Tag 4

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Heute möchte ich ein wenig von >>> Nanni Wagner <<< berichten und weniger von Juergen. Nanni arbeitete heute den vierten und letzten Tag mit Juergen gemeinsam in „Zelle k5“. Sie loten ja schon seit einigen Tagen aus, was das Reisen in 2017  mit ihnen gemacht hat und fragen sich, wie sie die Eindrücke und das Material, das sie mit nachhause gebracht haben, verarbeiten können.

Nanni war im Spätsommer sechs Wochen lang auf Bali und ist dort mit ihrer Schwester umhergereist. Im Atelier hatte sie, was diese Fahrt anbelangte, zwei thematische Motive in den Mittelpunkt gestellt: einmal die Fische im Wasserbecken eines Kaiserlichen Parks und zum anderen zwei kleine Kapseln von Früchten, die sie stellvertretend für sich selbst und die Beziehung zu ihrer Schwester ausgewählt hatte. Das erste Arbeitsvorhaben sollte Gesehenes wiedergeben, das zweite Klarheit schaffen.

Ich durfte mit dabei sein, als Nanni und Juergen heute ihre „Abschluss-tasse-kaffee“ tranken. Nanni war sehr zufrieden mit sich, ihrer Arbeit. Und mit Juergen – auch wenn sie mit ihren Arbeiten noch nicht ganz fertig geworden ist. Das wird wohl in den nächsten Tagen geschehen. Leider hatten sie ja beide nur vier Tage zur Verfügung.

Und morgen wird aufgeräumt. Ich werde Juergen dabei helfen. Und später noch einiges von seinen Ergebnissen zeigen. So ganz fertig ist er allerdings auch noch nicht.

Buchalov

 

Zwei Sätze

Juergen hat mir zum Thema „Reisen“ zwei Sätze diktiert. Susanne Haun hatte mit ihrer Frage den Anstoß gegeben, was ihn denn in die Ferne locke.

Satz 1: Wenn man reist, lohnt  das Neue.

Satz 2: Das Fremde ist das Nahe.

Es gäbe noch einiges mehr zu sagen, ergänzte er.

(Das Bild oben zeigt den Ort  „Montroig del Camp“. Hier verbrachte Miro einen Teil seiner Jugend)

Buchalov

über das Reisen

IMG_8411Juergen und ich haben uns gedanklichen Bälle zum Thema „Reisen“ zugespielt. Wann? Gestern im Atelier „Zelle k5“. Also:

Banal und simpel: man komme nie so zurück, wie man abgefahren sei.

Auch klar: in der Fremde wird man auf sich selbst zurückgeworfen.

Und fast schon trivial: wer reist, hat etwas zu erzählen.

Dann eine Binsenweisheit: reisen verändert.

Oder: durchs das Reisen verändert sich der Blickwinkel.

Und natürlich der Klassiker: reisen bildet.

Und nicht zu vergessen: das Reisen und der Aspekt der Sicherheit gehören eng zusammen.

Buchalov