











Buchalov






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Zwei Dinge führten uns nach Bad Buchau: das Skulpturenfeld von Oggelshausen und die fluechtige, aber positive Erinnerung daran, das Juergen an diesen Ort vor ca. 65 Jahren als kleiner Junge sechs Wochen lang „zur Erholung“ hingeschickt wurde.
Der Federseesteg: am Ende des Stegs im See, ja, das war schon ein besonderer Ort.



Das Skulpturenfeld in Oggelshausen, Ausschnitte:






http://www.symposion-oggelshausen.de/symposium196970.html und https://oberschwaben-welt.de/skulpturenfeld-bei-oggelshausen/ und http://www.federseeportal.de/index.php/ausflug-tipps/blog
Das Federseemuseum:



Es sind auch einige Zeichnungen entstanden:






Und auch hier – so wie auf einigen anderen Stationen der Tour: ein Gefühl als wenn die Zeit stehen geblieben wäre. Wenn da nicht die täglichen Nachrichten wären. Und der ab und an fallende Starkregen.
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In der Kunsthalle Tübingen gab es Malerei von Daniel Richter zu sehen: All over Malerei / Strukturen von Flächen / Körperfragmente / Hinweise auf malerische Inspirationen aus Zeitschriften / Tuschezeichnungen als Antikriegsbilder / ebenso Collagen /Textfragmente…: reichlich Inspirationen für Jürgens zukünftige Zeichnungen.






Und wir haben am Neckar fotografiert:

Und gezeichnet wurde ebenso:


Und plötzlich war da die Frage: wo ist der Ukrainekrieg geblieben?
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Bisher erschienen drei Elemente auf der BuchalovsTour: das Haus – der Baum – der Fluss. Aber es fehlte etwas, natürlich: der Mensch. Er kommt hinzu.
Jürgen hat sich auf seiner Tour in Tübingen fotografisch umgesehen:






Und er hat erste kleine Zeichnungen erstellt:


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Jürgen meinte, dass er nach Spanien gefahren sei, vor gut zwei Monaten, ohne einen genauen Plan, was er da künstlerisch anstellen wolle. Das ergäbe sich ja oft vor Ort. Darauf habe er vertraut. So war es wohl auch dieses mal. Einen Teil der Ergebnisse habe ich hier schon gepostet. Und jetzt hat er mir einiges Theoretische, vielleicht ein Konzept, zu dem, was er da gearbeitet hat, nachgereicht.


„to bring and to find“: einige Gedanken
Das künstlerische Konzept „to bring and to find“ erkundet einen Ort, eine Parzelle und die Beziehung zwischen den mitgebrachten und vor Ort gefundenen Materialien, Gedanken oder Empfindungen. Es betrifft auch die Historie eines Ortes. Was bringen wir mit an andere Orte? Da ist unser Körper, unsere Hülle, unsere Gedanken, unsere Befindlichkeit. Und diverse Materialien, Dinge, Haltungen, Werte, Worte. Und was finden wir vor? Fundstücke, Markierungen, Menschen, diverse Materialien, diverse Dinge.
Treffen Ort und Person aufeinander dann beginnt ein Prozess der Interaktion, mal bewusst, mal unbewusst. Man wirkt aufeinander und gleicht sich an. Man tariert sich aus und versucht das Gleichgewicht der Kräfte im Sinne eines horizontalen Ausgleich herzustellen. Durch die Anwendung der Techniken des Zeichnens, Fotografierens, Schreibens und Bauens mit Papier entsteht eine rhizomartige Vorgehensweise, die den Prozess und den Zufall betont.
Die Mobilität spielt eine entscheidende Rolle. Zu den Orten wird sich hinbewegt und der Künstler erkundet den Ort, auch sich selbst und tritt in Interaktion mit beidem. Diese Interaktion führt zu Veränderungen, sowohl in der Wirkung des Ortes auf den Menschen als auch in der Wirkung des Menschen auf den Ort.
Das Konzept betont die Prozesshaftigkeit und den Zufall als wesentliche Elemente. Durch die rhizomartige Vorgehensweise entstehen unvorhergesehene Verbindungen und Beziehungen zwischen den Materialien, dem Ort und dem Künstler. Sie bestimmen das künstlerische Ergebnis.


Die Auswahl der zu bearbeitenden Objekte vor Ort basiert auf Kriterien, die die Vielfalt der Fundstücke und Materialien widerspiegeln. Diese Auswahl erfolgt auf spontane, gezielte, planvolle, ungesteuerte, zufällige, unbewusste, bewusste oder impulsiv inspirierte Weise. Dadurch entstehen Wechselwirkungen zwischen dem Menschen und dem Ort, wodurch sowohl der Mensch als auch der Ort beeinflusst werden können.Es geht darum, Spuren zu finden, die eine besondere Bedeutung haben, die aktuell sind, in denen man sich wiederfindet, die irritieren und eine interessante künstlerische Bearbeitung ermöglichen.
Die Ergebnisse des künstlerischen Prozesses werden in verschiedenen Formen präsentiert, wie beispielsweise einer Ausstellung, in den sozialen Medien oder einem Katalog. Die Präsentation ermöglicht es dem Publikum, die Spuren der Bearbeitung zu entdecken und sich mit der Beziehung zwischen den Materialien, dem Ort und dem Menschen auseinanderzusetzen.
Das Konzept „to bring and to find“ lädt dazu ein, die Vielfalt der Materialien, Gedanken, Empfindungen, die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Ort sowie die Veränderungen, die durch den künstlerischen Prozess entstehen, zu erforschen. Es schafft einen Raum für Reflexion und Dialog über die Bedeutung des Ortes, die Beziehung des Menschen zu ihm und die verschiedenen Interpretationen, die daraus entstehen können.
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Die „Parzelle 268“, auf der Juergen momentanen im Wohnmobil lebt, und deren Untersuchung ist sein aktuelles Thema: Projekt „Parzelle 268 again and again“. Diesmal lautet die Frage: Gibt es auf dem Campingplatz ein Netz an Parzellen und Wegen?
Und die Handlungsanweisung dazu lautet: Zeichne, wenn ja, dieses Netz an Wegen und Parzellen frei aus dem Kopf.



Buchalov | https://www.instagram.com/juergenkuester_buchalov