Wie sieht so ein erster Tag aus?

Vor einem Jahr waren wir hier das letzte mal, Juergen und ich. Hier, das ist Montroig, Miroland. Wir sind im Süden angekommen.

Und wie sah unser erster Tag gestern hier aus?

Wenn das Wohnmobil steht, geht Juergen erst einmal zum Meer. Unbedingt. Man begrüßt sich. Und von der Düne kann er mit den Augen die Umgebung abtasten bzw. erkunden. In der Regel nimmt er dann danach erstmal Kontakt mit der Nachbarschaft auf. Das ist sein Ankommen. Der Rest ist eher Routine, die Routine beim Ausrichten und Einrichten des Wohnmobils. So war es gestern auch.

Es gab danach ein Herumstreunen, zu Fuß, Juergen hat mich mitgenommen. Und gefunden haben wir alte Bekannte und kleine Fundstücke. Sie liegen jetzt in der Sonne und trocknen.

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Druckskizzenbuch BFT2018, Fortsetzung

Und hier nun die restlichen Bilder aus dem Druckskizzenbuch zur „Buchalovs Freunde Tour 2018″.

Ins Regal in seinem Atelier „Zelle k5“ hat Juergen dieses Heftchen noch nicht geräumt. Er blättert stattdessen darin herum und wartet und hofft auf Wirkungen.

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Druckskizzenbuch „BFT2018“

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Und damit finde dieser Themenbock der „Buchalovs Freunde Tour 2018“ sein Ende. Jetzt endgültig. Das Druckskizzenbuch schließe den Themenbereich „BFT2018″ ab. Jetzt sei er mit dem Thema wirklich durch, sagte Juergen.

Druckskizzenbuch meine ein kleines Heft mit eingeweißten Seiten, wo einiges skizzenhaft zum Thema gedruckt worden ist, ergänzt um Tuscheskizzen – sagte er. Wenn man wolle, sei dieses Skizzenbuch die Basis fuer weitere Arbeiten. Wenn man wolle. Aktuell spare er sich das aber.

Ich zeige heute und in den nächsten Tagen einige der Seiten.

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Der Frühling kommt, und er wird unruhig.

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„Der Frühling kommt und ich werde unruhig“ sagte Juergen zu mir. Er sagte es fast beiläufig und total aus dem Zusammenhang heraus, während er über ein Blatt gebeugt zeichnete, eine Skizze. Aber die Bemerkung ist wichtig. Wenn er unruhig wird, dann bezieht sich das nämlich auf sein Fernweh, glaube ich. Und auf die erwachende Lust am Neuen in der Ferne.

Es stimmt: wir haben nur noch zwei Wochen, dann geht es wieder los, in den Süden. Ich bin gespannt, was er diesmal an Material mitnehmen wird. Zeichnen, fotografieren und kleben: das könnte es wohl sein, was vor Ort erledigt wird.

Wenn ich Juergen beim Arbeiten im Atelier zusehe, denke ich, dass alle seine momentan entstehenden Arbeiten ab sofort auf diesen Zeitpunkt hin angelegt sind. Es geht aufs Winter-Ende zu. Das Enge hat dann auch ein Ende. Das Offene kommt. Bald wird wieder der Hashtag  „#unterwegs“ verstärkt auftauchen. Da bin ich mir sicher.

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ausgelutscht

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„Zuerst die Mathematik“, sagte Juergen.

Acht kleine Motive, auf zwei Druckstöcken verteilt, auf 70 x 100 und auf 70 x 50, jeweils in der Auflage von fünf gedrückt. Und dann die acht Motive einzeln geschnitten, auf acht fotokopierten Papierträgern und auf acht Dekopapieren, in der Auflage von jeweils drei dann weiter gedruckt.

Ergibt in der Summe einen riesigen Stapel von Bildern. Er hat wohl nicht durchgezählt.

Und jetzt tauchen die Motive auch noch in einem kleinen selbst hergestellten „Druckskizzenbuch“ auf. Doch davon später mehr.

Er hat die acht Motive auf den ersten zwei Druckplatten, später acht, wirklich bis zum letzten „ausgelutscht“ – so nennt Juergen das dann immer.

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acht oder neun

Acht Motive oder neun: das war heute eine der Fragen.

Soll es eine Mappe werden, oder einfach eine Loseblattsammlung?

Geht auch ein Leporello?

Was ist mit dem Hintergrund? Notwendig? Unnötig?

Alles in schwarz/ weiß? Oder geht auch Farbe?

Und dann: Muss alles durchdacht werden oder kann man sich nicht einfach mal treiben lassen und schauen, wo man landet?

Juergen in Progress! Es geht um die Aufarbeitung seiner „Buchalovs Freunde Tour“ vom August diesen Jahres in Form von Linolschnitten. Er quält sich, scheint mir.

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Hier ein Link zur Tour: >>>>>>>>

Und hier ein paar Bilder:

das macht er immer so

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Die „XXX – Woche“ mit Antje und Elke ist beendet. Hier der Link: >>> … >>>. Die Arbeit ist erledigt. Ein paar Tage hat Juergen nun alles sacken lassen und hat das Atelier auch nicht betreten, warum auch. Aber heute ist er dann hingefahren, hat alles signiert, eingeordnet  und in den Schubschränken verstaut. Das macht er immer so.

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Der nächste Arbeitsschritt im Atelier sei nun die „Buchalovs Freunde Tour 2018“. So Juergen zu mir. Die ist er nämlich im August 2018 gefahren und hat Heike, Ulli und Irgendlink besucht, vor Ort gearbeitet und sich treiben lassen. Und er meinte mit diesem Satz natürlich die Sichtung des Materials, der Skizzen, das Abrufen der Erinnerungen, das Durchblättern des großen Skizzenbuchs, der vielen Fotos, das Hinlegen der Fundstücke und OrtsMarken und seiner schriftlichen Notizen. Er will sich erinnern und den roten Faden der Fahrt noch einmal erwischen. Das Flüchtige ist nämlich verflogen, das Bedeutsame hat sich verankert und bei einigem weiss man es nicht so genau. Das macht er immer so, schon seit Jahren.

Heute hat er damit begonnen.

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