „Mariä- Entschlafens- Kathetrale“ des Moskauer Kreml. Das ist an sich schon toll. Aber Katya, die Adressatin der Karte, hat die Karte von ihrem Wohnort „Magadan“ abgeschickt. Und das ist ein Ort auf dieser Welt, von dem ich noch nie gehört hatte und bei dem mich das Ergebnis meiner Internetsuche wirklich elektrisierte. Das war wirklich noch eine Spur toller.

Und an Juergens „KGB Projekt“ hat mich das auch erinnert.

Buchalov

It is a long time ago, that I wrote somethimg about my „postcrossing -project“.

Yesterday I got a postcard from „the domes of the Assumption Cathedral“ in Moscow. That is great. But Katya, the writer of the card, did send the card from her hometown „Magadar“. And that was a little bit greater.

das Schräge

IMG_5952Heute habe ich wieder Post bekommen. Von Kia. Aus Finnland. Seit wir uns auf „postcrossing“ kennengelernt haben, sind wir im Kontakt. Sie interessiert sich immer sehr für die Arbeiten von Juergen und fragte nach, wie dieser denn bei der Bilderflut, die um uns herum „flute“, seinen eigenen Ansatz verfolgen könne.

Ich habe mit ihm darüber gesprochen. Er dachte kurz nach. Seine Antwort: „Ich bin Gefangener meiner bildnerischen Sozialisation. Ich war wie wir alle einer  ästhetischen Prägung ausgesetzt. Davon ausgehend versuche ich jetzt Bilder zu schaffen, die darüber hinausgehen. Ich liebe daher das Schräge, das „gegen den Strich bürsten“. Mir ist immer unbehaglich, wenn ich Bilder von anderen sehe, die den meinen ähneln. Und ich bin immer noch ein Gefangener, Gefangener der aktuellen Bilder um mich herum. Und wehre mich.“

Buchalov

For my english readers:

Today I got  post again. By Kia. From Finland. Since we met on „postcrossing“, we are in contact. She is always very interested in the work of Juergen and asked, how he could do his own approach while this amount of images is existing around us.

der Kick

Juergen hat mir gestern bei einer Tasse Kaffe Teile seiner Postkarten aus dem „postcrossing – Projekt“ gezeigt. Er ist immer noch Feuer und Flamme und meint, dass sein Englischkenntnisse auch besser geworden seien. Der Kick aber sei die Recherche im Internet: die fremdem Ort aufsuchen, über deren Geschichte lesen, andere Lebensweisen kennenlernen, Wissenslücken schließen und erleben, wie andere Menschen Kunst sehen.

Buchalov

große Freude

Juergen rief mich heute morgen sogleich an – so groß war seine Freude über die Post, die er aus China erhalten hatte. Shan oder besser ZhouShan hatte ihm im Tausch gegen Jürgens Karten im Rahmen von „Postcrossing“,  Postkarten aus China geschickt. Juergen fand sie einfach toll. Es sind u.a. Kartenmotive der chinesischen Maler Wu Changshuo und Xu Wei. Juergen kann sich gar nicht satt sehen an diesen feinen kalligrafischen Pinselzeichnungen.

Buchalov

Bambus

Juergen strahlte heute über das gesamte Gesicht: er hatte aus dem Osten Chinas im Rahmen seines „postcrossing – Projektes“ seine erste Karte erhalten. Das Motiv: Bambus, gemalt von „Xu Wei“, aus der Ming – Dynastie. Das passt für ihn genau zu seiner alten kreativen Leidenschaft – der Tusche – und zu der Vorliebe in der Verwendung von Zechen oder Symbolen.

Und schon hat er sich bei „wikipedia“ und „google maps“ vergraben – um seine Wissenslücken zu schließen und virtuell durch die Welt zu reisen.

Buchalov

wunderbar rätselhaft

Ich weiß nicht, was das mit mir macht, noch nicht, und wie das in meine Kunst hineinpasst. Aber das kriege ich schon noch raus.

Diese Karte kommt von Glennys. SIe lebt in Ewa Beach, Hawai. Aber so sieht Hawai nicht aus, ich weiß. Und dennoch: die Karte hatte Ihren Ursprung auf Hawai. Und gleichzeitig zeigt sie das „Wright Memorial  at the Kill devil hills“. So steht es auf der Rückseite.

Es ist nicht nur die Faszination der Ferne und des Fremden, es sind auch diese Namen, die mich begeistern. Sie sind einfach fantastisch.

Und schon habe ich wieder etwas gelernt: nämlich einiges über die Gebrüder Wright. Über diese Küstenregion und über Hawai. Ich bin nämlich mit „googles street view“ durch die Orte gereist, habe geschaut und gelesen.

Aber es bleibt die Frage, warum hat Glennys mir genau diese Karte geschickt und keine von Hawai. Was hat sie dazu bewogen? Und was hat sie mit den „Kill devil hills“ zu tun?

Postcrossing ist wunderbar rätselhaft – manchmal.

Juergen

postcrossing ist toll

„postrcrossing“ ist toll. Sagt Juergen.

Das Projekt verbinde die Möglichkeiten des Internets mit der schönen alten Technik des Postkartenschreibens. Und wer sich drauf einlasse, reise virtuell durch die Welt, lerne die Menschen in ihren besonderen Bezügen vor Ort in einem kleinen Ausschnitt kennen, sei mit Google in der Lage, sich die Orte mehr oder weniger detailliert anzuschauen und lerne Historisches oder Geographisches oder Kulturgeschichtliches und und und über die Städte bzw. Regionen: wenn er sich bemühe.

Und wer zwischen den Zeilen auf den Karten zu lesen weiß, setze wie in einem Puzzle die Welt weiter zusammen.

In der Kombination mit „Mail art“, so wie er es betreibe, erhalte es auch noch einen besonderen Touch: Er schicke einen Gedanken auf Reisen und hoffe, dass er verändert zu ihm zurückkomme. Es gehe um Sehnsucht. In welcher Form auch immer.

Buchalov

postcrossing aktuell

Mail – Art: dieser Hinweis von  „helvetic woman“ und die anschließende Recherche haben mich in der letzten Woche doch sehr beschäftigt. Mit dem Ergebnis, dass sich mir eine weitere „Kunstrichtungsschublade“ auftat und ich meine „postcrossing – Aktivitäten“ anders organisiert habe und selbst ein kleines „Mail -art – Splitterschen“ auf den Weg brachte: Ich versende meine Postkarten nun kreativ gestaltet mit eigens angefertigten Stempeln und kleinen Aquarellskizzen oder Tuschemotiven auf der Rückseite. Und mit der Absicht, Antworten auf die Frage nach den „schönen Dingen“ des Lebens oder was man unter „Eden“ versteht zu erhalten.

Und die, die mir schreiben, können in meiner Profilbeschreibung auf Postcrossing erfahren, dass ich gerne Aussagen zu diesem Thema auf den mir zugeschickten Karten hätte.

Womit wir wieder beim „EdenZwo-Projekt“ wären.

Ich hoffe, es funktioniert.

Juergen

Postkarten

Schon seit Jahren sammle ich Postkarten. Einige habe ich Juergen auch zum Überzeichnen bei seinem „Surium – Projekt“ zur Verfügung gestellt. Mich faszinierte bisher immer die Gestaltung der Karten. Und nur solche habe ich behalten. Und nach Themen sortiert.

Aber jetzt kommt auch noch die Faszination über die Menschen hinter der Karte und wie sie leben und wo sie leben und wie exotisch das Ganze doch ist und wie ihr Wohnort aus der Luft aussieht und was für ein Profil sie angegeben haben und wie ich mit meinem eingemotteten Englisch klarkomme und wie ich mit meiner Ungeduld beim Warten auf die nächste Postkarte umgehe und wie ich mich über neue Karten freue und dass ich eine „best of – Sparte“ angelegt habe – jetzt kommt auch das noch hinzu.

Ich bin seit Neuestem Teil des „postcrossing“ – Projektes“. Ich habe echt Spaß dabei. Und bin wie ein Jäger oder Sammler auf der Suche nach tollen Postkarten und Sondermarken.

Mein Bild oben zeigt die erste Karte, die ich aus Philadelphia von Candice im Rahmen des „postcrossing“ erhalten habe.

Als Junge habe ich die Länder der Erde mit ihren Hauptstädten aus dem Westermann-Atlas auswendig gelernt. Irgendwie knüpfe ich da an und verbinde Altes mit Neuem: Postkarten schreiben mit dem Internet. Fühlt sich gut an!

Ich sollte Juergen mehr davon erzählen.

Buchalov