Atelier und Winter und Arbeit und abarbeiten

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Also: im Sommer werde gefahren, mit dem Wohnmobil, und gezeichnet und fotografiert und geklebt und sich um Orte  gekümmert und geschaut, was diese auszeichnet und was das mit einem selbst macht – Stichwort OrtsMarken (s. hier) oder Parzelle 268 (s. hier)

Und im Winter gehe es ins Atelier, fast täglich, zur Arbeit eben. Es werde abgearbeitet, was sich so auf den Fahrten angesammelt habe. Diesmal seien es im Schwerpunkt die Themen „Ortsmarken und die Buchalovs Freunde Tour.“

Ich weiß gar nicht, warum Juergen mir das erzählt.

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Parzelle 268: #8

Der Herbst ist nun auch hier in Oliva angekommen: nachts wird es kalt. Tagsüber ist es dagegen noch Immer angenehm warm. Aber unsere Zeit hier ist dennoch vorbei.

Das Bild oben zeigt einen letzten Blick auf die „Parzelle 268“: Heute geht es wieder zurück nach Deutschland. Der Blog wird daher einige Tage pausieren müssen.

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in der Mitte sein

Ulrike erzählte mir, das sie zum Strand gehe, morgens, langsam, aufmerksam und den Sand, dann das Meer auf sich wirken lasse. Sie suche ihre Mitte. Dann sei alles gut.

Und Juergen hörte zu, und schaute erst skeptisch, und fand das aber dann doch nach einigem überlegen einen bedenkenswerten Gedanken und eine nachahmenswerte Haltung.

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Muscheln/Muschelreste

Wir gehen ja oft an den Strand. Je nachdem wie die Nacht war, findet man einiges oder weniges an angeschwemmten Dingen- in der Regel mehr Muscheln, kaum Plastik.

Juergens Freundin Beate aber toppt alles. Sie weiß um Juergens Schwäche für kaputte, morbide, beschädigte Muscheln. Es sind wohl die Formen und Konturen, die ihn reizen. Und Beate liefert täglich eine Handvoll von diesen Exemplaren ab. Sie hat wohl auch Freude daran. Und Juergen ebenfalls. Er findet es toll, dass es jemanden gibt, der seine Leidenschaft teilt.

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Parzelle 268: #1

Das Projekt „Oliva, Parzelle 268“ hat begonnen. Juergen zeichnet. Täglich entsteht etwas.

Und es beginnt mit den Erinnerungen an diese Stelle, an diese Parzelle, auf der Juergen mit seinem Wohnmobil steht – aus dem Kopf aufs Papier gebracht. Wir beide, Juergen und ich, waren hier nämlich schon oft in den letzten Jahren. Aber erst jetzt will er diese Stelle gezielt zeichnerisch und fotografisch erkunden, erst jetzt. Komisch wie es manchmal so kommt.

Die Herangehensweise: es werden Fotos angelegt, Erinnerungen hervorgekramt, sich sehr genau umgesehen, gezeichnet, gesammelt, Fundstücke in eine leere Dose gepackt, Ideen entwickelt, sich eingestimmt, gewartet, oder plötzlich losgelegt.

Das Abschreiten: Juergen geht Wege ab, auf seinem Stellplatz, kurze Wege, oft nur ein paar Schritte, mit gesenktem Kopf und sucht und findet. Alles könnte bedeutsam sein. Alles ist bedeutsam.

Das Abwickeln: Fundstücke werden nicht so gezeichnet wie sie vor ihm liegen, sondern manchmal so, wie er sie beim Betrachten oder vor seinem geistigen Auge abwickelt.

Heute habe ich einen Ausschnitt davon gezeigt, was aus der Erinnerung entstanden ist.

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Weiteres zum Warmlaufen

Warmlaufen bedeutet sich vorbereiten. Oder sich einstimmen. Oder sich annähern. Mit Zeichnungen oder Fotos.

Genau das macht Juergen im Moment. Er stimmt sich ein auf sein neues Thema.

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